Kältemittel

Andreas Mühlbauer,

Klimatests ohne Leckageprüfung

Betreiber von Klimaprüfschränken müssen diese auf Dichtheit prüfen lassen. Bei Anlagen mit einem neuen Kältemittel ist dieser Zusatzaufwand nicht mehr verpflichtend. Das Kältemittel erfüllt die Anforderung der aktuellen EU-Verordnung.

Das Kältemittel erfüllt die Anforderung der aktuellen EU-Verordnung. © Weiss Umwelttechnik

Das neu entwickelte Kältemittel WT69 von Weiss Technik macht die Dichtheitsprüfung für Klimaprüfschränke überflüssig. Denn sein GWP-Wert (CO2-Äquivalenz) beträgt nur 1.357. Das ist so wenig, dass bei Klimaprüfschränken mit unter 3,68 kg Kühlmittel keine Dichtigkeitsprüfung verpflichtend ist. Die Messergebnisse der für WT69 ausgelegten Anlagen gleichen denen von Schränken mit älterem Kältemittel. Als weiterer wichtiger Vorteil sind Klimaprüfschränke zur Umweltsimulation mit WT69 zukunftssicher. Denn das früher übliche Kältemittel ist nur noch im Rahmen von Ausnahmeregelungen zugelassen.

Der Grund für die Umstellung des Kältemittels bei Klimaprüfschränken liegt in der seit 2017 gültigen EU-Verordnung 517/2014 über fluorierte Treibhausgase (F-Gase). Die regelt unter anderem die Erforderlichkeit von Dichtheitsprüfungen. Betroffen ist davon auch das Kältemittel R23 – das war bisher der Standard für den Prüfbereich von –40 bis –70 °C bei Klimaprüfschränken.

Climeevent-Prüfschränke ermöglichen Prüfungen im erweiterten Temperaturbereich bis –70 °C. © Omron

Die Häufigkeit der Prüfung hängt ab vom GWP-Wert. R23 hat einen GWP von 14.800. Ein Kilogramm R23 entspricht damit 14,8 Tonnen CO2. Ab 0,34 kg Füllung mit R23 müssen Anlagen daher jährlich auf Dichtigkeit geprüft werden. Bei Anlagen mit dem neuen Kältemittel WT69 entfällt diese Auflage für die Unternehmen und damit auch der Aufwand und die Kosten für die regelmäßige Beauftragung und Dokumentation der Prüfung.

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