Etikettieren und bedrucken

Mara Hofacker,

Zukunftsorientierte Kennzeichnung

Welche speziellen Anforderungen haben Brau- und Getränkeindustrie an die Produkt- und Verpackungskennzeichnung? Nicht nur höchste Abfüllgeschwindigkeiten sind zu beachten, sondern zudem Produktionsumgebungen mit hoher Luftfeuchtigkeit oder Strahlwasser, individuelle Kennzeichnungsanforderungen sowie die allgemein steigende Nachfrage nach vollautomatisierter Produktion. Auf der BrauBeviale in Nürnberg präsentiert Bluhm Systeme, Komplettanbieter für professionelle Kennzeichnungssysteme, in Halle 4, Stand 4-315 zahlreiche neue Beschriftungs- und Etikettiersysteme, mit denen Flaschen, Dosen, Kartons und KEGs sowie Paletten gekennzeichnet werden können.

Der Druckkopf Integra PP108. © Bluhm Systeme

Dort ist beispielsweise der neueste Druckkopf der Markoprint-Reihe ist der Integra PP108 des Tintenherstellers Seiko zu sehen. Mit bis zu 360 dpi druckt der Integra PP108 hochauflösende Schrift, Codes und Grafiken in Höhen von 1 bis zu 108 Millimetern. Der Schreibkopf verwendet eine pigmentierte Öl-Tinte, mit der auch in Graustufen gedruckt werden kann. Geschwindigkeiten von maximal 150 Metern pro Minute sind möglich.

Dreiseitige Palettenetikettierung mit AP182. © Bluhm Systeme

Die sehr kompakte Anlage des Palettenetikettierers AP182 kennzeichnet Paletten mit Hilfe eines schwenkbaren Applikatorkopfes an bis zu drei unterschiedlichen Seiten. Sieben triggerbare Verfahrwege ermöglichen nicht nur eine GS1-konforme Palettenkennzeichnung auf Stirnseite und Seite, sondern auch die Etikettierung von einer Seite mit zwei verschiedenen Etiketten. Zudem ist die dreiseitige Etikettierung von Paletten (Stirn, Seite, Rückseite) möglich. Möglich sind Spitzengeschwindigkeiten von 120 Paletten pro Stunde bei der zweiseitigen und 90 Paletten pro Stunde bei der dreiseitigen Kennzeichnung. Da der AP182 aufgrund seiner eigensicheren Bauart weder Schutzzaun noch Schutzabschrankung benötigt, reduziert die Anlage nicht nur Kosten, sondern auch Kundenaufwand. Bereits die Standardvariante beinhaltet besondere Features wie elektrischer Schieber, federgelagerter Stempel zur optimalen Applikation des Labels, Anschlussmöglichkeit eines Scanners zur Barcodekontrolle sowie Verwendbarkeit von Rollen mit 350 Millimetern Durchmesser.

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Mit Linx CIJ Bottle Coder codierte Glasflasche. © Bluhm Systeme

Mit auf der Messe sind auch weitere Produkte zur Etikettierung und Beschriftung. Die Maschine Geset 121 etwa eignet sich vor allem zur Etikettierung von runden Gebinden. Neben Etikettiertechnik präsentiert Bluhm auch neue Inkjetsysteme zur einfachen Integration in Produktionsanlagen: Die neue Markoprint Integra Serie startet mit den Drucksystemen Integra One und Integra Quadro. Die Linx-Tintenstrahldrucker der 89er Serie eignen sich, wenn unterschiedliche Oberflächen gut lesbar mit Chargeninformationen oder MHD bedruckt werden müssen. Die Systeme zeichnen sich durch eine einfache Bedienung und lange Wartungsintervalle aus. 

Weitere Beschriftungsprodukte von Bluhm sind zwei Laser: zum einen der Faserlaser e-SolarMark. Er beschriftet zum Beispiel anspruchsvolle Materialien wie Kunststoff (ABS), Edelstahl oder Folien. Markierungen sind auf durchlaufenden oder stehenden Produkten möglich. Durch den kompakten Aufbau lässt sich das System in bestehende Produktionsumfelder integrieren. Der Hochleistungslaser e-SolarMark HDM ist so konzipiert, dass er schwer zugängliche Flaschen beschriften kann, und das auch unter nassen Bedingungen und bei hohen Temperaturen. Mit extra schmal gebautem Scankopf und einem Strahlführungsmodul, das flexibel verstellbar ist, erreicht er die Flaschen in jeder Position. Der e-SolarMark HDM beschriftet sowohl Papieretiketten als auch metallisierte Etiketten gestochen scharf.

Kennzeichnungssysteme, Sensoren oder andere Produktionsmaschinen – mit der Bluhmware Cockpit-Software lassen sich alle per Ethernet und WLAN ansteuerbaren Geräte einbinden und per Drag & Drop in Produktionsumgebungen (Cockpits) abbilden. 

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