Papierwischtücher

Handschutz dank Spring-Back



Moderne Wischtücher sind ein wichtiger Beitrag zur Sicherheit am Arbeitsplatz. Je nach Variante ermöglichen sie nicht nur ein schnelles und effektives Aufwischen, sondern schützen auch die Hände vor Verletzungen.

Geschwungene Linien: Nur punktuell sind die TAD-Papierschichten miteinander verklebt.

Zum Aufwischen von Flüssigkeiten gibt es in der Industrie verschiedene Möglichkeiten: Textillappen oder Faservliestücher aus Altkleidern, Miettextiltücher, Putzwolle oder Papierwischtücher. Aber für welchen Arbeitsvorgang eignet sich was? Kann ein Papierwischtuch auch schwierige Reinigungsvorgänge übernehmen und neben Flüssigkeiten auch Metallspäne aufnehmen? Fragen, die Rahmen der Arbeitssicherheit eine wichtige Rolle spielen.

Allein das Angebot an Papierwischtüchern ist riesig. Das macht die Wahl des richtigen Tuches auf den ersten Blick nicht einfach. Dabei kann das für den jeweiligen Arbeitsvorgang passende Papiertuch dem Unternehmen bares Geld sparen, denn Wischvorgänge erfolgen damit schnell und effizient. Außerdem gilt: Über moderne Herstellungsverfahren erhalten Papierwischtücher ein so großes Volumen, dass mit ihnen auch Metallspäne oder grobe Rückstände entfernt werden können.

Drei Wisch-Welten

Papierwischtücher aus Krepp sind für den Einsatz in der Industrie eigentlich nicht geeignet, da das Papier zu schwer und damit zu steif ist, um Flüssigkeiten gut aufzunehmen. Wischvorgänge mit Krepp dauern dementsprechend lange, und es werden unnötig große Mengen an Papier benötigt.

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Tissue ist viel dünner als Krepp. Dadurch ist das Endprodukt um einiges saugfähiger. Tissue-Produkte gibt es ein- und mehrlagig. Die Tücher bieten sich zum Beispiel für das Entfernen kleinerer Mengen Öl am Arbeitsplatz an. Abhängig von der Anzahl der Lagen kann mehr oder weniger Flüssigkeit aufgenommen werden. Dabei reduziert sich die Reißfestigkeit der Tücher im nassen Zustand.

Von ganz besonders Qualität sind Papierwischtücher, die im Trough-Air-Drying-Verfahren (TAD) hergestellt werden. Die TAD-Lagen werden wie Tissue in dünnen Bahnen getrocknet, darüber hinaus aber noch mit Heißluft durchgeblasen. Das bewirkt einen Effekt, wie man ihn vom Wäschetrockner zu Hause kennt: Ein Handtuch auf der Wäscheleine getrocknet ist nicht so weich und nimmt schlechter Flüssigkeit auf, als ein Handtuch, das im Wäschetrockner mit heißer Luft durchgeblasen wurde. TAD-Tücher sind um 36 Prozent saugfähiger und um 27 Prozent reißfester als vergleichbare Tissue-Produkte. Das spart doppelt Geld: Es wird weniger Papier benötigt und gleichzeitig entsteht deutlich weniger Abfall. Außerdem trägt das hohe Volumen aktiv zur Arbeitssicherheit des Mitarbeiters bei. Gerade zwei- und dreilagige Papierwischtücher aus TAD bauen über den Spring-Back-Effekt ein so großes Volumen auf, dass sie die Hände beim Entfernen vor Metallspänen schützen können. Spring-Back bedeutet, dass sich die Zellulosefasern während der Durchströmtrocknung bei der Herstellung so stark aufrichten, dass sie bei der Verbindung der einzelnen Lagen zum fertigen Tuch wieder zusammengepresst werden müssen. Sobald das fertige Tuch dann nass wird, richten sich die Fasern wieder auf und das Papier gewinnt an Volumen. Die Sicherheit für den Anwender erhöht sich zusätzlich durch eine besondere Verbindung der einzelnen Lagen miteinander. So werden diese bei den Produkten der Marke Tork in geschwungenen Linien miteinander verklebt. Der Vorteil: Nur punktuell – nämlich entlang der Linien – sind die Schichten miteinander verbunden. Das heißt, die Fasern, die nicht verklebt sind, können Lösungsmittel, Öle oder Wasser besonders gut aufnehmen. Über diese geschwungenen Linien entstehen Waben in den Tüchern, die die Flüssigkeiten sehr gut einschließen. Diese Waben führen wiederum zu mehr Volumen und das senkt das Verletzungsrisiko für den Mitarbeiter. Wischtücher müssen immer zur Hand sein. Ob als Einzeltuch oder von der Rolle, ob an der Wand angebracht, als Ständer neben dem Arbeitsplatz oder in der handlichen Box zum Herumtragen – nur wenn die Tücher sofort greifbar sind, ist ein optimaler Einsatz gewährleistet. Lange Wege- oder Auswahlzeiten wie sie je nach Einsatz von Miettextiltüchern oder Textillappen entstehen, entfallen. Kerstin Lau, BZ.Comm/ ms

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