Scope Online - Industriemagazin für Produktion und Technik
Sie befinden sich hier:
Home> Märkte + Unternehmen> Das Porträt> „Make the difference“

Werkzeugmaschinen„Make the difference“

Dr. Robert Wassmer, Präsident von MAG IAS

sep
sep
sep
sep
Werkzeugmaschinen: „Make the    difference“

MAG IAS hat innerhalb weniger Monate mehrere Firmen übernommen - mittlerweile sind es 13 Unternehmen. Was sind die drei wichtigsten Aspekte Ihrer Strategie?

An erster Stelle steht die Konsolidierung des Unternehmensverbundes. Dazu müssen die Synergien in der Produktion weiter ausgebaut und vor allem Redundanzen vermieden werden. Nur so können wir ein nachhaltiges und stetiges Wachstum erreichen. Auch der Bereich F&E ist sehr wichtig. Wir sehen unsere Stärke im Bereich Technologie und Innovation und einem breiten Angebot an hochwertigen Maschinen, die dem Kunden klare Kostenvorteile in seiner Produktion bieten. Dritter wichtiger Punkt in unserer Unternehmensphilosophie ist der Bereich Service und technische Dienstleistungen. Hier gehen wir weit über bisher übliche Service- und Wartungskonzepte hinaus. Wir begleiten den Kunden während der gesamten Lebenszeit der Maschine und liefern ihm auf Wunsch auch die benötigten Werkzeuge und Betriebsstoffe. Neue Geschäftsmodelle runden das Angebot ab.

Anzeige

Flexibilität und Verfügbarkeit sind die Schlagwörter in der Produktion. Gehen in einem so großen Firmenverbund die Uhren nicht eher langsamer?

MAG Industrial Automation Systems ist kein typischer Konzern. Unser Leitbild wird durch die Begriffe Technology, Speed, Flexibility und Service beschrieben und daher besteht unser Ansatz darin, die Stärken des weltweit agierenden großen Unternehmens zum Beispiel in den Bereichen Produktportfolio und globaler Präsenz im Bereich Sales und Service mit den traditionellen Stärken von mittelständischen Unternehmen zu verbinden. Zum Thema Verfügbarkeit könnte man verschiedene Beispiele anfügen. Etwa die Qualität und Robustheit unserer Maschinen, die von Kunden hoch geschätzt wird, aber auch neue Ansätze, die wir im Rahmen des Gesamtkonzepts unserer Division MAG Maintenance Technologies aufbauen. Das zentrale Lager für Ersatzteile wird uns erlauben, dass Kunden innerhalb von 24 Stunden ihr benötigtes Ersatzteil bekommen.

Ihr Unternehmen hat eine eigene CNC-Steuerung entwickelt. Was kann die, was andere nicht können?

Zunächst einmal wissen wir als Maschinenhersteller genau, was die Anwender erwarten und was unsere Maschinen leisten können. Unsere Steuerungen sind daher individuell auf die jeweilige Maschine abgestimmt und ermöglichen so eine optimale Performance. Ein weiterer Vorteil: Die Oberfläche der Software ist sehr übersichtlich. Daher ist die Steuerung äußerst einfach zu bedienen.

Sie schließen den Produktionsstandort Ludwigsburg. Wo sehen Sie Optimierungsbedarf beim Standort Deutschland und was schätzen Sie an ihm?

Die Schließung des Standortes Ludwigsburg hängt mit der internen Konsolidierung zusammen. Deshalb darf sie nicht getrennt von unseren anderen Aktivitäten betrachtet werden. Schließlich werden unsere anderen Werke in Deutschland fit für die Zukunft gemacht. Insgesamt sehe ich den Standort Deutschland im internationalen Vergleich gut aufgestellt. In den vergangenen Jahren hat sich einiges getan, doch jetzt dürfen wir uns nicht zufrieden zurücklehnen. Wir müssen weiter an uns arbeiten, um im internationalen Wettbewerb zu bestehen.

