Feinstaubfilter

Feinstaubbelastung durch Laserdrucker reduzieren

Fakt ist, dass Feinstaub durch Autoabgase, Abrieb oder Verbrennungsprozesse in der Industrie entsteht. Dagegen wirbelt die Frage, welchen Anteil Laserdrucker an der Feinstaubbelastung in Büros haben, deutlich mehr Gemüter auf. Wer auf Nummer sicher gehen will, kann Bestandsgeräte mit Filterelementen beispielsweise von Tesa nachrüsten.

Tesa hat sich mit Freudenberg Filtration Technologies zusammengetan und den dreilagigen Feinstaubfilter Clean Air aus recyclebaren Vliesstoffen entwickelt.

Das Lungenkrebsrisiko steigt mit der Aufenthaltsdauer an Orten mit hoher Feinstaubkonzentration. Dies bestätigt eine Forschergruppe im Rahmen der ESCAPE-Studie, die ab 2011 an dem Institut für Epidemiologie und Medizinische Biometrie der Universität Ulm ausgewertet wurde. Gemäß der Studiengruppe führe bereits eine um zehn Mikrogramm erhöhte Konzentration von PM10-Teilchen, also Staubteilchen mit einem Durchmesser von bis zu zehn Mikrometern, zu einem um 22 Prozent erhöhten Lungenkrebsrisiko. „Wir können allerdings keinen Schwellenwert für eine Gesundheitsgefährdung durch Feinstaub festlegen“, erklären die Ulmer Wissenschaftlerinnen Professorin Gabriele Nagel und Dr. Gudrun Weinmayr. Unabhängig vom europaweit zulässigen Jahresmittelwert von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter gelte für sie jedoch: „Je weniger, desto besser“. Ähnlich sieht es Professor Dr. Christian Witt, Leiter der Pneumologischen Onkologie der Berliner Charité, und warnt, die Gefahr durch Feinstaub nicht zu unterschätzen. Denn je nach Größe können die Partikel die Luft-Blut-Schranke passieren und sich in inneren Organen ablagern.

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Deutlich kontroverser wird dagegen der Laserdrucker als Feinstaubquelle und damit sein Gesundheitsrisiko diskutiert. Für die Stiftung nano-Control steht fest, dass „Laserdruckgeräte die Raumluft signifikant mit partikulären Komplexgemischen aus Feinstäuben, Nanopartikeln und Schadstoffen belasten können“.

„Sehr geringe Effekte“ und „nicht statistisch signifikanten Unterschiede“ auf Probanden bei hoher und niedriger Feinstaubbelastung durch Laserdrucker lautet dagegen ein Fazit der Studie „Untersuchung möglicher gesundheitlicher Gefährdungen durch Drucker- und Kopierer-Emissionen“ vom Mai 2014, durchgeführt durch die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung und dem Arbeitsmedizinischen Institut des Klinikums der LMU München.

Auch die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) zeigt sich in einer Publikation vom Juli 2015 zurückhaltender. Demnach geht sie davon aus, dass gefährliche stoffliche Komponenten nur in sehr geringen Mengen emittiert werden und dass mögliche Erkrankungen am Arbeitsplatz auf „schlechte Allgemeinbedingungen“ zurückzuführen sind. Sie empfiehlt daher, Räume, in denen sich Laserdrucker oder Kopiergeräte befinden, hinreichend gut zu belüften.

Vlies gegen Feinstaub

Der Filter wird mithilfe eines Klemmsystems am Lüftungsschacht des Druckers fixiert.

Letztendlich führt die Diskussion zu Verunsicherung. Auch wenn ein Zusammenhang von Erkrankungen mit den Laserdruckeremissionen nicht als wissenschaftlich erwiesen gilt, tut ein vorsorglicher Umgang dem Büroklima gut. Neben dem Lüften oder dem Einsatz von Tintenstrahldruckern gibt es auch die Option, die mögliche Feinstaubbelastung durch Laserdrucker mithilfe von Filtern zu reduzieren. So haben Hersteller wie Riensch & Held mit dem Clean Office bzw. Clean Office Carbon Feinstaubfilter entwickelt, die nachträglich auf die Lüfteröffnung mancher Laserdrucker geklebt werden können. Tesa hat sich hierfür mit Freudenberg Filtration Technologies zusammengetan und den dreilagigen Feinstaubfilter Clean Air aus recyclebaren Vliesstoffen entwickelt. Während ein Vorfilter größere Partikel abfängt, soll die mittlere Schicht mit elektrostatisch geladenen Mikrofasern lungengängige Feinstpartikel binden. Die dritte Lage ist für die kleinsten Partikel vorgesehen. Die durchschnittliche Filterleistung der Partikel zwischen einem und zwei Mikro-metern liegt laut Hersteller bei 85 bis 94 Prozent bei einer maximalen Filterdurchströmgeschwindigkeit von 2 m/min. cs

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