Grünes Methanol

Methanol aus grüner Energie

Das Schweizer Unternehmen Silicon Fire hat eigenen Angaben zufolge die erste mobile Raffinerie der Welt realisiert, die aus „grünem“ Strom, regenerativ gewonnenem Wasserstoff und Kohlendioxid den Kraftstoff Methanol erzeugt. Die modulare Anlage ist das Ergebnis eines fünfjährigen Forschungsprogramms und basiert auf einem Verfahren, das unter der Leitung von Professor Dr. Roland Meyer-Pittroff an der TU München entwickelt wurde. Die Mobilstation lässt sich flexibel konfigurieren und direkt an Wind- und Solaranlagen koppeln. Die Idee, Methanol als Kraftstoff zu nutzen ist nicht neu. Die Oktanzahl der farblosen Flüssigkeit liegt bei 133 (Superbenzin: 95/98 Oktan). In Motorsport und Bootsbau bewährt sie sich seit langem. Großversuche bewiesen bereits in den 90er-Jahren ihre Eignung zum Massentreibstoff. Auch als Energielieferant für Kraftwerke und Klärmittel in der Abwassertechnik wird sie verwendet. Derzeit beginnt China damit, Methanol als Fahrzeug-Kraftstoff einzuführen – dabei handelt es sich um fossiles Methanol! Die Leistung von Silicon Fire besteht darin, gemeinsam mit der TU München eine wirtschaftliche Verfahrenskombination für die Produktion von Methanol zur Serienreife gebracht zu haben. Als Energieträger dient erstmals Wasserstoff, der mit Hilfe regenerativ erzeugten Stroms gewonnen wird. Und der Kohlenstoff für die Methanolsynthese (Niederdrucktechnik) kommt nicht aus fossilen Brennstoffen, sondern aus Kohlendioxid, das aus industriellen Quellen bezogen wird (z.B. Prozessabgase der Industrie) – also nicht mehr als Treibhausgas in die Atmosphäre entweichen kann. Das bedeutet: Dieses Methanol ist regenerativ, biokompatibel und CO2-neutral. ms

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