Drehantriebe

Der Sonne folgen

Internationale Solarprojektierer, Anlagenbauer und Investoren setzen zunehmend auf solarthermische Großanlagen mit der CSP-Technik (Concentrated Solar Power). Durch den Einsatz der Gleitlagerdrehantriebe von Inter Control in Fresnelanlagen und Parabolrinnen, werden dabei einzelne Kollektoren bzw. Segmente (Tragkonstruktion mit montierten Spiegeln) beidseitig drehbar gelagert und angetrieben. Speziell in Parabolrinnen wird durch das synchrone Drehen mehrerer Gleitlagerdrehantriebe eine sogenannte elektronische Welle realisiert. Dabei werden durch die Antriebe die angebundenen Kollektoren einzeln, mit definierten Momenten und hoch präzise dem Verlauf der Sonne nachgeführt. Der Aufwand zur Versteifung der Tragkonstruktion für die Solarspiegel wird so reduziert. Eine großtechnische Parabolrinne wird heute etwa alle zwölf Meter auf Pylonen gelagert, auf denen die Tragkonstruktion - die 100 bis 120 Meter lang ist - durch eine zentrale Antriebseinheit gedreht wird. An die Tragkonstruktion sind gekrümmte Spiegel - mit einer Spannweite von etwa sechs Metern - und das Absorberrohr montiert. Die Tragkonstruktion besteht aus mehreren Kollektoren, die über die gesamte Länge, weitgehend verwindungssteif, miteinander verbunden sind. In dieser Art von Parabolrinnen muss die Tragkonstruktion bei zum Teil extremen Seitenwinden über die gesamte Länge gewährleisten, dass alle Spiegel bestmöglich zur Sonne bzw. zum Absorberrohr ausgerichtet sind. Daher ist eine hohe Präzision und eine hohe Verwindungssteifigkeit der gesamten Tragkonstruktion die Voraussetzung für einen hohen Wirkungsgrad heutiger Anlagen. Maßgeblich für den wirtschaftlichen Betrieb einer CSP-Anlage ist neben dem Standort, der Betriebsdauer und den Investitionskosten, der Einsatz von anwendungsoptimierter Technik. Die Unternehmen und Institute beschäftigen sich deshalb damit, die Reflexionsgrade der Spiegelflächen zu steigern, die Absorptionsgrade der Receiverrohre zu verbessern sowie die material- und kostenintensive Tragkonstruktion der Spiegel zu optimieren. In Parabolrinnen wird zudem ein Gesamtsystem aus Sonderantrieben, Steuerungen und Sensoren eingesetzt, die mit der Antriebstechnik von Inter Control neue Potentiale zur Senkung von Investitionskosten und zur Steigerung von Wirkungsgraden eröffnen. Bedingt durch den symmetrischen Gehäuseaufbau und die drehenden, seitlichen Flanschaufnahmen fügen sich die Gleitlagerdrehantriebe gut in die Kundenkonstruktion ein. Für die optimale Wirtschaftlichkeit übernimmt der Antrieb neben dem Drehen der angeflanschten Rinnensegmente, gleichzeitig die Lagerungsfunktion zwischen zwei Segmenten. Im Gegensatz zu herkömmlichen Antrieben, sind die Gleitlagerdrehantriebe des Unternehmens Antrieb und Lagerung in einer Einheit. Die Antriebe sind für die Anwendung in Parabolrinnen und Fresnelanlagen optimiert. Sie haben eine hohe Winkelhaltegenauigkeit bei hohen Drehmomenten und sind robust sowie zum vollständigen Antriebssystem ausbaufähig. Sie sind mit passenden Getriebemotoren, integrierten Endschaltern, busfähigen Winkelsensoren sowie Steuerungen lieferbar. Die gekapselten, langlebigen und nahezu wartungsfreien Antriebseinheiten werden heute für Spiegelflächen bis 100 m² eingesetzt. ms

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