Rotorblatt

Leichter im Wind

Die Windenergieanlagen von Siemens haben sich in den vergangenen 30 Jahren gewaltig entwickelt. Die erste kommerzielle Maschine verfügte über eine Leistung von 30 Kilowatt; ihre Rotorblätter waren fünf Meter lang. Die neueste Turbinengeneration von Siemens hat eine Leistung von sechs Megawatt und Rotorblätter mit einer Länge von 75 Metern, was einem Rotordurchmesser von 154 Metern entspricht - dem Größten der Welt. Damit hat sich die Fläche, um die Energie einzufangen, sowie die Leistung der Windturbinen um das 200-fache erhöht.

Vor wenigen Wochen hat Siemens die ersten Rotorblätter des Typs B75 mit einer Länge von 75 Metern fertiggestellt. Diese werden am zweiten Prototyp der 6-MW-Offshore-Windenergieanlage des Unternehmens installiert, der in der zweiten Jahreshälfte im dänischen Østerild errichtet werden soll. Das 75 Meter lange Quantum-Rotorblatt zeichnet sich durch hohe Stabilität bei gleichzeitig geringem Gewicht aus. Das spezielle Blattprofil sorgt für optimale Leistung bei unterschiedlichen Windgeschwindigkeiten. Bei der traditionellen Herstellungsweise wäre das Rotorblatt 25 bis 50 Prozent schwerer geworden. Schwere Rotorblätter sind aber höheren Lasten ausgesetzt und erfordern stärkere Maschinenhäuser, Türme und Fundamente. Folglich wirkt sich die Kombination aus intelligentem Design und niedrigem Gewicht positiv auf die Stromentstehungskosten für Windenenergie aus.

Anzeige

Das B75 Rotorblatt ist die weltweit größte aus Glasfaser hergestellt Komponente aus einem Guss. Der Herstellungsprozess hielt einige Herausforderungen bereit: Eine Besonderheit war dabei, dass die Form aus zwei Teilen bestand um den Transport zu ermöglichen. Als einziger Hersteller von Windturbinen stellt Siemens Rotorblätter nach dem patentierten Integral-Blade-Verfahren aus einem Guss und ohne Naht- und Klebestellen her. Dadurch zeichnen sich die Rotoren durch hohe Robustheit aus und tragen so zur Kosteneffizienz der Windturbinen maßgeblich bei.ms

Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Anzeige
Anzeige

Felss setzt auf Predictive Analytics mit X-INTEGRATE

Kunden des Maschinenbauers betreiben ihre Anlagen effizienter mit einer Lösung des IBM Premium-Partners und BI-Spezialisten. Klassische Prüfintervalle werden durch einen Scoring-Prozess mithilfe eines Vorhersagemodells auf Basis IBM SPSS ersetzt.

mehr...
Anzeige
Anzeige

Highlight der Woche

Messgerät zur Überwachung der Ölfeuchte

Der EE360 von E+E Elektronik bestimmt den Feuchtegehalt von Industrie-Ölen und ermöglicht damit die vorausschauende Instandhaltung von Maschinen und Anlagen.

Zum Highlight der Woche...
Anzeige
Anzeige

Highlight der Woche

„Gravierende“ Vorteile mit Laser  

Der Laser e-SolarMark FL von Bluhm Systeme eignet sich für das Beschriften u.a. von Edelstahl oder Kunststoffe (ABS). Die Miele GmbH markiert mit diesem Laser Motorenteile.

Zum Highlight der Woche...