Silikonformteile u.a.

Eine zentrale Rolle

für die Funktion der Dampfgargeräte von Imperial spielen Schlauchverbindungen. Dabei wiederrum ist die Auswahl des richtigen Werkstoffs von großer Bedeutung. Denn zum Anforderungsprofil gehören beispielsweise die Punkte Dampfbeständigkeit bis 100 Grad und Lebensmittelechtheit.

Auf der Suche nach der geeigneten Lösung traf der Hersteller auf den Zulieferer BIW Isolierstoffe, Ennepetal. Das mittelständische Unternehmen bietet Kompetenz vor allem auf drei Gebieten: Erstens, Kabelschutzsysteme und Schläuche, bei deren Herstellung Textilverarbeitungstechnologien von Glasseide und die Verarbeitung von Silicon zusammentreffen; zweitens, die Produktion von Formteilen aus flüssigem Silicon (Liquid Silicon Rubber); und drittens, die Fertigung von Extrudaten aus hochtemperaturvernetzendem Synthesekautschuk. Im Fall der Schlauchverbindungen für die Dampfgargeräte konnte BIW durch seine Beratung sowie die Ausrichtung der Eigenschaften des Werkstoffs im eigenen Entwicklungslabor überzeugen. Die Wahl fiel auf flüssiges Silicon. Basierend auf der platinkatalysierten Additionsvernetzung lassen sich diesem Werkstoff bestimmbare Eigenschaften zuweisen.

Formteile aus Liquid Silicon Rubber – kurz LSR genannt – erlangen eine bestmögliche Vernetzungsdichte und erfüllen hohe Anforderungen an das Migrationsverhalten in der Lebensmittel-, Medizin- und Elektrotechnik sowie der Automobilindustrie. Dabei vermag man im Hause BIW mit Hilfe komplexer Verfahrenstechnik, dem Einsatz bestimmter Additive sowie einer Wärmenachbehandlung unterschiedliche Formen und Materialeigenschaften in der LSR-Spritztechnologie zu realisieren. Mit einer weitgehend vollautomatischen Prozesssteuerung nutzt der Zulieferer auch die Vorteile des Werkstoffs in wirtschaftlicher Hinsicht.

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Eine weitere Herausforderung bei diesem Projekt lag im Werkzeugkonzept – vorgegeben durch die Form des Schlauchs. Dabei galt es, die Entformung eines Schlauchkrümmers aus flüssigem Silicon auf unterschiedlichen Geometrieebenen zu bewältigen. Denn der Schlauch ist mehrfach gebogen und weist an einem Ende einen größeren Durchmesser als im sich verjüngenden Innendurchmesser auf. Dazu Imperial-Konstrukteur Thomas Metz: „Im Prinzip hätten dies auch andere Hersteller leisten können. Tatsächlich haben wir sogar zunächst selbst Werkzeuge zum Herstellen von Prototypen angefertigt. So wurde aber auch klar, dass im konventionellen Umgang mit diesen Werkzeugen das Bauteil viel zu teuer geworden wäre“. Gefragt war also eine wirtschaftlichere Lösung, und das schnell.

Um das zu erreichen, entwickelte der Zulieferer ein neuartiges Werkzeugkonzept, das zuvor noch nie eingesetzt worden war. „Das funktionierte zwar nicht ganz planmäßig. Bei einer neuen Technologie gibt es immer dieses Risiko. Die vorausschauende Strategie von BIW hat dies aber aufgefangen, indem die aus der Neuentwicklung resultierenden Werkzeugkomponenten bereits so konzipiert wurden, dass sie in jedem Fall auch in anderen Verfahren anwendbar sind. Unser Vorteil bei der Zusammenarbeit mit BIW lag so neben dem wirtschaftlichen Vorteil in der Risikominderung und im Zeitgewinn. Unsere Produktion startete pünktlich“, so Thomas Metz.ms

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