Wälzlager

Gewissen Ausfallerscheinungen

im Alter sollte man mit Humor und Verständnis begegnen – schließlich kommen wir alle früher oder später dahin. Bei Maschinenelementen wie Wälzlagern ist man verständlicherweise weniger nachsichtig. Um die Lebensdauer eines Sendzimier-Kaltwalzgerüsts zu erhöhen – es traten vermehrte Lagerausfälle nach 1.500 bis 3.000 Betriebsstunden auf – wandte sich ein Unternehmen der Stahlindustrie daher an die Ingenieure von NSK. Diese setzten aufgrund einer Schadensanalyse einen anderen Wälzlagertypen ein, wodurch die Lebensdauer der Lager nach eigenen Angaben beträchtlich erhöht werden konnte.

Die Wälzlager der Stützwalzen nehmen die gesamte Walzkraft auf, unterliegen also hoher mechanischer Beanspruchung. Jegliche Abweichung der Laufgenauigkeit hat, ebenso wie eine Beschädigung des Lagers, direkten Einfluss auf die Qualität des zu walzenden Produktes. Vor allem die Bauhöhe ist ein entscheidender Parameter: Die Lager weisen üblicherweise eine Genauigkeit von bis zu fünf µm auf.

Diese hohen Qualitätsanforderungen waren bei dem Sendzimir-Walzgerüst des Betreibers gefährdet. Als Alternative zum Z-Stahl bot man dem Unternehmen dann schließlich Lager aus EP-Stahl an, der noch reiner und feinkörniger ist als der bisher verwendete Z-Stahl. Der Grund: Es befinden sich weniger nichtmetallische, oxidische Einschlüsse im Werkstoff, der dadurch eine längere Ermüdungslebensdauer erreicht. Gesagt getan: Der Anwender tauschte einen kompletten Lagersatz für eine Achse aus. Nachdem dieser Lagersatz dann mehr als 5.000 Stunden ohne Ausfälle und ohne Ausfallerscheinungen in Betrieb war, wurde auch der Austausch der anderen sieben Achsen beschlossen.

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Der Werkstoff wurde von dem nord- rheinwestfälischen Unternehmen in Zusammenarbeit mit einem Stahlhersteller entwickelt; zugleich erarbeiteten die Ratinger Experten ein neues Bild gebendes Verfahren, mit dem sich die Reinheit des Stahls im Labor beurteilen lässt. lg

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