Planetengetriebe

Andreas Mühlbauer,

Für hohe Radiallasten

Zur Motek hat Neugart das Planetengetriebe NGV vorgestellt, das gezielt auf den Einsatz in fahrerlosen Transportfahrzeugen (engl. Abk. AGV) zugeschnitten ist. Dabei sind die Lager so ausgeführt und platziert, dass sie am Abtrieb hohe Radiallasten erlauben.

Das NGV-Planetengetriebe ist besonders für hohe Radiallasten ausgelegt. © Neugart

AGVs transportieren im Dauerbetrieb hohe Lasten und stellen damit hohe Anforderungen an Konstruktion und Mechanik. Da das Getriebe in der Regel direkt im Rad sitzt, wirkt je nach Fahrwerksprinzip das gesamte Gewicht aus Fahrzeug und Zuladung auf die Abtriebslager des Getriebes. Die Folge sind hohe Radiallasten. Darüber hinaus erfordern die naturgemäß engen Platzverhältnisse im Fahrzeug eine kompakte, platzsparende Bauform des Getriebes.

Das Neugart-Planetengetriebe NGV erfüllt diese besonderen Anforderungen durch vorgespannte Schrägrollenlager. Diese können aufgrund ihres Aufbaus hohe Kräfte aufnehmen. Das Rad muss damit nicht separat abgestützt werden, sondern die Lager am Abtrieb übernehmen die Lastaufnahme.

Auch die Schnittstelle zwischen Getriebe und Chassis wurde beim NGV optimiert. Der Montageflansch des Getriebes ist so nah am Fahrgestell positioniert, dass es direkt dort montiert werden kann. Motor und Getriebe lassen sich zudem als Einheit vormontieren und gemeinsam einbauen. Durch unterschiedliche Motoradapter ist es möglich, nahezu jeden Motor anzubauen. Das Rad selbst wird von außen direkt an die Flanschabtriebswelle montiert und lässt sich somit bei Bedarf schnell und einfach tauschen.

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