Datenanalyse

Die Datenflut beherrschen

Mit Smart Information Management stehen Informationen stets zum richtigen Zeitpunkt in der richtigen Form bereit
Bild: Empolis
„Big Data“ - quer durch alle Branchen steigt die Datenflut, welche von Endnutzern, Anwendungen, Maschinen und Sensoren erzeugt wird, ganz gleich ob es sich dabei um Social Media Posts, Gesprächs- oder Messdaten handelt. Dabei gibt es laut Forrester etwa 1.000 Mal mehr unstrukturierte als strukturierte Daten. Angesichts der immer leistungsfähigeren Speichermedien ist die Herausforderung weniger die reine Sicherung dieser Daten. Vielmehr bereitet die schnelle und flexible Verarbeitung sowie zielgerichtete Analyse und Nutzung dieser Masse an Informationen Unternehmen große Schwierigkeiten. Aber genau dies ist die Basis für eine erfolgreiche Entwicklung von Innovationen, differenzierenden Serviceangeboten und neuen Geschäftsmodellen.



Während sich die strukturierten Daten relativ problemlos verarbeiten lassen, bereiten die unstrukturierten Daten aus Texten, E-Mails, Reports, Call Center Notizen, Online-Inhalten, Multimedia-Daten et cetera vielfach Kopfzerbrechen. Eine einfache maschinelle Verarbeitung wie bei strukturierten Daten ist hier meist noch nicht möglich. Daher kommt hier dem „Smart Information Management“ als Querschnitts-Technologie eine neue Schlüsselrolle zu. Sie ermöglicht es, große unstrukturierte Datenmengen in Echtzeit zu analysieren und Informationen intelligent und ressourcenschonend zu verarbeiten sowie für unternehmenskritische Geschäftsprozesse nutzbar zu machen. Smart Information Management bezeichnet die ganzheitliche Erstellung, Verwaltung, Analyse, intelligente Verarbeitung und Bereitstellung aller für ein Unternehmen relevanten Informationen - unabhängig von Erzeuger, Quelle, Format, Anwendung, Nutzer, Ort und Device - und vereint hierzu Component Content Management und Knowledge Management. Die in einem Component Content Management System erstellten und verwalteten Inhalte werden mit dem in einem Knowledge Management System hinterlegten oder generierten Wissen über Produkte, Kunden, deren Profile oder Lieferanten zu aussagekräftigen Inhalten kombiniert, um so einen Mehrwert aus Information zu schaffen.

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Publizieren und Dokumentieren

Auch viele klassische Publikationsmethoden und die damit verbundenen Denkweisen stehen angesichts der rasanten technischen und medialen Entwicklung auf dem Prüfstand und beispielsweise Verleger stehen vor großen Herausforderungen. So verbreiten sich Nachrichten heute über Online-Zeitungen schneller als in gedruckter Form - und noch schneller über soziale Netzwerke wie Twitter oder Facebook. E-Books und die entsprechenden Plattformen ermöglichen nicht nur einen mobilen Vertrieb und papierlosen Konsum, sondern auch eine Veröffentlichung direkt durch den Autor. Nachschlagewerke, wissenschaftliche Inhalte sowie Sach- und Lehrbücher sind bereits heute in beträchtlichem Umfang von Onlineformaten abgelöst worden. Trotzdem oder gerade deshalb ist hier die Nachfrage nach noch besserer Aufbereitung, Verfügbarkeit und Spezialisierung am größten.

Aufgrund der steigenden Flexibilität und Geschwindigkeit setzen viele Unternehmen heute auf eine „Smart Publishing Lösung“, die auf dem „Smart Information Management“ Ansatz basiert, also Component Content Management und Knowledge Management miteinander kombiniert. Dabei werden durch das Content Management System in bewährter Weise neue Inhalte erstellt und bestehende gepflegt.

Für die Bereitstellung ist dagegen ein fortschrittliches Knowledge Management System zuständig, welches eine natürlichsprachliche Analyse von Inhalten und Anfragen ermöglicht. Die Recherche und der Zugriff auf die vorhandenen Inhalte werden dadurch wesentlich effizienter – der Anwender wird bei der Recherche vom System durch ein Wissensmodell aktiv unterstützt.

Auch längst vorhandene, das heißt nicht weiter gepflegte Inhalte oder Inhalte in ungünstigen Datei-Formaten, werden auf gleiche Weise erschlossen. Eine linguistische Analyse in Echtzeit sorgt für eine hohe Ergebnisqualität. Die Verbindung der beiden Ansätze Content- und Knowledge Management ermöglicht es, beide Systeme aus denselben Wissensmodellen zu bedienen und die Informationen über Zugriffsverhalten, Recherchen und direktes Feedback des Endnutzers in den Erstellungs- und Pflegeprozess zurückfließen zu lassen. Auf diese Weise werden die Inhalte über den gesamten Wertschöpfungsprozess begleitet und ohne Medienbruch kontinuierlich verbessert.

Wissensprozesse unterstützen

Auch komplexe Dokumentationen müssen heute effizient und mit überschaubarem Ressourceneinsatz erstellt und gepflegt werden können. Daher sind eine hohe Modularität und ein bestmöglicher Grad an Wiederverwendbarkeit sowie fortschrittliches Sprach- und Workflow-Management von zentraler Bedeutung. Bei der Menge der zur Verfügung gestellten Inhalte ist es jedoch zunehmend wichtig, dass eine entsprechende Unterstützung beim raschen Auffinden der richtigen Informationen gewährleistet wird. Hier unterstützen Knowledge Management Technologien die entsprechenden Rechercheprozesse.

Bei der Bedienung der Produkte, Maschinen oder Fahrzeuge entstehen wiederum Informationen, die für die zukünftige Entwicklung und Anpassung wichtig sein können. Diese Informationen können über entsprechende Feedback-Funktionalitäten in die Dokumentationserstellung und andere Bereiche zurückgegeben werden, um so diese Erfahrungen in die Weiterentwicklung einfließen zu lassen. Auf diese Weise entsteht durch die Kombination von Content- und Knowledge Management ein effizientes System „aus einem Guss“, das alle Wissensprozesse optimal unterstützt und eine rasche zielgruppengerechte Erstellung unterschiedlichster Dokumentationen ermöglicht - sei es für Print, Online oder jede beliebige Art von Ausgabegerät.

Entscheidende Wettbewerbsvorteile

In vielen Kundenprojekten hat sich gezeigt, dass durch eine intelligente Kombination von Content Management und Knowledge Management zu Smart Information Management „intelligente“ beziehungsweise „smarte“ Inhalte entstehen, welche die Voraussetzung dafür sind, dass die richtige Information stets zum richtigen Zeitpunkt und in der gewünschten Form auf einem beliebigen Endgerät vorliegt. Dies beschleunigt zum Beispiel die Erstellung von Dokumentationen, vereinfacht Redaktionsprozesse, hilft dabei, Kundenanfragen schnell und umfassend zu beantworten, erleichtert das Erschließen von innovativen Geschäftsmodellen und senkt Kosten. Kurz gesagt: Smart Information Management unterstützt dabei, mehr Qualität bei höherer Quantität zu geringeren Kosten zu erreichen. -sg-

Martina Tomaschowski, Kaiserslautern

Empolis Information Management GmbH, Kaiserslautern, Tel. 0631/68037-0, http://www.empolis.com

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