Wirtschaftsfaktor „Gesundheit“

Vier Gesundheitsrisiken für Mitarbeiter

Gesunde Mitarbeiter sind produktive Mitarbeiter. Mitarbeiter, die krankheitsbedingt ausfallen, verursachen hingegen jährlich Kosten in Milliardenhöhe. Kurzum: Die Gesundheit der Mitarbeiter ist ein bedeutender Wirtschaftsfaktor; dennoch lauern unnötige Gesundheitsrisiken in deutschen Büros …

Die Gesundheit ihrer Mitarbeiter ist für Unternehmen ein bedeutender Wirtschaftsfaktor. Nicht nur aus wirtschaftlicher Sicht, sondern auch aus Image-Gründen. Deshalb rückt das Thema „Gesundheit am Arbeitsplatz“ immer mehr in den Fokus der Personal- und Marketingabteilungen. Denn wer die Gesundheit der Mitarbeiter fördert, verbessert das Ansehen des Unternehmens – nach außen und nach innen. Die Mitarbeiter fühlen sich wertgeschätzt und bleiben dem Arbeitgeber treu; für gut ausgebildete Fachkräfte ist das Unternehmen attraktiv. Gesundheitsförderung muss also für Unternehmen ein zentraler Bestandteil des Employer-Brandings sein.

„Arbeitgeber, die für ein gesundes Arbeitsumfeld sorgen, werden auf dem Arbeitsmarkt positiv wahrgenommen“, bestätigt auch Arno Wiedefeld, Sales Manager New Business DACH bei Office Depot. „So ist beispielsweise die ergonomische Büroausstattung ein wesentlicher Bestandteil der externen und internen Kommunikation in einem modernen Unternehmen: Sowohl als Teil des Corporate Designs, aber auch als Zeichen der Wertschätzung der eigenen Mitarbeiter.“

Neben der positiven Auswirkung auf das Betriebsklima rechnet sich eine Gesundheitsförderung auch aus finanzieller Sicht. Laut der DAK-Gesundheit hat sich der Krankenstand der Arbeitnehmer im vergangenen Jahr von 3,9 auf 4,1 Prozent erhöht; rund 10 Tage fallen Arbeitnehmer im Schnitt jährlich aus – der wirtschaftliche Verlust ist beträchtlich. Dabei lässt sich, wie aktuelle Studien zeigen, diese Kostenbelastung in Unternehmen mithilfe eines betrieblichen Gesundheitsmanagements um bis zu 25 Prozent senken. Oftmals reichen schon wenige Investitionen aus, um die Gesundheitsrisiken im Büro deutlich zu senken.

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Risiko 1: Das Problem mit der Haltung

Der Hauptgrund für krankheitsbedingte Arbeitsausfälle in Deutschland ist seit Jahren derselbe: Rückenleiden. Diese Volkskrankheit liegt nach wie vor an der Spitze der Krankheiten in deutschen Unternehmen. Dabei ist es denkbar einfach, Abhilfe zu schaffen. „Voraussetzung für eine gesunde Sitzhaltung ist das richtige Mobiliar“, erklärt Arno Wiedefeld, Ergonomie-Experte von Office Depot. „Ein Bürostuhl, der sich individuell an Rücken- und Armlehnen sowie in der Sitzhöhe und -tiefe einstellen lässt, mindert Rücken- und Nackenschmerzen.“

So machen z.B. bei Mitarbeitern mit Bandscheibenvorfall spezielle ergonomische Möbel Sinn: Hier sollte der Bürostuhl auch über eine Gewichtseinstellung sowie eine Lendenwirbel-, Kopf- und Nackenstütze verfügen. Obwohl diese Stühle teurer sind als herkömmliche, rechnet sich die Investition: Die Mitarbeiter bleiben seltener krankheitsbedingt zu Hause. Außerdem sind Beschäftigte, die trotz Rückenschmerzen zur Arbeit kommen, kein Gewinn. Fest steht: Schmerzen und Unwohlsein schmälern die Qualität der Arbeit. Ergonomische Möbel beugen hier vor oder helfen dabei, die richtige Haltung anzunehmen und Schmerzen zu vermeiden. Aber nicht nur der Stuhl macht den Unterschied: Von Tischen, die per Knopfdruck zum Stehpult werden, bis hin zu Laptop-Ständern, die den Nacken schonen, gibt es zahlreiche Ergonomie-Wunder, die die Ausfallrate der Mitarbeiter erheblich senken.

Risiko 2: Essen und Sitzen ist das neue Rauchen

Büroangestellte kennen das Dilemma: Wenig Zeit, kaum Bewegung, großer Hunger. Das Ergebnis: Arbeitnehmer sind über die Jahre „dick im Geschäft“. Die Weltgesundheitsorganisation „WHO“ bestätigt: Die Welt war noch nie so dick. Einen Grund der Gewichtszunahme in Deutschland liefert die Techniker Krankenkasse (TK) in ihrer aktuellen Studie „Beweg Dich“: Demnach mache die Kombination aus fettigem Essen und einem Mangel an Bewegung und Zeit Arbeitnehmer krank. Dies liege vor allem an der Alltagsstruktur der Büroangestellten. Mitarbeiter, die täglich mehr als sechs Stunden sitzen, haben eine 20 Prozent niedrigere Lebenserwartung als aktive. Das heißt: 40 Prozent der Deutschen sind als Büroangestellte einem erhöhten Krankheitsrisiko ausgesetzt.

