Normelemente

Daniel Düsentriebs Unterstützer

Im Rahmen ihrer Nachwuchsförderung greift Norelem Normelemente den Ingenieuren in spe unter die Arme: Der Hersteller und Lieferant für Industriekomponenten stellt ausgewählten Hochschulstudenten Bauteile kostenlos für unterschiedliche Projektarbeiten zur Verfügung. Klar im Trend liegen dabei Forschungsprojekte aus dem Bereich erneuerbare Energien.

Studierende der Fachhochschule Bochum entwickeln im Rahmen des Projekts „SolarCar“ alle zwei Jahre ein solarbetriebenes Auto – möglich wird das durch die Unterstützung von Sponsoren wie Norelem. (Foto: Hochschule Bochum)

Rund 28.000 Norm- und Maschinenelemente für den Maschinen- und Anlagenbau sowie zum Messen und Prüfen umfasst das Vollsortiment von Norelem. „Mit der Vielzahl an Produkten wollen wir unseren Kunden dabei helfen, verschiedenste Ideen zu realisieren“, erklärt Marcus Schneck, Geschäftsführer von Norelem. Gute Ideen unterstützt das Markgröningener Unternehmen aber auch mit seiner Nachwuchsförderung: Wer im Rahmen seiner Ausbildung an einer Hochschule im deutschsprachigen Raum eine Projektarbeit plant, erhält von Norelem die benötigten Produkte – und zwar kostenlos. „Es passiert so gut wie nie, dass wir Projekte ablehnen. Die Kreativität der Studenten ist wirklich eindrucksvoll“, schildert Marcus Schneck. „Derzeit unterstützen wir 15 laufende Projekte.“ Falls es beim Einbau der Komponenten Fragen gibt oder das richtige Produkt für die jeweilige Anwendung erst noch gefunden werden muss, ist auch die Beratung durch das Norelem-Fachpersonal im Sponsoring-Paket inbegriffen. „Nur wenn wir heute Talente fördern, können Ideen von morgen auch verwirklicht werden“, betont der Geschäftsführer. „Von gut ausgebildeten Arbeitskräften profitiert nachhaltig die ganze Industriebranche.“

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Die unterstützten Projektarbeiten umfassen inhaltlich eine große Bandbreite. Besonders populär sind Projekte aus dem Automobilbereich, wie die Formula-Student-Wettbewerbe. „Es ist faszinierend, wie viel Leidenschaft und Zeit die Teilnehmer in ihre Autos investieren“, erzählt Svenja Binder, Marketing Referentin bei Norelem. Nicht selten sind aber auch ungewöhnliche und kreative Konzepte, wie zum Beispiel das Projekt „Actor“, bei dem Studenten Experimente mit einer echten Rakete durchführen.

Nicht ganz so ausgefallen, aber mindestens genauso wichtig sind Projekte, die sich mit dem klassischen Maschinen- und Anlagenbau beschäftigen. So stellte sich 2014 eine Gruppe von Studenten der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) Heidenheim der Aufgabe, eine Dreiachs-CNC-Fräsmaschine zu konstruieren und zu bauen. Die Herausforderung: Ein Budget von 1.000 Euro und nur vier Monate Zeit. „Wir waren im fünften Semester und wollten das Gelernte unter Beweis stellen“, erinnert sich Rainer Wiedenmann, damals Teil des Projektteams. „Aufgrund des knappen Budgets hat uns Norelem optimal unterstützt.“ Die Gruppe nutzte zudem die Beratung des Fachpersonals, um die passenden Bauteile für die vorliegende Anwendung zu finden. Die Wahl fiel schließlich auf Führungswellen und Linearkugellager, die sich durch eine hohe Steifigkeit auszeichnen. Zudem verbauten die Studenten präzise Kugelgewindetriebe. „Durch die hochwertigen Bauteile konnten wir bei unserer selbstentwickelten Fräsmaschine in Punkto Genauigkeit glänzen“, freut sich Wiedenmann.

Die Sonnenenergie nutzen

Darüber hinaus stellt Svenja Binder einen klaren Trend fest: „Wir sehen bei den von uns unterstützten Projekten einen Tendenz zu den erneuerbaren Energien. Vor allem die Solartechnik ist ein beliebtes Forschungsthema.“ Ein gutes Beispiel dafür ist die „Renewable Energy Challenge“ – ein Wettbewerb, den die Studenten des Karlsruher Institutes für Technologie (KIT) im Jahr 2013 auf die Beine stellten. Die Aufgabe: mit einfachen Mitteln ein Kraftwerk mit maximal zehn Quadratmetern Fläche zu bauen, das sich mithilfe erneuerbarer Energie betreiben lässt. Sieben Teams reichten ihre Konstruktionspläne ein. Drei davon wurden ausgewählt, ihre Idee in die Realität umzusetzen, darunter das von Norelem unterstützte Team Green Air Energy.

Das Mini-Kraftwerk der Studenten basiert – vereinfacht gesprochen – auf einem bettgroßen Holzkasten, auf dem ein Absorberblech befestigt wird. Die Sonne erhitzt das schwarze Blech und erwärmt die Luft die wiederum einen Stirlingmotor antreibt. Auf diese Weise produziert das einfache Kraftwerk an einem Sonnentag immerhin eine Leistung von etwa 30 Watt. „Norelem stellte uns Spannverschlüsse und Gegenhaken zur Verfügung, die das Holzgehäuse mit der Absorbereinheit verbinden“, erläutert Lukas Kaul, Sprecher des Teams Green Air Energy. Zudem verbauten die Studenten in der Hebelmechanik im Inneren der Anlage einen Konus-Spannring des Normteileanbieters. „Bei unserem begrenzten Budget von 1.500 Euro stellten die kostenlosen Bauteile eine große Hilfe dar. Wir waren beeindruckt, wie unkompliziert und engagiert Norelem unser studentisches Projekt unterstützt hat.“

Mit Solartechnik lässt sich aber nicht nur Strom erzeugen – die Energie der Sonne kann auch Autos antreiben. Unter Beweis stellen das seit bereits mehr als einem Jahrzehnt Studenten, Mitarbeiter und Professoren der Bochumer Fachhochschule. 2001 fuhr der erste solarbetriebene Wagen aus dieser Kooperation bei der World Solar Challenge (WSC) in Australien mit. Seitdem entwickeln Studierende der Hochschule im Rahmen des Projekts „SolarCar“ alle zwei Jahre ein Auto, das ausschließlich von der Energie der Sonne angetrieben wird.

„Es handelt sich hier um ein Projekt, das alle Facetten des Ingenieurberufes beleuchtet: Teamarbeit, Projektmanagement, interkulturelle Perspektiven und nicht zuletzt die Faszination moderner Technik“, betont Stefan Spychalski, an der Hochschule Bochum zuständig für Kommunikation, PR und Medien. „Möglich wird es aber nur durch die andauernde und engagierte Unterstützung unserer Sponsoren.“ Aktuell befindet sich der sogenannte ThyssenKrupp SunRiser im Bau. Aus Markgröningen kommen für den neuesten Sonnenwagen Arretierbolzen, die für eine flexible Befestigung der Batterieboxen im Auto sorgen. „Die Arretierbolzen lassen sich schnell lösen, wenn es einmal brenzlig wird und die Batterien rasch entfernt werden müssen“, erklärt Spychalski. „Sie müssen allerdings extrem robust sein, um den extremen Einsatzbedingungen standhalten zu können.“ Und das sind sie offensichtlich – sei es bei einer Ralley in Australien oder in deutschen Hörsälen. cs

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