Lineartechnik-Lösungen

Mit Riemen oder Spindel

Lineartechnik von der Stange liefern können viele. Eine der großen Stärken von Hersteller RK Rose + Krieger ist jedoch die Umsetzung kundenspezifischer Lösungen. Das betrifft nicht nur einzelne Komponenten, sondern vor allem Module und ganze Funktionseinheiten. Als Vorteil für den Anwender bewährt sich dabei die übergreifende Kompatibilität von Linear-, Profil und Verbindungstechnik im Rahmen des Produktbaukastens des Unternehmens. SCOPE-Redakteur Michael Stöcker stellt hier exemplarisch drei konkrete Anwendungsbeispiele vor.

Ob Handlingsysteme für die Laminatfertigung, Prüfgestelle für die Stahlindustrie oder sogar Apparate zum Knüpfen wertvoller Teppiche – mit seinen lineartechnischen Komponenten bietet das Unternehmen RK Rose + Krieger für fast jede Aufgabe eine maßgeschneiderte Lösung. Maßgeschneidert? Zugegeben, das ist eine inzwischen recht strapazierte Vokabel. Im Fall des Mindener Herstellers findet sie jedoch ihren Beleg in einer hohen Spezialisierung auf die Realisierung kundenspezifischer Lineartechnik-Konstruktionen.

Die Grundlage dafür bildet der umfangreiche Lineartechnik-Baukasten des Unternehmens mit seinen zahnriemen- oder spindelgetriebenen Lineareinheiten. Dabei steht hier neben der neuen RK Duoline-Generation eine Vielzahl an Lineareinheiten-Baureihen zur Auswahl, die je nach den Parametern des konkreten Anwendungsfalls – etwa für Belastungen, Dynamik und Lebensdauer – zum Tragen kommen.

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Die Herstellung von Laminat beispielweise stellt überdurchschnittliche Anforderungen an die eingesetzten Lineareinheiten. Denn zu hohen Taktzahlen im Dauerbetrieb gesellt sich eine extreme Belastung der Führungen durch den Melaminstaub, der bei der Bearbeitung der Laminatplatten entsteht. Er macht alle Oberflächen stumpf und bremst jede Bewegung ab. Die Konsequenzen daraus freut weder Maschinenbediener noch Instandhalter noch Controller: Häufige Ausfälle, lange Stillstandzeiten und hohe Reparaturkosten.

In einem davon betroffenen Betrieb änderte sich die Situation erst mit dem Einsatz von zahnriemengetriebenen Lineareinheiten des Typs RK Duoline Z 80 Protect aus Minden. Das hatte seine guten Gründe: Die wartungsfreundlichen Kugelschienenachsen der dritten Baureihen-Generation sind mit einem Edelstahlband gekapselt und erreichen deshalb immerhin die Schutzart IP40. Sie zeichnen sich laut Hersteller „durch kurze Zykluszeiten, hohe Taktraten sowie eine große Wiederholgenauigkeit und Zuverlässigkeit aus“ und zeigen sich auch den hohen Belastungen in der Laminat-Fertigung gewachsen.

Ebenfalls zur dritten Generation dieser Lineareinheiten zählen die zahnriemengetriebenen Lineareinheiten vom Typ RK Duoline Z 120 mit integriertem Endschalter, die in Messgeräten zur Qualitätssicherung, die in der Stahlindustrie eine wichtige Rolle spielen, zum Einsatz kommen. In der Praxis sieht das so aus: Die zu prüfenden Stahlbänder laufen horizontal zwischen zwei typgleichen Lineareinheiten hindurch. An den Schlitten der Lineareinheiten – und zur Ober- und Unterseite des zu prüfenden Stahlbands gerichtet – sind die Messköpfe über Flansche befestigt. Der integrierte Endschalter gestattet die Einstellung der Hublänge und verhindert ein Verfahren der Einheit bis zum Anschlag. „Diese neuen Achsen der dritten RK Duoline-Generation bieten eine hohe Effizienz auf sehr kleinem Raum und sorgen so für mehr Flexibilität in automatisierten Abläufen“, betont der Hersteller. Die vier grundsätzlichen Baugrößen 160/120/80/60, variable Motoranschlüsse sowie Klemm- und Nutenleisten senken den Konstruktionsaufwand und vereinfachen die kundenspezifische Anpassung.

Und zum Schluss noch ein ganz und nicht alltägliches, aber höchst interessantes Lineartechnik-Anwendungsbeispiel: Eine Portalkonstruktion zum Knüpfen großer Teppiche. „Hier lag die Herausforderung in der Stabilität des Gestells, da aufgrund der geforderten Größen hohe Drehmomente wirken“, heißt es dazu aus Minden. Mit anderen Worten: Die Konstruktion erforderte stabile Profile im Zusammenspiel mit zuverlässigen Lineareinheiten. Die Ingenieure von RK Rose + Krieger konstruierten sie deshalb aus Blocan-Aluminiumprofilen der Baugröße 80 x 160 mit oben und unten in den Rahmen integrierten zahnriemengetriebenen Linearachsen sowie zwei weiteren RK Duoline-Zahnriemeneinheiten der Baugröße 80 x 120. Bei den Profilen griffen sie auf Blocan-Strukturprofile mit allseitigen Befestigungsnuten zurück. Diese zeichnen sich durch nahezu unbegrenzte Einsatzmöglichkeiten, einen geringen Konstruktionsaufwand und optimierte Planungs- und Montagekosten aus. Die Verbindung erfolgt dann – ohne jede weitere mechanische Bearbeitung – mit speziellen Profilverbindern des Unternehmen. ms

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