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Antriebstechnik, Misch- und DosiertechnikDosieren und Antreiben

Im Jahre 1927 begann Walter J. Hilger mit dem Vertrieb von Spritzpistolen und Keilriemen. Heute gehört die Hilger u. Kern/Dopag Gruppe zu den weltgrößten Herstellern von Dosier- und Mischanlagen. Dr. Peter Stipp hat sich diese Entwicklung etwas näher angesehen.
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Antriebstechnik: Dosieren und   Antreiben

Die Hilger u. Kern / Dopag Gruppe gehört mit über 300 Mitarbeitern, 8 Auslandsgesellschaften und 24 Distributoren zu den weltgrößten Herstellern von Dosier- und Mischanlagen aller gängigen Verfahren.

Hinzu kommt ein vielfältiges Programm von Förderpumpen für die Materialversorgung direkt aus Originalgebinden, sowie ein breites Portfolio von Auslass- und Dosierventilen. Interessant für den Anwender ist, dass über Standardsysteme hinaus auch kundenspezifische- und maßgeschneiderte Lösungen für spezielle Anwendungen entwickelt werden.

Die Hilger u. Kern / Dopag Gruppe verfügt über eine weltweite Verkaufs- und Serviceorganisation und ist daher in der Lage, entsprechende Dienstleistungen über ihre Niederlassungen und Vertriebspartner anzubieten. Die jüngste Gründung einer Dopag Vertriebsniederlassung war 2007 in Newport Beach (Kalifornien). Innerhalb dieser Gruppe ist die Hilger u. Kern Industrietechnik, mit Sitz in Mannheim, eines der führenden Unternehmen für technisch hochwertige und innovative Investitionsgüter aus Deutschland. Zu den Produktsegmenten zählen Antriebstechnik, Dosiertechnik, Industrieelektronik, Schwingungstechnik und Spritztechnik.

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Wie alles begann…

Die Wurzeln des Unternehmens Hilger u. Kern gehen zurück bis 1927. In diesem Jahr hat Walter J. Hilger in Ziegelhausen bei Heidelberg das Unternehmen gegründet. Kerngeschäft war der Vertrieb von Spritzpistolen und Keilriemen aus amerikanischer Herstellung. Aufgrund der qualitativ hochwertigen Produkte hat sich das Unternehmen schnell entwickelt und wurde zu einer festen Größe im Markt. 1936 übernahm Wilhelm Kern die Geschäftsführung – und es entstand das Handelshaus Hilger u. Kern. Nach über 80 Jahren ist das Unternehmen immer noch im Familienbesitz. Geschäftsführender Gesellschafter ist heute Frank-Joachim Kern.

Die Dopag (Dosiertechnik und Pneumatik AG) wurde 1976 im schweizerischen Cham gegründet und befindet sich heute im mehrheitlichen Besitz der Hilger u. Kern GmbH. Bei Dopag wurde die Basis für die erfolgreiche Entwicklung der industriellen Dosier- und Mischtechnik gelegt. In enger Zusammenarbeit mit Hilger u. Kern wurde das Produktportfolio von Anfangs einfachen Dosiereinheiten in Richtung Mehrkomponenten Dosier- und Mischanlagen kontinuierlich ausgebaut. Heute sind echtzeitgesteuerte Systeme für den Einsatz am Roboter schon fast Stand der Technik. Mit der neuesten Entwicklung eines Zahnradpumpen-Dosiersystems ist es gelungen, dass nicht nur die Austragsrate der Verfahrgeschwindigkeit proportional ist, sondern dass gleichzeitig auch die Austragsmenge unbegrenzt ist. Das Resultat ist ein deutlich verbesserter Produktionsablauf und somit eine wirtschaftlichere Produktion bei automatisierten Klebeapplikationen. Eine Dosier- und Mischanlage der neueren Generation wird bei der Herstellung von Rotorblättern für Windkrafträder eingesetzt. Hierbei sind beispielsweise Materialmengen von 1,2 bis 1,5 Tonnen pro Arbeitsgang aufzubereiten. Antriebsmotor für die expansive Entwicklung beider Unternehmen war und ist ein markt- und qualitätsorientiertes Denken und Handeln.

Nachwuchs ausbilden

Innovative Lösungen, hohe Qualität der Produkte und Dienstleistungen, Liefersicherheit und vor allem eine intensive Kundenbetreuung sind auch heute Basis für den Erfolg dieser Unternehmensgruppe. Aber gerade letzteres kann nur dann erreicht werden, wenn von der Planung über die Inbetriebnahme bis hin zum Vor-Ort-Service entsprechend ausgebildete Mitarbeiter zur Verfügung stehen. Genau das ist die Stärke der Hilger u. Kern/Dopag Gruppe. Und da es immer schwieriger wird, geeignete Mitarbeiter/innen für anspruchsvolle Aufgaben im Unternehmen zu finden, wird der Ingenieursachwuchs in Zusammenarbeit mit der Berufsakademie Baden-Württemberg selbst ausbildet. In der Unternehmensgruppe sind die Abläufe aller unternehmerischen Vorgänge nach DIN EN ISO 9001:2000 zertifiziert. Anlagen und Produkte werden CB-konform entwickelt und gebaut.

„Wir zählen“, so Geschäftsführer Frank-Joachim Kern, „zu den führenden Häusern für technisch hochwertige und innovative Investitionsgüter in Deutschland. Neben der Sparte Dosiertechnik, beschäftigen wir uns auch in den Bereichen Antriebstechnik, Industrieelektronik, Schwingungstechnik und Spritztechnik. In der Antriebstechnik haben wir mit der Ebene des Gummikeilriemens der 20iger Jahre nichts mehr gemein. Heute prägen form- und reibschlüssige Hochleistungs-Antriebsriemen aus Polyurethan oder Elastomeren in Premiumqualität unsere Aktivitäten. In gleichem Atemzug sind aber auch die entsprechenden Komponenten wie Riemenscheiben und Spannelemente zu nennen“.

Die Zugehörigkeit zu Kooperationen wie Mulco für den PU-Bereich und p-d-m für die elastomeren Produkte stärken die Marktposition des Unternehmens nicht unerheblich. Im Bereich der Industrieelektronik werden Rechner zur Steuerung der Dosier- und Mischanlagen, Messinstrumente zur Kontrolle von Riemenspannung sowie ein Leckagesuchgerät für pneumatische Anlagen entwickelt und gebaut. Hinzu kommen spritztechnische Anlagen für Sonderanwendungen aus dem Bereich Spritztechnik sowie Gummi-Metall-Elemente aus dem Segment der Schwingungstechnik.

Dr. Peter Stipp / stipp@hoppenstedt.de

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