Interview mit Autosen

Andrea Gillhuber,

Sensordaten: Der Schlüssel zur Cloud

Das IoT-Ecosystem io-key bringt Sensordaten in die Cloud. Basierend auf offenen Standards und Plug-and-Play-Ansatz werden die Sensordaten ohne Programmieraufwand oder Eingriff in die IT-Infrastruktur in der Cloud zur Verfügung gestellt. Wie das konkret funktioniert, erläutert Philipp Boehmert von Autosen.

Wie wird io-key konkret in einem Fertigungsunternehmen eingesetzt?

Philipp Boehmert, Marketing & eCommerce bei Autosen. © WBM

Immer dann, wenn Betriebsdaten und Anlagenzustände online überwacht und bearbeitet werden sollen oder bei Grenzwertüberschreitungen autarke Alarme und Schaltvorgänge gefordert sind, findet der io-key Anwendung. Er bringt praktisch jede Form von Sensordaten unabhängig vom Messprinzip in die verschiedensten Cloud- und Softwareumgebungen, die technischen Anforderungen sind gering. Damit ist die Bandbreite potenzieller Anwendungen nahezu unbegrenzt. In der Praxis aber wird der io-key häufig dort eingesetzt, wo keine SPS vorhanden ist, etwa zur zentralen Überwachung von Temperaturen oder Füllständen in dezentralen Silos oder Tanks. Aber es gibt auch Anwender, die SPS-Daten über den io-key in die Cloud übertragen und so beispielsweise die Durchsätze ihrer Maschinen für die Produktionsplanung erfassen.

Mit welcher am Markt etablierten Technologie lässt sich io-key am ehesten vergleichen und welchen Mehrwert bietet io-key gegenüber dieser Technologie?

Anzeige

Der io-key ist ein Universalschlüssel für das IIoT, insofern ist er nicht vergleichbar. Verwandte Technologien wie beispielsweise proprietäre Sensor-to-Cloud-Lösungen bilden allenfalls einen kleinen Ausschnitt der Möglichkeiten ab. Das Komplettpaket io-key besteht aus Gateway, SIM, Cloud-Plattform mit integrierten Dashboards und grafischen Programmieroberflächen sowie vielfältigen Schnittstellen auf Basis offener Standards – alles Dinge, die bei konventionellen Verfahren mit erheblichem Aufwand und hohen Kosten erst einmal integriert werden müssen, sofern das im Einzelfall überhaupt möglich ist.

Die Sensordaten sind in der Cloud. Wie geht es weiter und wie können Autosen und seine Vertriebspartner dabei unterstützen?

Der erste Schritt ist die Erfassung, Überwachung und Archivierung der Daten in der Cloud  – für viele Anwender schon ein Quantensprung. Der Funktionsumfang des io-key reicht jedoch erheblich weiter. Er kann zusätzlich auch Alarm- und Schaltvorgänge ausführen. Bei unveränderter Grundkonfiguration  – der io-key empfängt Sensordaten über IO-Link und überträgt sie via Mobilfunk in die Cloud  – hat der Nutzer nun darüber hinaus die Option, Alarm- und Schaltvorgänge in den verbundenen io-keys zu initiieren. Diese können nach der Aktivierung auch unabhängig von der Cloud beziehungsweise von dem Übertragungsintervall der Sensordaten in Echtzeit erfolgen. In dieser autarken, hoch responsiven Anwendung können selbst kritische Prozesse zuverlässig und sicher überwacht werden. Selbst ganze Prozessketten können ohne nennenswerten Programmieraufwand definiert werden, etwa von der Sensorik über die Unternehmenssoftware bis zur Warenwirtschaft. Unsere Kunden sind applikationsseitig zugegebenermaßen weiter als wir  – unser Fokus liegt auf der Weiterentwicklung und Bereitstellung der universellen io-key-Technologie und der erforderlichen Schnittstellen, und das im engen Dialog mit der io-key-Community.

Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Anzeige

Akquisition

Wettbewerbsfaktor Know-how

Auf der Motek wurde aus SKF Motion Technologies Ewellix. Wir sprachen mit Swen Wenig, Geschäftsführer von Ewellix in Deutschland, über die Vorteile von Know-how und der Automatisierungstechnik als Wachstumsmarkt.

mehr...
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige

Newsletter bestellen

Immer auf dem Laufenden mit dem SCOPE Newsletter

Aktuelle Unternehmensnachrichten, Produktnews und Innovationen kostenfrei in Ihrer Mailbox.

AGB und Datenschutz gelesen und bestätigt.
Zur Startseite