Industrie-Immobilien

Ein neues Zuhause

Der gut gelaunter Ministerpräsident traf im kleinen Städtchen Ditfurt auf eine freudige Runde. Gut 120 Gäste waren der Einladung zur Hallenübergabe und symbolischen Produktionsstätteneröffnung gefolgt: Gastgeber waren die TLG Immobilien, Niederlassung Süd, Sachsen-Anhalt, und die IST – Ionen-Strahl-Technologie. Das Immobilienunternehmen hatte im Oktober vergangenen Jahres in einer beispielhaft offensiven und zügigen Aktion auf eine dringende Anfrage Dr. Manfred Danzigers reagiert. „Herr von Olszewski“, sagte Danziger, Geschäftsführer der IST, zu einem Mitarbeiter der TLG damals am Telefon: „Wir haben ein Problem!“ Das bestand darin, dass der Physiker und seine Kollegen eine revolutionäres Verfahren zur Oberflächenbearbeitung entwickelt hatten und dieses nun mit einer entsprechend neu zu bauenden Maschine zum Einsatz bringen mussten. Schließlich sollten nach langen finanzintensiven Forschungsjahren nun bald gewinnbringende am Markt für die Herstellung flexibler Leiterplatten folgen.

IST hatte zwar einen Standort, aber nicht die umfassenden Mittel, dort ein Grundstück zu erwerben und die benötigte Produktionsstätte zu errichten. Mit ihrem Bau- und Finanzierungsprodukt IMMOkompakt und durch die unkomplizierte Zusammenarbeit mit Gemeinde und Verwaltungsgemeinschaft konnte TLG helfen. Hans-Joachim Röttgen, Leiter des Bereiches Portfoliomanagement der Niederlassung Süd: „Als wir vor gut einem Jahr mit der Vermarktung des Produktes begannen, ging das so noch nicht, denn in Sachsen-Anhalt war Leasing nicht förderfähig. Doch die aufgeschlossene Haltung des Landes Sachsen-Anhalt machte eine Förderung dann doch möglich.“ Mit diesem Finanzierungs- und Baupaket wurden bereits vier Hallen in Sachsen-Anhalt errichtet, in Ditfurt steht nun die fünfte, in Quedlinburg entsteht gerade für eine Druckerei die sechste und für eine weitere Halle in Burg bei Magdeburg laufen die Endverhandlungen.

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IST wird noch in diesem Jahr die Einrichtung der „Plasmaspinne“, so der originelle Name der Maschine, beendet haben. Dann steht in der Halle ein Hochtechnologiegerät, dass absolut neu ist und das die Forscher und Konstrukteure bisher selbst nur als kleinen Prototypen kannten. Doch die Erwartungen sind hoch. Arbeitsfeld sind flexible Leiterplatten, die aus Fluorpolymeren hergestellt werden. Bestimmte negative Eigenschaften dieser Polymere sind durch die ionentechnologischen Verfahren zu verändern – und darauf haben einige Zulieferer und Leiterplattenhersteller nur gewartet.dc

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