Werkzeuge

Wollschläger will sich über Insolvenzverfahren sanieren

Die Geschäftsleitung der Wollschläger GmbH & Co. KG hat am 1. August beim zuständigen Amtsgericht in Bochum Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens für das Traditionsunternehmen gestellt. Die zu Wollschläger gehörende Hommel Gruppe sei nicht betroffen, heißt es.

„Wir wollen die Chance nutzen, mit den Instrumenten der Insolvenzordnung unser Handelsgeschäft so reibungslos wie möglich fortzuführen sowie unsere Finanzierung und unsere Bilanzstruktur neu aufzustellen“, erklärt Geschäftsführer Carsten Wollschläger.

Wollschläger weiter: „Wir alle werden den vorläufigen Insolvenzverwalter dabei unterstützen, unsere wirtschaftliche Gegenwart zügig zu verstehen und die Zukunft unseres Handelsunternehmens zu gestalten“.

Der vorläufige Insolvenzverwalter Andres hat bereits die notwendigen Maßnahmen eingeleitet, das Insolvenzgeld für die rund 580 Beschäftigten vorzufinanzieren. Damit seien Löhne und Gehälter für zunächst drei Monate abgesichert.

Der Antrag war geboten, nachdem das Unternehmen im Frühjahr 2016 von aktuellen Finanzierungsauflagen der kreditgebenden Banken abgewichen war. Die dann vereinbarte Suche nach einem starken Investorenpartner für das Handelsgeschäft des Familienunternehmens war am Wochenende trotz weit fortgeschrittener Verhandlungen ergebnislos geblieben.

Hommel-Gruppe nicht betroffen

Die zur Wollschläger-Gruppe gehörige Hommel-Gruppe, eine Vertriebs-, Beratungs- und Servicegesellschaft für CNC-Werkzeugmaschinen, handelt und wirtschaftet unverändert autark und unabhängig und ist von dem Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens nicht betroffen. Mitarbeiter und Geschäftsführung der Hommel Gruppe legen in einer Pressemitteilung Wert auf die Feststellung, dass das Unternehmen als Tochtergesellschaft der Firma Wollschläger
von der Anordnung des vorläufigen Insolvenzverfahrens der Wollschläger GmbH & Co. KG nicht betroffen ist. Geschäftsführer Gisbert Krause: „Wir als Hommel Gruppe werden alle Aktivitäten als Vertriebs-/Beratungs- und Servicegesellschaft für CNC-Werkzeugmaschinen in Deutschland  mit knapp 370 Mitarbeitern und dem bestehenden Produktprogramm wie gewohnt fortführen.“ Damit, so der Geschäftsführer weiter, ist sichergestellt,  dass „alle Kunden wie bisher uneingeschränkt vom bestehenden Know-how, dem eingespielten deutschlandweiten Vertriebs- und Servicenetz und den innovativen Fertigungslösungen profitieren können.“

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Mehr über Wollschläger

Die Wollschläger-Gruppe ist ein modernes Handels-, Technik- und Dienstleistungsunternehmen sowie führender Systemanbieter in der Materialwirtschaft. Sie erwirtschaftet mit bundesweit rund 580 Beschäftigten einen durchschnittlichen Jahresumsatz von knapp 140 Millionen Euro.

Die Traditionsfirma Wollschläger, seit über 70 Jahren in Bochum ansässig, ist ein international agierendes Familienunternehmen. Mit über 55.000 Katalogartikeln – darunter 20.000 Eigenmarken – und rund 400.000 Beschaffungsartikeln verfügt sie über das umfangreichste Produktspektrum der Branche.

Am Firmensitz in Bochum arbeiten derzeit 411 Beschäftigte, in Dillingen 18, in Hamburg 29, Hannover 25, in Koblenz 13, in Mannheim mit Betreuungsbereich Freiburg im Breisgau 31, in München 28 und in Troisdorf 32.

Durch diverse Maßnahmen zur dauerhaften Kostensenkung, e-Procurement und Optimierung von Bestellprozessen bietet Wollschläger seinen Kunden Lösungen für anspruchsvolle Aufgaben.

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