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PCI-BoardsKassenkontrolle

Bestandsverluste in der Warenwirtschaft bereiten den Unternehmen
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PCI-Boards: Kassenkontrolle
zunehmend Kopfzerbrechen. Circa die Hälfte dieser Fehlbestände lassen
sich auf Missbrauch an den Registrierkassen zurückführen.
Ein neu entwickeltes Kontrollsystem in Verbindung mit Kameras und
speziellen Ports zeigt, wie dieses Problem gelöst werden kann.

Jahr für Jahr zur Inventurzeit stellt sich für zahlreiche Supermarkt- und Heimwerkermarktketten dasselbe Problem: Unerklärbare Bestandsverluste bereiten den Mitarbeitern in der Warenwirtschaft Kopfzerbrechen. Nach Schätzungen beläuft sich die Summe der unbekannten Bestandsverluste unter den ungarischen Einzelhändlern jährlich auf fast 100 Milliarde Forint, das entspricht etwa 0,4 Milliarden Euro. Rund 40 bis 60 Prozent dieser Fehlbestände lassen sich auf Missbrauch an den Registrierkassen zurückführen.

In Ungarn hat das in Budapest ansässige Software-Unternehmen Justice Security eine zukunftsweisende automatisierte Lösung entwickelt. Ihr Registrierkassen-Kontrollsystem Poseidon ist eine kostengünstige, sichere Lösung, die speziell auf die Bedürfnisse der Kunden im Einzelhandel zugeschnitten ist. Zweck des Systems sind die Aufdeckung von Bestandsverlusten sowie die Ursachenermittlung. Zu den Kunden von Justice Security zählen renommierte Einzelhandelsunternehmen in Ungarn wie Ikea, Lidl und Praktiker. Die traditionellen Methoden wie Testkäufe, Prüfung der Kassenbons oder Überwachung der Räume hinter den Geschäften, um Fehler und Missbrauch zu vermindern, sind nur begrenzt wirksam. Denn die Hauptschwierigkeit liegt in der mangelnden Information. Die verfügbaren Informationen, die gespeichert werden könnten, sind entweder nur als Bildmaterial (z. B. vom Kassenband) oder nur als Textmaterial (z. B. von den Kassen-Displays) vorhanden. Beide Informationen zu kombinieren und zu vergleichen ist kaum möglich. Es ist daher sehr schwierig die tatsächlich vom Kassierer eingetippten Beträge mit den vom Kunden wirklich eingepackten Waren in Verbindung zu bringen.

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Die Basis des Poseidon-Kontrollsystems bildet deshalb eine Informatik, welche die volle Integration der Informationen der Registrierkassen mit einer Videoaufnahme des entsprechenden Kassen-Displays ermöglicht. Diese simultane Anzeige von Bild- und Textmaterial ermöglicht die vollständige, fehlerfreie Kontrolle. Textinformationen, die während des Abspielens der Videoaufnahmen erscheinen, werden mit Aufnahmen der physikalischen Bewegungen des Warenbandes verglichen. Unregelmäßigkeiten, Fehler und Missbrauch werden offensichtlich erkannt. Das System kann überdies besondere Alarmsignale (optisch oder akustisch) an eine Kontrollstelle senden, wenn vordefinierte kritische Transaktionen stattfinden.

Wie beispielsweise bei Waren mit einer bestimmten Artikelnummer, bei Storno oder beim Mitarbeitereinkauf. Zum einen wird eine effiziente Echtzeitkontrolle gewährleistet, zum anderen kann dank Speichermöglichkeit auch nachträglich jederzeit auf die Daten zugegriffen werden. Das Poseidon-Kontrollsystem wird gemäß den Kundenanforderungen geplant. Hardware und Software Installation folgen einem genauen, mit dem Kunden erarbeiteten Plan. Justice Security hat sich zur Anbindung der verschiedenen Registrierkassen an das Kamera basierte Kernprodukt für Moxa Produkte entschieden. In einem Ethernet Netzwerk sind alle Kassen per RS-232-Schnittstelle mit Poseidon verbunden. Abhängig von verschiedenen Parametern, wie beispielsweise der Anzahl der Kassen, der Entfernung zwischen Kasse und Kontrollstelle oder Kasse und Videokamera, werden unterschiedliche Produkte von Moxa eingesetzt. So zum Beispiel die Multiport Serial Boards CP-168U, 168EL und 102UL sowie die seriellen Geräteserver NPort 5610-8 und 5610-16.

