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Linearsysteme, WälzlagerDie Welt der Wälzlager

Die Welt der WälzlagerDas Familienunternehmen Findling Wälzlager steht heute im Rampenlicht des internationalen Wälzlager-Marktes. Entstanden aus einem Berliner Warenhandel, hat es sich im Laufe von 90 Jahren zu einem der führenden europäischen Anbieter entwickelt. Anlässlich des Jubiläums stellt SCOPE-Redakteur Michael Stöcker das Unternehmen vor.Heute beliefert das Karlsruher Familienunternehmen Findling Wälzlager die deutsche und europäische Industrie mit hochwertiger Wälzlagertechnik aus der ganzen Welt. Gegründet wurde die Firma in Berlin und im gleichen Jahr 1918, in dem der Sozialdemokrat Philipp Scheidemann am gleichen Ort die Weimarer Republik ausrief. Der Unternehmer Anton Findling war es, der – ausgehend von einem Warenhandel – den Aufbau einer Wälzlager-Produktion wagte. Der Weg ist das Ziel Was damals ins Rollen kam, hat sich bis in unsere Tage zu einem vielseitigen Anbieter von Komplettlösungen auf dem Gebiet der Wälzlager- und Lineartechnik entwickelt. Seit 90 Jahren besteht das Unternehmen nunmehr. Firmenhistorisch betrachtet eine beachtliche Zeit. Und doch, gemessen an der Geschichte der Wälzlagertechnik nur eine kurze Periode – wenn man bedenkt, dass hölzerne Zylinderlager schon um 700 v. Chr. bei den Kelten für Kampfwagen verwendet und bereits 3000 v. Chr. von den Ägyptern beim Bau der Pyramiden eingesetzt wurden. Kurz nach der Gründung – während der Goldenen Zwanziger – erlebte das Unternehmen eine wirtschaftliche Aufwärtsentwicklung, die sich durch die Jahre der relativen politischen Entspannung fortsetzte und den jungen Betrieb sogar weitgehend unbeschadet das Dritte Reich überstehen ließ. Aus dem in Berlin gegründeten Warenhandel war eine gut gehende Wälzlagerproduktionsstätte geworden. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges, zog es Firmengründer Anton Findling 1945 zu seinen Wurzeln nach Baden zurück. Die Region galt unmittelbar nach dem Krieg als wieder auferstehender Kernpunkt des deutschen Maschinenbaus. Trotz jener wirtschaftlich recht turbulenten Jahre und der in Nachkriegszonen zersplitterten Region gelang es Anton Findling wieder, eine Produktionsstätte von Kugellagern zu etablieren: Kugellager wie später auch andere Wälzlagertypen waren im Zuge des Wiederaufbaus und der fortschreitenden Industrialisierung stark nachgefragt. Am neuen Standort in Ettlingen vor den Toren von Karlsruhe, wurden zunächst Axialdrucklager der 51-, 52- und 53-er Baureihen gefertigt. Im Jahr 1963 – also 18 Jahre später – übernahm, bedingt durch den Tod des Gründers, der Sohn Klaus-Peter Findling den Betrieb. Als erster deutscher Unternehmer importierte er japanische Wälzlager – damals eine „Revolution“. Er begründete damit eine Vorreiterrolle im Sinne des Global Sourcing, lange bevor dieser Begriff „globalisiert“ wurde. Ab 1975 wurde das breite Produktangebot dann durch Kooperationen mit Herstellern aus Osteuropa, Korea und China gezielt ausgebaut. Durch die globalen Aktivitäten von Findling konnten innovative Produkte qualifizierter Hersteller aus aller Welt in das Portfolio integriert werden. Damit war die Grundlage gelegt für die spätere Entwicklung der heute angebotenen ABEG-Methode. Komplettservice als Erfolgsrezept

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Das Porträt: Die Welt  der Wälzlager
Das Familienunternehmen Findling Wälzlager steht heute im Rampenlicht des internationalen Wälzlager-Marktes. Entstanden aus einem Berliner Warenhandel, hat es sich im Laufe von 90 Jahren zu einem der führenden europäischen Anbieter entwickelt. Anlässlich des Jubiläums stellt SCOPE-Redakteur Michael Stöcker das Unternehmen vor.

Heute beliefert das Karlsruher Familienunternehmen Findling Wälzlager die deutsche und europäische Industrie mit hochwertiger Wälzlagertechnik aus der ganzen Welt. Gegründet wurde die Firma in Berlin und im gleichen Jahr 1918, in dem der Sozialdemokrat Philipp Scheidemann am gleichen Ort die Weimarer Republik ausrief. Der Unternehmer Anton Findling war es, der – ausgehend von einem Warenhandel – den Aufbau einer Wälzlager-Produktion wagte.

