Antriebslösungen 4.0

Bonfiglioli stellt sich der digitalen Revolution

Für den italienischen Antriebsspezialisten Bonfiglioli läuft es nach dem Ausstieg aus dem Photovoltaik-Geschäft gut: 2016 verzeichnete das Unternehmen einen Umsatz von 790 Mio. Euro (2015: 730 Mio. Euro) und damit das beste Jahr in seiner über sechzigjährigen Geschichte. Auf der Hannover Messe gab Präsidentin Sonia Bonfiglioli einen Einblick in die Unternehmensstrategie. 

Präsidentin Sonia Bonfiglioli auf der Pressekonferenz im Rahmen der Hannover Messe. Bild: Karin Faulstroh

Das Familienunternehmen mit Sitz in Bologna zählt nach eigenen Angaben mit einem Marktanteil von 15 Prozent zu den größten Herstellern von Antriebstechniklösungen für Bagger, Raupen, Betonmischer, Kipper, Planierer uvm. Zudem beliefere man mit seinen Azimut- und Pitchantrieben 35 Prozent aller Windenergieanlagen und sei somit Weltmarktführer im Windenergiesektor. In den letzten drei Jahren stieg der Umsatz in den Regionen Asien und Amerika mit mehr als 20 Prozent am stärksten, besonders in Brasilien, China, Indien und Russland. Jedoch sind Europa und der Mittlere Osten mit fast 57 Prozent des Gesamtumsatzes nach wie vor die wichtigsten Märkte. Der Rest des Umsatzes teilt sich auf in 20 Prozent in den Amerikas und 23 Prozent in der Region Asien/Pazifik, bei einer jährlichen Wachstumsrate von 15 Prozent.

Präsidentin Sonia Bonfiglioli erklärte auf der Hannover Messe, die digitale Transformation sei eine unausweichliche Herausforderung. Man müsse jedoch die richtige Balance finden zwischen den eher evolutionären Entwicklungsschritten der Hardware-Anbieter und den revolutionären Bewegungen der reinen Digital Player. In den kommenden drei Jahren sollen allein rund 145 Millionen Euro in die Digitalisierung der Produktionsanlagen sowie in Forschung & Entwicklung investiert werden. Produktseitig gesehen bietet Bonfiglioli bereits heute für eine Vielzahl seiner Produkte ein Condition Monitoring-System an, welches den Antrieb überwacht, notwendige Wartungsarbeiten meldet und damit längere Stillstandzeiten verhindert. kf

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