Arbeitsschutz + Arbeitssicherheit

Die Störlichtbogen-Prüfung

Die Störlichtbogen-Prüfung von Schutzkleidung ist verankert in den Normen EN 531 und prENV 50354. Die nötigen Messungen dazu erfolgen nach dem Lichtbogen-Box-Test laut CENELEC. Dabei werden energetische Hitzeisolationsmessungen und eine quantitative Bewertung des Verbrennungsrisikos durchgeführt. Das Verfahren wird für Textilmaterial und ganze Anzüge genutzt. Es basiert auf einem fixierten Prüfaufbau und Prüfkreis. Der Prüfkreis hat eine treibende Spannung von 400 V (50Hz). Die geprüfte Lichtbogenzeit liegt bei 500 ms. Die Normung legt zwei Textilklassen fest, die sich hinsichtlich des angelegten Prüfstroms unterscheiden (Klasse 1 : 4 kA, 500 ms; Klasse 2: 7 kA, 500 ms).

Die CENELEC ist das Europäische Komitee für elektrotechnische Normung (Comité Européen de Normalisation Electrotechnique) und gehört zu den großen Normungsorganisationen in Europa. Sie ist zuständig für die europäische Normung im Bereich Elektrotechnik. Gemeinsam mit dem ETSI (Normung in der Telekommunikation) und dem CEN (Normung in allen anderen technischen Bereichen) bildet das CENELEC das europäische System für technische Normen. Mitglieder sind die nationalen elektrotechnischen Normungsgremien der meisten europäischen Staaten.

Schutzkleidung nach DIN EN 531 und prENV 50354 eignet sich für Arbeiten in Bereichen, in denen thermische Gefahren durch Störlichtbogen auftreten können. Sie ist gleichzeitig eine Schutzkleidung für hitzeexponierte Arbeiter und wird daher auch mit dem Piktogramm für Hitze- und Flammenschutzkleidung gekennzeichnet. ms

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