MAG ist ein internationaler Konzern. In welchen Märkten sehen Sie die stärksten Wachstumsmöglichkeiten?

Vor allem in Asien und Osteuropa, speziell in Russland steigt der Bedarf an Maschinen rasch. Deshalb sind wir an diesen Märkten direkt vor Ort vertreten, um schnell und flexibel auf die Anforderungen unserer Kunden reagieren zu können.

Worin sehen Sie Ihre Hauptaufgabe als Präsident im Unternehmen?

Ich sehe zwei Hauptaufgaben: Zum einen will ich mit meinen Geschäftsleitungskollegen MAG weiter auf der Erfolgsspur halten und zum anderen aus den einzelnen Unternehmen eine Einheit formen, die einen Spitzenplatz im internationalen Werkzeugmaschinenbau hält. Welchen Stellenwert haben die Aus- und Weiterbildung in Ihrem Unternehmen?
Einen sehr hohen. Als innovatives Unternehmen, das auch für die Qualität seiner Produkte bekannt ist, brauchen wir gut ausgebildete Mitarbeiter.

Wie gehen Sie mit dem Nachwuchsmangel um?
Die Ausbildung von jungen Menschen hat bei MAG Priorität. Im Moment werden etwa 150 Jugendliche in den einzelnen Mitgliedern der Gruppe ausgebildet. Dies ist eine Maßnahme, um dem sich generell in Deutschland abzeichnenden Nachwuchsmangel zu begegnen. Im Ingenieursbereich setzen wir auf eine enge Zusammenarbeit mit den Universitäten und natürlich auf attraktive Angebote für Diplomanten.

Anzeige
Diesen Artikel …
sep
sep
sep
sep
sep

Weitere Beiträge zum Thema

Geschäftsjahr 2017Hermle erzielt nach vorläufigen Zahlen leichtes Umsatzplus

Die Maschinenfabrik Berthold Hermle AG konnte ihren Konzernumsatz 2017 nach vorläufigen Berechnungen auf rund 402 Mio. Euro leicht erhöhen (Vj. 394,0 Mio. Euro). Zuwächse erzielte der schwäbische Werkzeugmaschinenhersteller vor allem im Inland, während der Auslandsumsatz weitgehend stabil blieb.

…mehr

RekordumsatzManz erzielt höchstes Umsatzvolumen der Unternehmensgeschichte

Hightech-Maschinenbauer Manz erzielte im Geschäftsjahr 2017 mit 325 Mio. Euro einen Rekordumsatz, rund 41 % über Vorjahresniveau.

…mehr
Spatenstich am Stammsitz Salach

Spatenstich für neuen Fertigungs- und...Emag erweitert am Stammsitz Salach

Am 5. März erfolgte der erste Spatenstich für den neuen Fertigungs- und Bürotrakt der Emag Gruppe in Salach zusammen mit Verantwortlichen aus dem Unternehmen, der Baufirmen und der Politik.

…mehr
Bearbeitungszentren mit Drehtisch

Bearbeitungszentren mit DrehtischDrei Achsen und ein Drehtisch

Zur Produktion von Sonderwerkzeugen verwendet die Firma Jongen 3-Achs-Bearbeitungszentren in Kombination mit einem 2-Achs-Drehtisch von pL Lehmann. Auf diese Weise ist eine 5-Achs-Bearbeitung möglich, und gleichzeitig bleibt das Unternehmen auch bei der Herstellung anspruchsvollster Werkzeuge flexibel.

…mehr
Jugendsonderschau

Metav 2018Jugendsonderschau: Metallberufe in Szene gesetzt

"Mach was mit Zukunft. Deine Chance im Maschinenbau" so lautet das Motto der Jugendsonderschau auf der Metav 2018 in Düsseldorf.

…mehr

Neue Stellenanzeigen