Der Weg ist das Ziel

Was damals ins Rollen kam, hat sich bis in unsere Tage zu einem vielseitigen Anbieter von Komplettlösungen auf dem Gebiet der Wälzlager- und Lineartechnik entwickelt. Seit 90 Jahren besteht das Unternehmen nunmehr. Firmenhistorisch betrachtet eine beachtliche Zeit. Und doch, gemessen an der Geschichte der Wälzlagertechnik nur eine kurze Periode – wenn man bedenkt, dass hölzerne Zylinderlager schon um 700 v. Chr. bei den Kelten für Kampfwagen verwendet und bereits 3000 v. Chr. von den Ägyptern beim Bau der Pyramiden eingesetzt wurden. Kurz nach der Gründung – während der Goldenen Zwanziger – erlebte das Unternehmen eine wirtschaftliche Aufwärtsentwicklung, die sich durch die Jahre der relativen politischen Entspannung fortsetzte und den jungen Betrieb sogar weitgehend unbeschadet das Dritte Reich überstehen ließ.

Aus dem in Berlin gegründeten Warenhandel war eine gut gehende Wälzlagerproduktionsstätte geworden. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges, zog es Firmengründer Anton Findling 1945 zu seinen Wurzeln nach Baden zurück. Die Region galt unmittelbar nach dem Krieg als wieder auferstehender Kernpunkt des deutschen Maschinenbaus. Trotz jener wirtschaftlich recht turbulenten Jahre und der in Nachkriegszonen zersplitterten Region gelang es Anton Findling wieder, eine Produktionsstätte von Kugellagern zu etablieren: Kugellager wie später auch andere Wälzlagertypen waren im Zuge des Wiederaufbaus und der fortschreitenden Industrialisierung stark nachgefragt. Am neuen Standort in Ettlingen vor den Toren von Karlsruhe, wurden zunächst Axialdrucklager der 51-, 52- und 53-er Baureihen gefertigt.

Im Jahr 1963 – also 18 Jahre später – übernahm, bedingt durch den Tod des Gründers, der Sohn Klaus-Peter Findling den Betrieb. Als erster deutscher Unternehmer importierte er japanische Wälzlager – damals eine „Revolution“. Er begründete damit eine Vorreiterrolle im Sinne des Global Sourcing, lange bevor dieser Begriff „globalisiert“ wurde.

Ab 1975 wurde das breite Produktangebot dann durch Kooperationen mit Herstellern aus Osteuropa, Korea und China gezielt ausgebaut. Durch die globalen Aktivitäten von Findling konnten innovative Produkte qualifizierter Hersteller aus aller Welt in das Portfolio integriert werden. Damit war die Grundlage gelegt für die spätere Entwicklung der heute angebotenen ABEG-Methode.

Komplettservice als Erfolgsrezept

Seit sieben Jahren nun leitet Klaus Findling (37) – Enkel von Klaus-Peter Findling – das Unternehmen in dritter Generation. Er konzipierte und realisierte kurz nach der Übernahme der Geschäfte im Jahr 2001 die ABEG-Methode. Dabei handelt es sich um einen überaus differenzierten Wegweiser durch den Dschungel der Produktvielfalt, der die Chancen der Globalisierung für Anwender in vielfältiger Weise nutzbar macht. Mit diesem Datenbank gestützten Auswahl- und Entscheidungswerkzeug hat der Wirtschaftsingenieur ein umfassendes Praxistool für den Maschinen- und Anlagenbau geschaffen, das sowohl technische als auch wirtschaftliche Auswahlkriterien berücksichtigt. Davon profitieren neben der Konstruktion alle Abteilungen, ob Einkauf, Produktion, Logistik oder Qualitätssicherung und bereichsübergreifend das Management. Und mit seiner Quickfinder-Softwarefamilie, einem Internet basiertem Instrumentarium, kommt Findling den Kundenanforderungen praxisgerecht entgegen. Beschaffer und Konstrukteure können von überall her damit schnell suchen und zuverlässig das richtige Wälzlager auswählen.

ABEG ist als Dachmarke konzipiert und verschafft Findling ein Alleinstellungsmerkmal inmitten der Hersteller und Händler. Unter den vier Leistungsklassen des Systems (Premium, Supra, Eco, Easyroll) finden sich die Fabrikate und Produkte von Wälzlager-Herstellern aus der ganzen Welt – und seit 2006 gilt das auch für die Lineartechnik. Das gesamte Produktsortiment wird in einer einheitlichen Sprache erfasst, die das Angebot der Wälzlagertechnologie des Weltmarkts übersichtlich und transparent macht. Dabei sieht es Findling heute als seinen Auftrag an, ständig nach neuen, wettbewerbsfähigen Produkten zu suchen und das Wissen um diese Angebots- und Leistungsvielfalt zu erweitern. Das macht das Karlsruher Unternehmen heute zu einem gefragten Partner deutscher Maschinen- und Anlagenbauer für die qualifizierte Auswahl und Optimierung des Wälzlagerbedarfs.

Michael Stöcker (stoecker@hoppenstedt.de)

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