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SchutzkleidungBequemlichkeit erhöht die Sicherheit

Schutzkleidung

Ein Arbeitgeber sollte nie vergessen, dass es mit der Anschaffung der Schutzbekleidung nicht getan ist. Er hat dafür zu sorgen, dass die Schutzbekleidung wie vorgeschrieben getragen wird.

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Brandschutz-ContainerAuf Nummer sicher

Kaum eine Branche kommt heute mehr ohne Betriebsmittel aus, die vom Gesetzgeber nicht als Gefahrstoffe klassifiziert sind. Oft handelt es sich dabei um brennbare, brandfördernde oder giftige Substanzen, die meist auch der Umwelt schaden. Und jeder Sicherheitsbeauftragte weiß: Beim Umgang mit diesen Stoffen gilt es eine Vielzahl von Paragraphen im Auge zu behalten. Dabei macht es der Gesetzgeber den Unternehmen nicht gerade leicht. In schöner Regelmäßigkeit wird novelliert, neu definiert, erweitert und ergänzt – oder ersetzt.

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Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit: Auf Nummer sicher

Jüngstes Beispiel dafür ist die zwar inzwischen weithin bekannte, zum 1. Januar 2003 jedoch außer Kraft gesetzte Verordnung über brennbare Flüssigkeiten, kurz VbF. Die Konsequenz ist, dass seit Jahreswechsel für alle überwachungsbedürftigen VbF-Anlagen die Anforderungen der neuen Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) gelten. Das bedeutet auch: An die Stelle der bisher gültigen Einteilung brennbarer Flüssigkeiten in die Gefahrklassen AI, AII, AIII und B treten die Bezeichnungen aus dem Gefahrstoffrecht ,,entzündlich", ,,leichtentzündlich" ,,hochentzündlich". Hand aufs Herz: Haben Sie es gewußt? Trösten Sie sich, da stehen Sie nicht alleine. ,,Die Erfahrung hat gezeigt, dass viele Unternehmen mit der Kenntnis und Erfüllung aller gesetzlichen Vorschriften unter Berücksichtigung der versicherungstechnischen Vorgaben oft überfordert sind", weiß Manfred Reining vom Umweltexperten Bauer.

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Betriebe überfordert

Beim Lagern und beim Umgang mit den entzündlichen (oder giftigen) Stoffen ist es nicht damit getan, irgendwo im Betrieb eine Gitterbox aufzustellen oder eine Stellzone abzugrenzen. Vielmehr ist die Einrichtung eines separaten Brandabschnitts unbedingt erforderlich. Mit anderen Worten: Falls kein ausreichender Sicherheitsabstand zu anderen Gebäuden eingehalten werden kann, müssen Wände, Decke und Boden eines Gefahrstofflagers mindestens 90 Minuten feuerbeständig sein. Innerhalb von Produktions- oder Lagerhallen lässt sich das durch gemauerte Wände und Betondecken realisieren. Das reicht aber noch nicht. Außerdem müssen Auffwangwannen, Abluftsysteme, T90-Tore und Beleuchtungen – jeweils mit den erforderlichen behördlichen Zulassungen – eingesetzt werden.

Die gemauerte Lösung bietet sich freilich in erster Linie bei Neubauten an, bei denen der Brandabschnitt für die Gefahrstofflagerung von Anfang an mit eingeplant wird. Allerdings büßt man als Betreiber damit gleich auch ein Stück organisatorische Flexibilität ein, denn eine einmal gemauerte Wand lässt sich ohne größeren Aufwand nicht mehr versetzen.

Als Alternative dazu bieten sich deshalb Brandschutz-Container aus Stahl an. Bei diesen beweglichen Einheiten wird die Feuerbeständigkeit von maximal 90 Minuten (innen und außen) durch die Kombination der Stahlkonstruktion mit Brandschutz-Materialien erreicht. Insgesamt bauen diese Container leichter als beispielsweise Fertigbeton-Lager. Das ermöglicht ihren Einsatz in Bereichen mit geringer zulässiger Bodenbelastung und erlaubt eine gewisse Mobilität. Da ein solcher Stahlcontainer auch als eigenständiger Brandabschnitt in einem größeren Lager genutzt werden darf, kann eine massive, stationäre Brandwand entfallen. Manfred Reining ergänzt: ,,Die Wärmeisolierung des eingesetzten Brandschutzmaterials ist um ein Vielfaches höher als bei gemauerten oder betonierten Räumen. Bei der temperierten Lagerung von Betriebs- oder Verbrauchsmaterialien werden dadurch in erheblichem Maße die Ausgaben für Heizung oder Strom gesenkt."

Analyse mit Aha-Erlebnis

Maßgebend für Ausführung und Ausstattung eines Brandschutz-Containers sind Art und Menge der Gefahrstoffe. Der erste Schritt dorthin führt über eine lückenlose und sorgfältige Bestandsaufnahme. Für manchen Betriebsleiter ist diese Vor-Ort-Analyse ein Lehrstück mit Aha-Erlebnissen. Sie bildet aber die unverzichtbare Grundlage für eine unter sicherheitstechnischen und betriebswirtschaftlichen Aspekten gleichermaßen optimale Lösung.

Um möglichst sämtlichen Anforderungen verschiedener Branchen gerecht zu werden, stellen die Bauer-Ingenieure jeden Brandschutz-Container kundenspezifisch zusammen. Das heißt beispielsweise, dass die Container in diversen Abmessungen mit T30- oder T90-Schiebe- oder Flügeltoren lieferbar sind, wobei diese Tore jeweils mit Magnetfeststellern und Rauchschließanlage ausgestattet werden können. Die Magnetfeststeller halten die offenen Tore ohne Zusatzvorrichtung offen, so dass die Tore nicht überraschend zuschlagen. Die Rauchschließanlage hingegen stellen sicher, dass die geöffneten Tore im Brandfall automatisch schließen. Möglich ist auch der Einbau selbstschließender Zu- und Abluftöffnungen und eines ex-Ventilators für die Absaugung. Grundsätzlich sind alle Container mit Auffangwannen ausgestattet, die sich wahlweise mit Wanneneinsätzen – zum Beispiel aus Polyehylen – ausrüsten lassen. Darüber hinaus können die Container mit Paletten- und Fachbodenregalen, einem Gaswarnsystem, mit einer optisch-akustischen Alarmanlage sowie Heiz- und Klimatechnik (auch in Ex-geschützter Bauweise) bestückt werden.

Schon die bisher genannten Aspekte zeigen, dass auf dem Weg zum Gefahrstofflager allerhand graue Zellen ihr Leben lassen müssen. Richtig heikel wird es, wenn die Frage auftaucht, welche Substanzen überhaupt zusammen in einem Raum gelagert werden dürfen und welche nicht. Der nach DIN ISO 9001 zertifizierte Hersteller aus Südlohn kennt derartige Probleme aus der täglichen Praxis. Er bietet den Unternehmen deshalb neben der reinen ,,Hardware" ein umfassendes Leistungspaket von der Beratung bis hin zur Montage vor Ort. Michael Stöcker

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