Antriebskomponenten für E-Motive

Franz Morat und Swoboda Hartmann gründen Joint Venture

Die Franz Morat Group und die Swoboda Hartmann Gruppe positionieren sich mit der Anfang März neu gegründeten Gesellschaft Morat Swoboda Motion GmbH noch stärker im boomenden E-Motive-Markt. Beide Gesellschaften halten 50 Prozent der Anteile an dem gemeinsamen Unternehmen.

Die Franz Morat Group produziert verzahnte Antriebskomponenten für Elektrofahrzeuge und E-Bikes aus Metall und Kunststoff (Bild: Veja / Shutterstock.com)

Das Kerngeschäft ist die Produktion von Antriebskomponenten für den E-Motive-Sektor. Hier hat sich Franz Morat in den vergangenen Jahren als Entwicklungspartner und Lieferant für kundenspezifische Verzahnungsteile aus Metall und Kunststoff etabliert. Bereits seit rund zehn Jahren fertigt das Eisenbacher Traditionsunternehmen verzahnte Rotorwellen für den Antriebsstrang von Elektrofahrzeugen und E-Scootern.

Die Franz Morat Group produziert verzahnte Antriebskomponenten für Elektrofahrzeuge und E-Bikes aus Metall und Kunststoff (Bild: Shutterstock.com)

Einen besonderen Aufschwung hat in den letzten Jahren der Markt für E-Bikes und Pedelecs erfahren. Die Fahrräder mit Elektromotor sprechen mit modernem Design und weiterentwickelter Batterie- und Antriebstechnologie inzwischen immer mehr technikbegeisterte und jüngere Menschen an. Der Eintritt in diesen Wachstumsmarkt gelang Franz Morat vor gut fünf Jahren mit der Auslegung und Fertigung einer Stirnradstufe, bestehend aus einem Kunststoff-Zahnrad und einer Rotorachse aus Stahl. Im vergangenen Jahr wurde der Verzahnungsspezialist mit dem bislang größten Einzelauftrag der Firmenhistorie für die Produktion der Antriebskomponenten eines E-Bike-Motors nominiert. Weitere großvolumige Projekte befinden sich aktuell in der Pipeline oder sind bereits in der Vorserie.

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Gökhan Balkis, Geschäftsführer der Franz Morat Group (Bild: Franz Morat Group)

„Um die aktuellen Großprojekte und die damit verbundenen Investitionen erfolgreich abzuwickeln und den strategischen Ausbau des dynamischen Geschäftsbereichs E-Motive weiter vorantreiben zu können, bedurfte es eines neuen Geschäftsmodells“, so Gökhan Balkis, Geschäftsführer der Franz Morat Group. „Der E-Motive-Markt hat inzwischen vergleichbare Anforderungen wie die Automobilindustrie. Daher waren wir auf der Suche nach einem international erfahrenen Partner, der die Automotive-Prozesse und Strukturen kennt und lebt“.

Die Swoboda Hartmann Gruppe unterhält zehn Standorte in sechs Ländern und beliefert namhafte Automobilhersteller mit Produkten aus den Bereichen Elektronik, Sensorik und Mechatronik und ist damit nicht in den Kernbereichen Zahnradtechnik und Antriebstechnik der Franz Morat Group aktiv. „Uns war früh klar, dass wir eine Kooperation mit einem Industrieunternehmen anstreben. Bereits in den ersten Gesprächen mit der Swoboda Hartmann Gruppe stellte sich heraus, dass die strategische Ausrichtung beider Unternehmen und die sich daraus ergebenden Synergiepotentiale die ideale Grundlage für eine nachhaltig erfolgreiche Partnerschaft darstellt“, erklärt Balkis.

Das Produktionswerk für das E-Motive-Geschäft, das zu Beginn rund 40 neue Arbeitsplätze schafft, wird in Polen errichtet. Dort betreibt Franz Morat in Nowa Ruda, Niederschlesien seit Juli 2015 erfolgreich ein Montagewerk für den Geschäftsbereich Antriebstechnik. Der Beginn der Serienproduktion ist für Frühsommer 2019 geplant.

Parallel zum Aufbau des neuen Produktionsstandorts investiert das Unternehmen bis zu zehn Prozent des Vorjahresumsatzes in die technologische Weiterentwicklung der Kernkompetenzen und in die Digitalisierung von Prozessen und Abläufen. „Wir werden unseren Stammsitz in Eisenbach kontinuierlich zum Technologiezentrum der Franz Morat Group ausbauen und dort die Akquise, die Entwicklung und den Ausbau zukunftsträchtiger Projekte der Zahnrad- und Antriebstechnik vorantreiben“, sagt Balkis. kp

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