Auch hier können Arbeitgeber mit wenigen Maßnahmen das Risiko senken: Wer auch zwischendurch kurze Pausen zulässt, hat nicht nur motivierte, sondern auch effektive Mitarbeiter. In fünf bis zehn Minuten lassen sich zahlreiche Übungen direkt vor dem PC durchführen – ohne die Mittagspause für ein Power-Workout zu opfern. Auch lange Meetings werden durch ein Brainstorming an Stehtischen zur Goldgrube für neue Ideen. Kein Wunder: Bewegung bringt den Kreislauf in Schwung und fördert die Konzentration.

Unternehmen können aber noch mehr tun: Wie wäre es zum Beispiel mit frischen Sandwiches statt fettigem Schweinebraten aus der Kantine? Eine vollwertige Alternative – mit deutlich weniger Kalorien. Insbesondere Obst und gesunde Snacks werden heute zunehmend von Unternehmen nachgefragt. Das Gute: Gesunde Ernährung hat nichts mit Verzicht zu tun. „Auch kleine Snacks sind im Laufe des Tages erlaubt“, ergänzt Wiedefeld. „Die richtige Wahl ist dabei jedoch entscheidend. Nüsse sind beispielsweise sehr gesund, machen satt und liefern neue Energie für den Arbeitstag.“

Risiko 3: Das Büro lebt

Wer in der Büroküche ein gesundes Menü zubereiten möchte, trifft häufig auf das nächste Gesundheitsrisiko: Hygienefallen in jeder Ecke – unappetitlich und gefährlich. Meist da, wo man sie nicht sieht. Fakt ist: Die Bürotasse ist oft stärker mit Keimen belastet als ein Toilettendeckel. So tummeln sich im Kaffeebecher häufig über 2.200 Bakterien. Mit „nur“ 1.600 Keimen landet das Telefon auf Platz zwei der Hygienefallen am Arbeitsplatz – aber auch Tastaturen, Küchenablagen und Besteck beherbergen ganze Bakterienkolonien.

„Das ist nicht nötig“, stellt Rogier Koning, Category Manager Europe - Cleaning & Hygiene Papervon Office Depot fest: „Bakterien sind Krankheitserreger, die dem menschlichen Körper schaden können“, so Koning. „Dabei gibt es zahlreiche Reinigungsmittel, die schon bei einer Anwendung alle Hygienefallen beseitigen. Und die müssen nicht mal teuer sein.“ Großhändler wie Office Depot bieten z.B. zahlreiche Reinigungsmittel für Küchen, Toiletten- und Waschräume. Von Markenprodukten bis hin zur günstigen Eigenmarke gibt es alles, was für ein sauberes Büro notwendig ist. Ein Vorteil auch für wichtige Geschäftsbeziehungen – immerhin ist der erste Eindruck entscheidend und saubere Büroräume eine Visitenkarte des Unternehmens.

Risiko 4: Motivationskiller Horror-Büro

Was nützt ein sauberes Büro, wenn niemand gerne darin arbeitet? Neben Hygiene, gesunder Ernährung und ergonomischen Möbeln ist ein angenehmes Raumklima entscheidend für das Wohlbefinden der Mitarbeiter. Arbeitnehmer verbringen den Großteil des Tages in ihrem Büro – entsprechend einladend sollte dieses gestaltet sein. „Mit einer angenehmen Beleuchtung, hellen Farben und grünen Pflanzen wird das Raumgefühl und damit das Wohlbefinden deutlich gestärkt“, erklärt Arno Wiedefeld. „Gleichzeitig sollten die Raumkonzepte zu den Bedürfnissen der Mitarbeiter passen. Durch moderne Büros schaffen Arbeitgeber ganz neue Anreize.“ Immer mehr Unternehmen haben dies erkannt und planen mithilfe von Office Depot komplette Büroeinrichtungen. „Erfahrene Einrichtungsexperten erstellen anhand von 3D-Planungsprogrammen individuelle Entwürfe für den Kunden“, ergänzt Wiedefeld. „Diese entsprechen sowohl den Vorstellungen des Arbeitgebers, als auch den Bedürfnissen der Mitarbeiter.“

Fazit:

Wenige Mittel reichen aus, um das Büro gesundheitsfördernd zu gestalten. Ein kleiner Aufwand, der sich wirklich lohnt: Sinnvolle Investitionen sorgen für zufriedene Arbeitnehmer – und steigern die Profitabilität. Denn kaum ein Wirtschaftsfaktor ist so entscheidend für den Erfolg des Unternehmens, wie die Gesundheit der eigenen Mitarbeiter.

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