Berufskleidungs-Service, Putztuch-Service

Putztuch mit Backoffice

Mit Putztüchern reinigt man Maschinen. Der Textil-Dienstleister Mewa kombiniert den Tucheinsatz aber zusätzlich mit einem kompletten Serviceangebot. So wird aus dem einfachen Wegwischen von Verschmutzungen ein ziemlich umfassendes Konzept für die nachhaltige Sauberkeit im Betrieb.

Textile Putztücher können bis zu 50 Mal gewaschen und wieder verwendet werden.

Jährlich bis zu sieben Millionen Liter Heizöl durch Wärmerückgewinnung einsparen? Und den eigenen Energiebedarf zu einem großen Teil aus ausgewaschenen Schmutzstoffen decken? Diese wirtschaftlich verlockende Vorstellung ist im Hause Mewa Textil-Service längst Realität. Seitdem bereits 1975 die erste in Eigenregie konzipierte Anlage zur Abwasseraufbereitung installiert wurde, investiert das Unternehmen kontinuierlich in den Ausbau einer Technik, die das wirtschaftliche Potenzial einer nachhaltigen Produktion nutzt. „Dabei ist die Grundlage unseres Umweltmanagements unser eigenes Serviceangebot. Vor allem unser Traditionsprodukt, das Maschinenputztuch, ist hier eine feste Größe“, erklärt Michael Ballermann, der Leiter des Bereichs Arbeitssicherheit und Gefahrgut im Unternehmen.

Was Mewa hier macht, ist keineswegs alltäglich. Das Unternehmen bietet Betriebstextilien in einem Full-Service-System an. Firmen erhalten Kleidung für ihre Mitarbeiter, Ölauffang- und Fußmatten oder Putztücher inklusive der Leistungen Waschen, Instandhaltung und Verschleißersatz. Die Kunden kommen vorrangig aus Industrie und Handwerk und können ihr gesamtes Textil-Management an den Dienstleister abgeben. Das schließt gleichzeitig auch eine Liste an Umweltpflichten mit ein, die ein Unternehmer sonst – zum Beispiel bei der Entsorgung von mit Ölen und Fetten verunreinigtem Putzmaterial – selbst umsetzen müsste. Darüber hinaus macht Mewa aus dem „gewonnenen“ Schmutz nutzbare Energie: Mithilfe der thermischen Verwertung ausgewaschener Schmutzstoffe werden bis zu 80 Prozent des Energiebedarfs für die Trockner- und Waschstraßen gedeckt. Die dazu notwendigen Dampfkesselanlagen sind aus Umweltschutzgründen mit Hochtemperatur-Brennkammern und Rauchgaswäschern ausgestattet.

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Die Grundidee hinter dem Putztuch-Angebot des Unternehmens ist eigentlich einfach: Müssen Späne oder Schmiere von Maschine oder Werkzeug entfernt werden, so greifen Mitarbeiter überall auf der Welt in der Produktion zu Putzmaterial. Mewa liefert dafür eine buchstäblich nachhaltig saubere Lösung. Bereichleiter Ballermann berichtet dazu: „Unsere Tücher können bis zu 50 Mal gewaschen und wieder verwendet werden. Papiertücher oder textile Lappen landen dagegen nach einmaliger Benutzung im Abfall.“ Gäbe es das Tuchsystem des Textil-Dienstleisters nicht – und kämen also nur Einwegmaterialien zum Einsatz – so fielen erhebliche Mengen mehr an gefährlichem Abfall an.

Für die Mülltonne ungeeignet

Ein solcher Putztuch-Kreislaufservice ist nicht nur zeitgemäß, sondern er liegt auch im Trend. Denn in der Industrie spielen Bestrebungen zur Verbesserung der Nachhaltigkeit in Form von Energie-, Rohstoff- und Materialeffizienz – nicht zuletzt durch politisch vorgegebene Ziele und die öffentliche Diskussion dieser Themen – eine immer bedeutendere Rolle. Deshalb gehören Produkte, die man nach Gebrauch entsorgen muss, weder ökologisch noch wirtschaftlich zu den Favoriten im Einkauf vieler Unternehmen, die ihre Umweltbilanz verbessern wollen. „Produkte, die man nach dem Benutzen wegwirft, kommen in der Regel teurer, als solche, die man wieder benutzen kann. Hier setzt unser Service an“, sagt Ballermann. Im Rahmen seines Putztuch-Angebots stellt Mewa nicht nur die sauberen Tücher bereit, sondern holt die verschmutzten – inklusive aller Umweltpflichten – auch wieder ab.

In Fertigungshallen gibt es eine ganze Palette an Umwelt gefährdenden Stoffen, die mit Tüchern oder Lappen aufgenommen werden. "In erster Linie handelt es sich um Kühlschmierstoffe. Bei der Oberflächenbehandlung kommen oft Lösemittel oder Lacke hinzu", konkretisiert Ballermann den Bedarf. Getränkt mit solchen Stoffen und Metallspänen, darf ein Lappen oder Tuch heute nicht mehr einfach so in der Mülltonne landen. Aus dem neutralen Stück Papier oder Textil ist ein Objekt entstanden, für dessen Entsorgung zahlreiche Rechtsnormen einzuhalten sind. Beim Einsatz von Einwegmaterial muss sich der Benutzer selbst darum kümmern. Nicht so beim Prinzip "Mehrweg". Werden die Tücher nach dem Abtransport gewaschen und wiederverwendet, entfällt das Führen von abfallrechtlichen Dokumenten, da gebrauchte Mehrwegtücher, die an einen Dienstleister übergeben werden, nicht als Abfall gemäß des Kreislaufwirtschaftsgesetzes einzustufen sind. "Die Erfüllung aller relevanten Sicherheits- und Umweltpflichten, die im Zusammenhang mit den Tüchern entstehen, liegt dann in der Verantwortung des Anbieters", erklärt Ballermann. "Für den Nutzer entfällt auch die Verpflichtung zum Führen von Entsorgungs- und Verwertungsnachweisen."
Das Waschen verschmutzter Putztücher geschieht bei Mewa in nach Umweltnorm ISO 14001 zertifizierten Betrieben. Hier kann mit Ölen, Fetten, Farben und Lösemitteln belastetes Schmutzwasser in Wasser mit einem Reinigungsgrad von 99,8 Prozent verwandelt werden. Das ist sauberer, als die kommunalen Auflagen es verlangen. ms

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