Montagetechnik

Weniger Ausschuss in der Fertigung

Diesem Wunsch vieler Betriebe möchte Atlas Copco mit neuen Werkzeugen beziehungsweise Konzepten entgegenkommen, die das Unternehmen auf der Motek präsentiert. Dazu zählen beispielsweise der QST-Einbauschrauber mit der Steuerung Power Macs 4000. Verglichen mit den Vorgängern laufen so Spindeln dank einer neuen Motorengeneration um bis zu 67 Prozent fixer. Auch die Abschaltautomatik reagiere noch schneller als beim Vorgänger – und das bei mindestens ebenso hoher Genauigkeit und Lebensdauer, betont der Hersteller.

Der Power Macs 4000 unterstützt alle gängigen Schraubstrategien und hält damit für jeden Schraubfall das optimale Anziehverfahren bereit. So lassen sich beispielsweise Setzerscheinungen leicht kompensieren, denn mit der Dyna-Tork-Funktionalität wird das Drehmoment über einen vordefinierten Zeitraum konstant gehalten. Dabei prüft die Steuerung stets, ob der Montageprozess korrekt durchgeführt wird und dokumentiert die Ergebnisse. Mit höchster Prozesssicherheit lasse sich auf diese Weise die Null-Fehler-Montage umsetzen. Doppelte, digitale Messwertaufnehmer in der QST-Spindel sollen dies selbst bei Ausfall eines Sensors sicherstellen, verspricht Atlas Copco. Ein eigener Werkzeug-Speicher dient der Dokumentation der Schraubzyklen, vermeidet Fehler – und damit Ausschuss – und meldet dem System, wenn der Anwender versucht, eine falsche Spindel anzudocken.

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Interesse dürfte auf der Messe auch der mobile Messkoffer BLM 5000 wecken, der für den Einsatz an der Linie konzipiert wurde. Mit ihm sollen Anwender schnell und einfach die Qualität von Schraubverbindungen hinsichtlich Drehmoment, Drehwinkel und sogar Vorspannkraft überprüfen. Auf diese Weise können sie die Anziehgenauigkeit beispielsweise ihrer Drehschrauber bewerten. Der BLM 5000 ist zudem das erste transportable Messgerät, mit dem sich zwei Messgrößen erfassen lassen: Drehmoment und Vorspannkraft, aus denen der Reibbeiwert berechnet wird. Damit lässt sich der Koffer viel flexibler als stationäre Reibwertprüfstände einsetzen, um etwa im Zuge der Chrom-VI-Problematik (u.a. veränderte Reibwerte) schnell Aufschluss über die Eignung einer Schraube für eine bestimmte Verbindung zu erhalten. Da der Messkoffer über zwei Eingangskanäle verfügt, können Anwender – bei Mehrfach-Schraubsystemen sehr praktisch – gleichzeitig zwei Schraubvorgänge oder einen Werkzeug- und einen Referenz-Messwertaufnehmer erfassen. Zudem kann das System zum Kalibrieren von Werkzeugen und der Analyse von Schraubfällen eingesetzt werden. Die genannten Neuerungen sind nur ein Teil des Motek-Programms. Weitere Informationen erhalten Sie per Kennziffer oder direkt beim Anbieter. sg

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