Autoleasing

Geliehene Mobilität

Kraftfahrzeuge eignen sich besonders gut als Leasingobjekte. Sie fahren millionenfach auf unseren Straßen, sind fungibel und ihr wirtschaftlicher Wertverzehr ist relativ sicher abzuschätzen – sofern man die Art und Intensität der Nutzung bei Vertragsabschluss kennt. Warum es sinnvoll sein kann, immer auch die Angebote marken-unabhängiger Leasinggesellschaften mit ins Kalkül zu ziehen, lesen Sie in diesem Beitrag.
Fahrzeugleasing ist gerade bei mittelständischen Unternehmen ein beliebtes Instrument des Fuhrpark-Managements. (Bild: Skoda)

Über 60 Prozent aller Leasing-Investitionen fließen ins Auto- geschäft. Es ist damit der mit Abstand größte Teilmarkt der deutschen Leasingbranche. Längst erkannt hat die Automobilbranche, dass Leasing ein vorzügliches Marketinginstrument zur Förderung des Absatzes und vor allem auch zur Kundenbindung ist. Deshalb erhält heutzutage praktisch jeder Autokäufer auch gleich ein Leasingangebot von der jeweiligen Hersteller-Leasinggesellschaft.

Von diesen oft durchaus günstigen Angeboten wird gerne Gebrauch gemacht – sind sie doch darüber hinaus auch noch schnell und unkompliziert abzuwickeln. Allerdings sollte nicht unerwähnt bleiben, dass die Autohersteller ihr Leasing über den Marketingaspekt hinweg als zusätzliche Ertragsquelle erkannt haben und freilich entsprechend kalkulieren, so dass die Konditionen der freien Leasinggesellschaften in der Regel absolut konkurrenzfähig sind. Dies gilt besonders unter dem Gesichtspunkt, dass die unabhängigen Leasinggesellschaften ihren Kunden ja auch Anreize bieten müssen, um bei ihnen das Geschäft abzuschließen. Auch die umfassende Abwicklung eines Autoleasingvertrages ist dort nicht aufwendiger als bei einer Hersteller-Leasinggesellschaft. Bei den mittelständischen Unternehmen stellt sich die Beschaffungssituation zudem in der Regel noch etwas anders dar als bei einem individuellen Fahrzeugkäufer. Nicht selten existiert hier ein kleiner Fuhrpark, der sich je nach Einsatzzweck aus Fahrzeugen verschiedener Hersteller zusammensetzt. Geschäftsführung, Vertrieb, technischer Kundendienst und Versand haben unterschiedliche Anforderungen an die Fahrzeuge. Diese Anforderungen werden nicht immer von einem Hersteller vollständig abgedeckt – es kommt also zu einem gemischten Fuhrpark, innerhalb dessen dann unter Umständen bei Neuanschaffungen ein Markenwechsel vorgenommen wird. Zum Teil müssen die Fahrzeuge auch schon Mal während der Leasingvertragszeit ausgewechselt werden, da deren Einsatzart oder die zu lösenden Transportprobleme sich ändern. In einer solchen Konstellation kann es für das Unternehmen sehr hilfreich sein, sich mit dem gesamten Fuhrpark einem einzigen markenunabhängigen Leasinggeber zuzuwenden. Es vereinfacht damit das Vertragsmanagement nicht unerheblich und erhält sich gegenüber den Autoherstellern seine völlige Flexibilität; das gilt sogar dann, wenn während der Leasingvertragszeit der Austausch eines Fahrzeuges inklusive Markenwechsels notwendig wird. Außerdem wird das Gesamtengagement bei einem Leasingpartner geführt, was aufgrund des dahinter stehenden Volumens durchaus noch zu einer Verbesserung der Leasingkonditionen führen kann.

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Individuell konfigurieren

Ein modernes IT-Instrumentarium erleichtert und beschleunigt den Anschaffungsprozess. Hilfreich bei der Auswahl und Kalkulation des Wunschfahrzeuges ist zum Beispiel ein internetbasierter Car Configurator. Damit hat ein potenzieller Leasingnehmer die Möglichkeit, sein Fahrzeug nach eigenen Wünschen individuell zu konfigurieren. Auch die Auswahl der Leasingvertragsmodalitäten (Laufzeit und Restwert) sowie die Vertragsart (Restwert- oder Kilometerleasing) erfolgen im Car Configurator.

Leasing ist für mittelständische Unternehmen generell zu einem unverzichtbaren Finanzierungsinstrument geworden. Es erlaubt es, Investitionen in das Anlagevermögen zu tätigen, ohne eigene Mittel dafür aufzuwenden oder weitere Sicherheiten zur Verfügung zu stellen. Zudem hat sich gerade im Verlauf der vergangenen Konjunkturkrise einmal mehr gezeigt, dass man mit Hilfe des Leasings einer drohenden Liquiditätsklemme druchaus wirksam vorbeugen kann. Auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten erhält der Leasingnehmer beim Abschluss eines Leasingvertrages in der Regel eine hundertprozentige Fremdfinanzierung seines Investitionsgutes. Sicherheiten sind nicht erforderlich. Die „Sicherheit“ für den Leasinggeber ergibt sich aus der Bonität des Leasingnehmers sowie der Werthaltigkeit des Leasingobjektes. Wenn möglich können Leasingkonzeptionen auch mit öffentlichen Mitteln (zum Beispiel von der EU) kombiniert werden. Gerade in wirtschaftlich fordernden Zeiten ist jede (staatliche) Förderung zur Reduzierung der Leasingraten willkommen.
Natürlich benötigen Leasinggesellschaften eine starke Basis (und das notwendige Kapital) für ihr Geschäft, und diese liegt wiederum, zumindest bei den institutionellen Leasinggesellschaften, in der Regel bei den Banken. Eine Reihe von traditionell mittelstandsorientierten Instituten hat aber inzwischen eine qualifizierte Aufgabenteilung zwischen Bank- und Leasinggeschäft etabliert, um so die Bedürfnisse der Kunden mit optimierten Finanzierungskonzeptionen zu befriedigen.

Betriebswirtschaftlich betrachtet bedeutet Leasing letztlich eine ideale Ergänzung zur Eigenfinanzierung und konventionellen Fremdfinanzierung. Dies gilt umso mehr, als die Unternehmen als Erfahrung der letzten der Krise zunehmend bestrebt sind, ihre Finanzierung zukünftig stärker zu diversifizieren. Dabei wollen sie das bisher recht hohe Gewicht der Bankkredite reduzieren – nicht zuletzt im Hinblick auf mögliche Engpässe bei der Kreditvergabe, die angesichts vielfältiger Veränderungen im Bankensektor mittelfristig keineswegs auszuschließen sind. Insofern kommt den Firmen das breite Leasingangebot zugute, das ihnen die Möglichkeit eröffnet, für die Anschaffung von Fahrzeugen und Maschinen einen vorteilhaften alternativen Weg der Finanzierung zu wählen.

Nutzen statt kaufen – das erleichtert es darüber hinaus dem Leasingnehmer, immer auf dem technologisch neuesten Stand zu sein. So kann er kostengünstig und effizient arbeiten, die Konkurrenz auf die Plätze verweisen und Erträge für weiteres unternehmerisches Handeln generieren. Es entsteht Freiraum für die Entwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen. ms

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