H.Y.B.R.I.D.

So heizt die Zukunft

"Wir haben uns für das modernste System mit der bestmöglichen Technik entschieden." So das knappe, aber vielsagende Fazit von Günter Ruland über das 2009 in den neuen Produktionshallen am Hauptstandort Neustadt der Ruland Engineering & Consulting GmbH in Betrieb genommene Heizungssystem der Firma Kübler.
Insgesamt 10 Infrarotheizungen des Typs Optima sorgen bei der Ruland Engineering & Consulting GmbH für höchste Energieeffizienz bei der Beheizung der Hallen.

3400 m2 neue Produktionsfläche sowie 600 m2 angegliederte Lagerfläche galt es am Hauptstandort des Prozessanlagenherstellers für die Lebensmittel- & Pharmaindustrie bis zum Bezug 2009 mit einem Heizsystem auszustatten. Nach langer Marktsondierung entschied man sich für den Ludwigshafener Hallenheizungsspezialisten Kübler. Und man entschied sich als eine der ersten Firmen überhaupt für das neuste und bislang effizienteste Wärmekonzept von Kübler: H.Y.B.R.I.D.

Zweifache Energieeffizienz

Das Anforderungsprofil an das neue Hallenheizungssystem war klar formuliert. In Zeiten steigender Energiekosten stand die Effizienz des Systems im Vordergrund. Ohne dabei an der Heizqualität und dem Bedienkomfort Abstriche machen zu müssen. Ein Profil, das von dem neuen Hybrid-System von Kübler nicht nur erfüllt, sondern übertroffen wird. Denn neben der hohen Energieeffizienz der Infrarothal-lenheizungen - sogenannte Dunkelstrahler - ermöglicht das System erstmalig die wirtschaftliche Restwärmenutzung. Diese Restwärme liefert nun Energie für die angeschlossenen Büroheizungen. Das bringt zweifache Energieeffizienz. Was aber ist Hybrid genau? Thomas Kübler, Geschäftsführer der Kübler GmbH, beantwortet diese Frage. "Unter Hybrid versteht man gemeinhin ein System, das zwei Technologien miteinander kombiniert. Unser Hybridsystem verknüpft die Infrarotheizungstechnik mit der konventionellen hydraulischen Warmwasser-Heizung durch die Nutzung von Restwärme. Das ist neu und geradezu ein technologischer Quantensprung, weil die Restwärmenutzung im Bereich der infrarotbasierten Hallenbeheizung in wirtschaftlicher Weise bislang nicht möglich war."

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Optima - Wirkungsgradoptimierte Infrarotheizung

Installiert wurden in der Lagerhalle sieben Geräte des Hochleistungssystems Optima 38 sowie ein Infrarotstrahler der Geräteserie AR 13 mit einer Gesamtleistung von 279 kW. Die Lagerhalle beheizen nun drei Optima 20 mit einer Leistung von insgesamt 60 kW. Durch die Auslegung der Geräte wird eine gleichmäßige Wärme im Arbeitsbereich garantiert, unabhängig von der Außentemperatur. Die Hochleistungs-Infrarotheizung Optima weist aktuell einen Wirkungsgrad von bis zu 72 % auf und ist damit nach wie vor einer der effizientesten serienmäßigen Dunkelstrahler auf dem Markt. Und der besondere Clou: In der Firmenfarbe lackiert, fügt sich die Heizung optisch hervorragend in die Halle ein.

Opus X - Extraenergie aus Restwärme

Zwei installierte Wärmetauscher Opus X mit einer Gesamtleistung von knapp 50 kW sorgen in den Wintermonaten dafür, dass auch in den Büros kostengünstig geheizt wird. Außerdem ermöglicht es, die in Abgasen der installierten Infrarotheizungen enthaltene Energie in wirtschaftlicher Weise zu nutzen - uns dies nahezu ohne zusätzliche Verbrauchskosten. Der Wärmetauscher entzieht dabei die im Abgas enthaltene Energie und überträgt sie an Wasser. Das Heißwasser wird nun in einem Pufferspeicher gespeichert, welcher über eine einfache Regelung je nach Bedarf die Energie in das angeschlossene Heizungsnetz einspeist. Der Wärmetauscher kann somit bis zu 15 % Wärme zurück gewinnen und nutzbar machen.

Rossy - Komfort zahlt sich aus

Gesteuert wird die komplette Heizungsanlage über das Ressourcen schonende Steuerungssystem Rossy Um die Hallen den Nutzungsprofilen entsprechend heizen zu können, wurden sechs Heizzonen definiert. Diese lassen sich voneinander unabhängig regeln. Um den bestmöglichen Energieeinsatz zu ermöglichen sorgt das System u.a. dafür, dass bei Öffnen der Lichtkuppeln die Heizung automatisch abschaltet oder die besten Schaltzeiten und Temperaturprofile selbstlernend definiert werden. Unnötiges Heizen wird somit durch die Steuerung automatisch verhindert. Für den nötigen Bedienkomfort steht zum Einen das einfach zu bedienende Touchscreen am Schaltkasten. Zum Anderen kann die komplette Heizungsanlage ganz bequem über die Windows-Oberfläche eines PCs gemanaged werden.

Erwartungen erfüllt

Schon in der Planungsphase zeigte sich Günter Ruland, Geschäftsführer der Ruland Engineering & Consulting GmbH, angetan: "Es wurde nie problemorientiert, sondern stets lösungsorientiert gehandelt. Die Zusammenarbeit war professionell und freundlich." Gründe die neben der überzeugenden Technik ausschlaggebend für die Wahl von Kübler waren. "Überzeugt hat letztlich das System", so Günter Ruland weiter. "Wir haben uns für das modernste System mit der bestmöglichen Technik entschieden." Dass man die richtige Entscheidung getroffen hat, zeigen letztlich die ersten Ergebnisse, die in punkto Energieeffizienz und Bedienkomfort wenig Wünsche offen lassen. "Mit dem Ergebnis sind wir sehr zufrieden", so dass abschließende Fazit von Günter Ruland. lg

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