Ab an die Kasse

CP-168 U ist eine 8-Port Universal PCI Board, das speziell für den Einsatz am Point-of-Sale oder im Bereich der Geldautomaten entwickelt wurde. Es wird von Justice Security als Standardlösung eingesetzt. Jeder Port kann mit einer Kasse verbunden werden, also insgesamt bis zu acht Kassen pro Board. Das Produkt wird weitläufig in der Industrieautomation eingesetzt und unterstützt viele verschiedene Betriebssysteme, unter anderem Windows, Linux und sogar UNIX. Außerdem unterstützt jeder der acht RS-232 Ports bis zu 921.6 Kbps Baudrate für schnelle Datenübertragung. CP-168U bietet vollständige Modem-Kontrollsignale, um Kompatibilität mit einem breiten Portfolio serieller Peripheriegeräte sicher zu stellen und arbeitet mit 3.3 V und 5 V PCI Bus, was die Installation in praktisch jedem verfügbaren PC-Server erlaubt. Darüber hinaus verfügt das Board über 15KV ESD Schutz und eine große Auswahl an Verbindungskabeln und Boxen. Dank dieser umfangreichen Ausstattung erfüllt es optimal die spezifischen Anforderungen der Registrierkassen-Anwendung an Qualität und Geschwindigkeit. Sollen mehr als acht Kassen an das Kontrollsystem angebunden werden, wird aus Platzgründen innerhalb des Computers zusätzlich das Moxa CP-102UL genutzt, ein MD1 Low Profile Board. Diese so genannte Short Card ist deutlich kürzer und benötigt weniger Steckplatz. Sie benötigt überdies nur 5 VDC Stromzufuhr und ist kompatibel mit 3.3 V und 5 V PCI Bus. Dadurch passt sie in wirklich jeden Host Computer, von Schuhkarton- bis zu Standardgröße. Sofern es deutliche Einschränkungen bezüglich des Platzes gibt, nutzt Justice Security grundsätzlich das CP-168EL, die speziell für den Einsatz am Point-of-Sale oder im Bereich der Geldautomaten entwickelt wurde. Jedoch hat die Karte auch den so genannten Low Profile Formfaktor und passt für alle Größen von PCs.

Gleich 16 mit einem Streich

Müssen weitere Entfernungen zwischen den Kassen und den Kameras überbrückt werden, werden Moxa NPort 5610-8 oder 5610-16 eingesetzt. Damit können bis zu 8 beziehungsweise 16 serielle Geräte ins Ethernet Netzwerk eingebunden werden. Beide verfügen über 3-in-1 Schnittstellen für RS-232/ 422/ 485. Sie erlauben die einfache Vernetzung bestehender serieller Geräte über eine einfache Basiskonfiguration. Die Datenübertragung zwischen den seriellen und den Ethernet-Schnittstellen erfolgt dann bi-direktional. Die Konfiguration erfolgt über Web console, Telnet console und Windows Utility. Die Nport Serien unterstützen vielfältige Socket Modes, wie TCP Server, TCP Client, UDP und RealCom, und für das Netzwerkmanagement nutzen sie SNMP MIB-II. Mit diesen seriellen Geräteservern werden nicht nur bestehende Hardware-Investitionen geschützt, sondern auch flexible Strukturen für zukünftige Erweiterungen geschaffen. Das Management der seriellen Geräte wird zentralisiert, und Management Hosts können über das Netzwerk verteilt werden. Poseidon wird in Ungarn in rund 200 Projekten jährlich installiert. Bisher wurden über 400 Moxa Produkte eingesetzt. Justice Security hat sich insbesondere aufgrund der Qualität und Zuverlässigkeit für diese Produkte entschieden – was sich auch in einer fünfjährigen Garantie ausdrückt.
Natalie Jovanic / st

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