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Bosch Radar Straßensignatur
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CNC-Teile aus Stahl, Aluminium, ­Kunststoff, Titan, Maschinenleasing„Nicht lange zögern und ­zaudern“

Die Vorstellung auf der ­Startseite der Unternehmens-Homepage kommt nüchtern daher: „Wir sind ein moderner CNC-Dienstleister für die 2D- und 3D- Komplettbearbeitung von einfachen bis hin zu extrem komplexen Werkstücken aus Stahl, Aluminium, Kunststoff und Titan.” Hinter den schlichten Worten verbirgt sich jedoch eine jener typischen „Tellerwäscher-Karrieren”, die ihren Anfang in staubigen Hinterhof-Garagen nehmen, weshalb man im Schwabenland nicht ohne Anerkennung von „Garagenfirmen” spricht. Im Falle des Zulieferers Gerdt fiel der Startschuss in einem Schuppen im schwäbischen Zimmern ob Rottweil. Vor gut zehn Jahren machte sich dort Wilhelm Gerdt mit einem Schweißbetrieb selbstständig. Der Ein-Mann-Betrieb schaffte bereits im Gründungsjahr seine erste Werkzeugmaschine an und leitete damit auch den Wandel vom Dienstleister für Schweißkonstruktionen zum Metall- und Kunststoffarbeiter ein. Weitere NC-Fräsmaschinen kamen hinzu und seit 1998 ist die 4-Achsen-CNC-Bearbeitung bei Gerdt Stand der Technik.

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Thema 6 DL-Forum: „Nicht lange zögern und ­zaudern“

Hand in Hand mit dem Maschinenpark und den verfügbaren Kapazitäten wuchsen aber auch Nachfrage und Ansprüche der Kunden. Und schnell stieß Wilhelm Gerdt am Standort Zimmern an seine Grenzen. Als dann im Jahr 2001 die Nachbargemeinde Villingendorf günstige Grundstücke offerierte, nahm er seine Chance wahr. Im April 2002 wurde ein Neubau bezogen und gleichzeitig in eine 5-Achsen-Fräsmaschine von Hermle investiert, der wenig später eine weitere Maschine folgte. Heute beschäftigt der rührige Schwabe acht Mitarbeiter, und pünktlich zum zehnjährigen Firmenjubiläum im letzten Frühjahr erwarb er noch das Nachbar-Grundstück hinzu. Und seit 2005 ist das Unternehmen auch nach DIN ISO 9001:2000 zertifiziert.

Das Wachstum managen

Zweifellos gehören zu solch einer Tellerwäscher-Karriere eine gewaltige Portion Fleiß und auch ein bißchen Glück. Das allein reicht aber meist nicht. Gerade wer globale Märkte im Visier hat, der braucht auch hohe Qualität, moderne Maschinen sowie die Kompetenz, sich aktiv in die Produktentwicklung des Auftraggebers einklinken zu können. Das gilt insbesondere, wenn die Kunden aus anspruchsvollen „Präzisionsbranchen“ wie der Medizin- oder Wehrtechnik kommen. Für Abnehmer aus diesen Bereichen fertigt Gerdt Muster- und Prototypen in kleiner Stückzahl. Etwa Visiere, Elemente für chirurgische Instrumente, Griffe für Endoskope oder Gelenkpfannen für künstliche Hüftgelenke. Fast immer, so der Firmenchef, „handelt es sich um Exklusivteile, an die sich sonst Niemand heranwagt.”

Eine Million für Maschinen

Nachdem für die mechanische Komplettbearbeitung (Fräsen, Bohren, Drehen) unlängst noch eine Anlage von Stama hinzukam, hat Wilhelm Gerdt in seinen Maschinenpark mittlerweile deutlich mehr als eine Million Euro investiert. Entscheidend dabei: Finanziert hat er ihn fast komplett über Leasing. „Ich bin ein zupackender, schnell entschlossener Typ. Wo ich Handlungsbedarf sehe, will ich anpacken und nicht lange zögern und zaudern“, sagt er. Schon deshalb sind ihm zähe Kreditverhandlungen mit Banken ein Graus. Als überaus angenehm und unkompliziert hat er hingegen die Gespräche mit der Stuttgarter Südleasing erlebt. „Die waren flexibel und haben schnell eine maßgeschneiderte Lösung gefunden, so dass ich fast umgehend auf die veränderte Auftragslage reagieren konnte”, so Gerdt.

So wie der Schwabe denken und handeln mittlerweile viele mittelständische Unternehmer. Dabei eint sie die Erfahrung, dass die klassische Kreditfinanzierung von Maschinen oder auch Bauvorhaben angesichts der zunehmend restriktiven Kreditvergabe der Banken kaum noch zu realisieren ist. Für Gerdt, einen Freund deutlicher Worte, ist der Fall klar: „Für mich ist das Thema Bankkredit erledigt. Das fängt schon damit an, dass ein Unternehmen wie meines nicht in deren Schema passt – eine Katastrophe.”

Doch nicht nur der Unmut über zögerliche oder unwillige Banker lässt immer mehr mittelständische Unternehmer zu Leasingpartnern werden. Es gibt eine Reihe handfester Vorteile, die für das Leasing als Finanzierungsalternative sprechen. Da wäre zum Beispiel der Flexibilität bei der Festlegung der Raten: „Während Banken meist auf degressiven Raten bestehen, also zunächst hohe Beträge verlangen, die dann im Lauf der Jahre kleiner werden, bieten wir unseren Kunden gleich bleibende Leasingraten oder sogar den umgekehrten Weg an – erst niedrige, dann höhere Raten”, erläutert Joachim Probst, der Geschäftsführer von Südleasing Vendor Services. Damit könne man der finanziellen Lage gerade auch junger Unternehmen erheblich gerechter werden, so Probst.

Harte Fakten, weiche Fakten

Individuelle, maßgeschneiderte und unkomplizierte Lösungen – darin sieht der Geschäftsführer die wesentlichen Gründe für den anhaltenden Erfolg der Südleasing. Selbstverständlich bilden auch bei diesem Finanzdienstleister die harten Fakten – also etwa Geschäftszahlen und Bilanzen – die Entscheidungsgrundlage. Berücksichtigt werden aber auch „weiche“ Faktoren: Zuverlässigkeit des Kunden, Geschäftsaussichten und Auftragslage-Objekt. Einfluss auf die Konditionen hat überdies, wie ein Antragsteller von seinem Maschinenlieferanten eingeschätzt und beurteilt wird. Das bedeutet konkret: „Wenn uns Hermle signalisiert, dass Gerdt ein guter und vertrauenswürdiger Kunde ist, dann spielt das eine wesentliche Rolle“, erklärt Joachim Probst. Nicht vergessen darf man auch, dass bei Leasingverträgen stets der Wiederverkaufswert des finanzierten Objekts mit ins Kalkül gezogen wird – ein Faktor, den Banken völlig vernachlässigen! „Leasing ist Objektfinanzierung, wir betrachten das Objekt also immer als Sicherheit”, sagt Probst.

Für Unternehmer Gerdt ist das alles längst kein Thema mehr: „Da gibt es überhaupt keine Frage – auch meine nächste Maschine finanziere ich über Leasing”, sagt er und grinst verstohlen hinüber aufs unlängst erworbene Nachbargrundstück.Michael Stöcker stoecker@hopp.de

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