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Fördertechniklösung von Spörk Antriebssysteme

Antriebstechnik von Siemens und RockwellVom Hybridsystem zum doppelten Standard

Karl-Heinz Klumpe

Die KHS-Gruppe bietet die Antriebstechnik ihrer Verpackungsanlagen nun durchgängig in zwei verschiedenen Varianten an.

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FördertechnikSpörk bringt Rebensaft auf Touren

Als die niederöstterreichische Weinkellerei Wegenstein ihren Firmensitz um eine neue Auslieferungshalle erweitert, um eine reibungslose Zug-um-Zug Auslieferung der täglichen Bestellungen zu gewährleisten, beauftragt sie die Firma Rollo als Generalunternehmer, um die Fördertechniklösung umzusetzen. Die wiederum holt Spörk Antriebssysteme für die gesamte Steuerungstechnik ins Boot.

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Förderrollenbahnen

Der mechanische Teil der Fördertechnik , realisiert von der Firma Rollo, beinhaltet

  • ein Schienensystem (Verfahrstrecke) mit 27 Metern Länge
  • einen Verfahrwagen zum Transport des Vollgutes (max. Gewicht pro Fuhre 1 Tonne)
  • Antriebstechnik
  • insgesamt 19 Rollenbahnen

Spörk Antriebssysteme wurde mit der gesamten Planung und Ausführung der neuen Steuerungstechnik sowie dem Erstellen und der Umsetzung eines neuen Sicherheitskonzeptes in enger Zusammenarbeit mit der Produktionsleitung von Wegenstein, Ernst Schmid, betraut. Alle Gewerke (Schaltschrankbau, Datenbankanbindung an das bestehende Hochregallagersystem der Firma Westfalia sowie der dazugehörigen Lagersoftware Navision, Programmierung, Visualisierung, Verkabelung und Inbetriebnahme vor Ort) wurden von den Spörk-Experten geplant und ausgeführt. Die besondere Herausforderung im Bereich der Steuerungstechnik lag einerseits bei der Umsetzung einer Vielzahl an sicherheitstechnischen Aspekten, sowie der Erstellung einer umfangreichen Visualisierungssoftware für die Datenbankanbindung.

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Visualisierungsbildschirm

Die insgesamt 19 Rollenförderbahnen wurden mit 10 Visualisierungsbildschirmen, worauf sämtliche Kundenbestell- sowie Produktdaten angezeigt werden, ausgestattet.

Eine zusätzliche Anforderung bestand darin, Verbrauchsmaterial automatisch aus dem Regalsystem auszulagern, welches nicht über einen Auftrag abgerufen wird und mit dem Verfahrwagen an die dafür vorgesehenen beiden Bahnen für Betriebsmittel geliefert wird.

17 Bahnen stehen für Verkaufsware zur Verfügung, 2 Bahnen für interne Betriebsmittel. Bei einer derart großen Datenmenge entschieden sich die Spezialisten der Firma Spörk für eine Steuerung JC-365 der Firma Jetter, die allen Anforderungen für genügend Speicherplatz, Rechenleistung und direkter Datenbankanbindung gerecht wird. Ein 2,5 Meter langer, im Hause Spörk gebauter Schaltschrank, wurde ebenfalls zur Steuerung der gesamten Fördertechnik fachgerecht platziert und angeschlossen.

Betreffend der Sicherheitstechnik mussten einige wichtige Aspekte bedacht und umgesetzt werden – „Safety first“ war hier oberstes Gebot, da die Bedienung bzw. die Entnahme der Vollgutpaletten von den Förderterminals von keinem geschulten Fachpersonal, sondern den jeweiligen Transporteuren erfolgt. Somit wurde einerseits ein durchgängiges Lichtgitter über die komplette Länge der Förderschiene (27 m) installiert, welches nur für die kurze Zeit unterbrochen wird, wenn eine Palette vom Verfahrwagen auf die Förderrollenbahn übergeben wird und danach sofort wieder „scharf“ geschalten wird. Zusätzlich wurde ebenfalls noch eine Überwachung am Beginn der Rollenbahnen implementiert, die die Bahn sofort stillsetzt, wenn sich Personen zwischen den Bahnen befinden sollten, um hier mögliche Verletzungsgefahren zuverlässig auszuschließen. Zudem wurden noch Sensoren sowie 3 mitfahrende Lichtschranken pro Wagenseite (hinten und vorne) installiert, die die gesamte Länge von 27 Metern permanent überwachen und exakt auf die gesamte Wegstrecke mit einer Fahrgeschwindigkeit von 1m/Sek. funktionieren müssen. Wird die Verbindung unterbrochen, steht der Wagen still. Dieses Sicherheitsfeature kommt vor allem im Wartungsfalle zu tragen, wenn sich Wartungspersonal auf der Wegstrecke befindet.

Ein weiteres Highlight – nach ausgelöstem „Not-Aus“ oder Quittierung setzt der Wagen seine Bewegung von dort fort, wo er gestoppt hat und findet sein Ziel. Er beendet seinen Auslieferauftrag somit – egal an welcher Stelle er unterbrochen wurde und fährt nicht wieder zum Startpunkt zurück und beginnt von Neuem seine Tour. Dies hebt die Produktivität und ist ebenfalls Teil des effektiven Ausliefermanagements.

Vom Projektierungsgespräch bis zur Inbetriebnahme der Anlage vergingen lediglich 2,5 Monate.

Die Weinkellerei Wegenstein

Lieferhalle Weinkellerei Wegenstein

....ist ein Unternehmen der REWE International AG, Österreichs Marktführer im Lebensmittel- und Drogeriefachhandel mit Sitz in Wiener Neudorf (NÖ) und wurde im Jahr 1988 von Karl Wlaschek gegründet. Mit einer Gesamtproduktion von etwa 20 Millionen Flaschen Wein pro Jahr zählt Wegenstein zu den größten Kellereien der österreichischen Weinlandschaft und bezieht von etwa 600 Winzern, diversen Genossenschaften und Weinhandelsagenturen und Händlern etwa 12 Mio. Liter Moste & Weine pro Jahr. Einen besonderen Stellenwert nimmt die Weinkellerei nicht nur als erfolgreiche Eigenmarke, sondern auch als wichtiger Produktionsbetrieb innerhalb des Konzerns ein. Die Weinkellerei ist als Abfüller verschiedenster Weinsegmente für die Vertriebsschienen BILLA, MERKUR, PENNY, ADEG und Sutterlüty tätig.

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