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Fördersysteme von Tsubaki Kabelschlepp

Antriebstechnik von Siemens und RockwellVom Hybridsystem zum doppelten Standard

Karl-Heinz Klumpe

Die KHS-Gruppe bietet die Antriebstechnik ihrer Verpackungsanlagen nun durchgängig in zwei verschiedenen Varianten an.

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FördersystemeDer Dreck muss weg

Laserschneiden ist wirtschaftlich, präzise und ermöglicht auch komplexe Bearbeitungen. Um einen hohen Teileausstoß zu erreichen und somit möglichst effizient zu arbeiten, benötigen moderne Laserschneidmaschinen jedoch ein individuelles, an die Maschine angepasstes Entsorgungskonzept. Der Schweizer Anbieter Bystronic setzt bei seinen Anlagen auf Fördersysteme von Kabelschlepp Hünsborn – unter anderem auch bei der CO2-Laserschneidmaschine namens By Autonom.

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By Autonom

Sie ist selbständig, zuverlässig und dynamisch, die Neue aus der Fertigung. Ihr Name ist By Autonom und sie kommt aus gutem Schweizer Hause. Die Rede ist von einer autonom arbeitenden Laserschneidmaschine von Bystronic. Die By Autonom stellt sich selbstständig auf Art und Dicke des Rohmaterials ein: Ohne Eingriff des Bedieners holt sich die Maschine einfach die passende Brennweite und die entsprechende Düse, zentriert automatisch und schneidet los. Darüber hinaus ist die Maschine standardmäßig mit einer Kollisionskontrolle ausgestattet. Bei einer Düsenkollision mit aufragenden Teilen stoppt die Maschine automatisch, fährt zurück, prüft den Zustand der Schneiddüse und startet anschließend neu. „Die By Autonom meldet zudem selbstständig, wenn die Maschine oder eine Komponente gewartet oder überprüft werden muss“, so Ernest Imboden, Leiter Schneidsysteme bei Bystronic. „Für den Bediener bedeutet das, dass er weniger oft eingreifen muss und sich auf Planung und Kontrolle konzentrieren kann.“

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Wave-Belt-System

Abgesehen von der autonomen Arbeitsweise überzeugt die Laserschneidmaschine mit Zuverlässigkeit und Dynamik – dafür sorgen unter anderem Linearmotoren der neusten Generation. „Eine schnelle Bearbeitung ermöglicht einen hohen Durchsatz, was wiederum die Kosten pro Teil senkt“, erläutert Imboden. Für eine größtmögliche Effizienz der Maschine gibt es jedoch noch ein weiteres Erfolgsrezept – nämlich Stillstandzeiten möglichst zu vermeiden. Dazu können fortschrittliche Fördersysteme beitragen, um die bei der Bearbeitung entstehenden Abfallteile laufend abzutransportieren. „Ein gutes Fördersystem kann die Verfügbarkeit einer Laseranlage erhöhen, da die Reinigung der Maschine weniger aufwändig ist und viel seltener erfolgen muss“, bestätigt Imboden. „Das ist besonders relevant für Kunden, die im 3-Schicht-Betrieb arbeiten. Sie haben gar nicht die Möglichkeit, eine Reinigung durchzuführen.“ Um von diesen Vorteilen profitieren zu können, muss selbstverständlich auch das Fördersystem höchsten Qualitätsansprüchen genügen.

Alle Komponenten, die für die Leistung ihrer Anlagen entscheidend sind, entwickelt Bystronic selbst oder zusammen mit ausgewählten Partnern. Bei den Fördersystemen für die Laserschneidmaschinen ist Letzteres der Fall: Bereits seit 2007 kooperiert Bystronic in diesem Bereich mit der Kabelschlepp GmbH Hünsborn.

„In den vergangen sieben Jahren haben wir zusammen kontinuierlich daran gearbeitet, die Förderer bestmöglich an unsere Bedürfnisse anzupassen“, erinnert sich Ernest Imboden. „Das hat die Qualität nachhaltig verbessert.“ Bei Laserschneidmaschinen können keine Modelle „von der Stange“ zum Einsatz kommen. Das liegt vor allem daran, dass bei diesem Verfahren je nach Teilegrößen und Material sehr unterschiedlicher Abfall abtransportiert werden muss: Die Größe und Menge von Schlacke, Staub und Gutteilen ist von Kunde zu Kunde sehr unterschiedlich. „Die Förderer müssen demnach so konzipiert sein, dass sie den verschiedensten Anforderungen gerecht werden.“ Zudem mussten sie konstruktiv an die räumlichen Gegebenheiten in den Maschinen angepasst werden.

So ist im Laufe der Jahre eine Lösung entstanden, die alle Seiten zufrieden stellt. Sie besteht aus einer aufeinander abgestimmten Fördererkombination aus Längs- und Querförderer; die Abfallteile werden quer zur Längsachse in einen Container ausgetragen. „Innerhalb der Maschine arbeitet das bewährte Wave-Belt System. Gegenüber konventionellen Scharnierbändern hat es den Vorteil, dass durch die spezielle Geometrie eine höhere Steifigkeit erzielt wird und die Platten fast spaltfrei aufeinander gleiten“, schildert André Kleinhans, Manager Development & Design Conveyor and Protection Systems bei Tsubaki Kabelschlepp. „Dies gewährleistet einen sicheren Betrieb, auch bei der sehr hohen Teilevarianz, wie sie bei Laserschneidmaschinen typisch ist.“

Das Wave Belt System wurde im Laufe der letzten Jahre ständig weiterentwickelt, um Servicezeiten zu reduzieren und die Maschinenverfügbarkeit zu erhöhen. So werden heute alle Wave-Belt Förderer mit einer neu entwickelten Bandreinigungseinheit ausgeliefert. Der Hintergrund: Nicht nur die Maschine selbst, auch die Fördersysteme müssen von Zeit zu Zeit gesäubert werden. „Allerdings ist der Zugang zu den Förderbändern bei manchen unserer Maschinen nicht ganz einfach“, erläutert Ernest Imboden. „Zudem wollen und können einige unserer Kunden die Maschine nicht ständig abstellen, um sie zu reinigen. Deshalb ist es sinnvoll, den Vorgang weitgehend zu automatisieren.“ Die Bandreinigungseinheit entfernt kontinuierlich etwaige Verunreinigungen. Größere Ablagerungen können sich so gar nicht erst bilden, Schmutz und Staub werden direkt abtransportiert. Eine manuelle Reinigung der Bänder muss viel seltener erfolgen und geht schneller. ee

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