Stangenlademagazine

Immer bei der Stange bleiben

Die gelb lackierten Lademagazine der Turbo-Baureihe von FMB sind in der deutschen Drehteile-Industrie weit verbreitet und haben sich inzwischen eine stattliche Fangemeinde erobert. Die Faulbacher wissen es freilich ganz genau: Über 16.000 Lademagazine hat das Unternehmen bereits an den Mann gebracht – „und werktäglich kommen sechs bis sieben weitere hinzu“, heißt es. Nun ruht sich der Hersteller nicht aus auf seinen Lorbeeren, sondern hat seine Stangenlademagazine (3,0 bis 26 Millimeter Durchmesser) für Langdrehmaschinen hinsichtlich Stabilität und Ergonomie grundlegend überarbeitet. Außerdem wurde das Lieferprogramm um eine weiteres Lademagazin für Stangendurchmesser von 3,0 bis 32 Millimeter erweitert.

Die wichtigsten Optimierungen im Vergleich zu den bisherigen Konstruktionen wollen wir hier kurz nennen. Die beiden Magazine verfügen über ein neu entwickeltes, biegesteifes Grundprofil, das im Zusammenwirken mit dem ölgefluteten Zuführkanal eine hohe Führungsqualität und eine verbesserte Geräusch- und Schwingungsdämpfung gewährleistet. Den schnellen Formatwechsel unterstützen Kunststoff-Zuführkanäle, die einen manuellen Austausch ohne Akrobatik innerhalb von wenigen Minuten ermöglichen. Der Hersteller betont: „Da für jeden Materialdurchmesser nunmehr quasi im Handumdrehen ein optimal passender Kanaleinsatz eingewechselt werden kann, lassen sich deutlich höhere Spindeldrehzahlen fahren, was sich gegebenenfalls in kürzere Stückzeiten umsetzen lässt oder auch beim Bearbeiten vor allem kleiner Materialdurchmesser wirtschaftlichere Schnittwerte erlaubt.“

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Schnelle Wechsel

Beide Stangenlader verzeichnen auch beim Wechsel von Rund- auf Mehrkantmaterial Vorteile. Denn sie haben für die Führung der Materialstange zwischen Drehmaschine und Lademagazin eine kombinierte Führungslünette mit Rollen und Backeneinsätzen, die sich rasch von Rollen- auf Backenführung umstellen lässt. Das vereinfacht das Umrüsten und spart Zeit. Beladen werden beide Magazine von der Seite. Das kann wahlweise von links oder rechts geschehen, wobei die Materialrampe (280 Millimeter breit) ausreichend Beladekapazität für eine hohe „Laufautonomie“ bietet. Das Niederhaltesystem ist zentral einstellbar. Das spart ebenfalls Zeit beim Rüsten.

Des weiteren weisen die Magazine eine selbstzentrierende Greifereinrichtung für das Eindrücken der Materialstange in die Spannhülse und zum Abziehen des Reststücks auf. Für das positionierte Einschieben der Materialstange in die Drehmaschine sorgt die integrierte Wegeinschubsteuerung. „Dabei lassen sich Dank des zuschaltbaren Intervallvorschubs selbst Profilstangen prozesssicher zuführen“, erläutert der Hersteller. Die Steuerung sowie die Servo- und Achsantriebe der Stangenlader kommen aus dem Hause Fanuc. Auch das sicher keine schlechte Empfehlung. Die SPS-Steuerung fasst zahlreiche Einstellungen unter einer recht komfortablen Bedienoberfläche zusammen. Das Bedientableau bietet dem Anwender umfangreiche Kontrollmöglichkeiten und zeigt sämtliche Parameter in Klartext an.

Platz sparen

Die neuen Lademagazine für Stangen mit Durchmessern von 3,0 bis 26 Millimeter und 3,0 bis 32 werden ab Werk für 3.200 Millimeter und 4.200 Millimeter lange Materialstangen geliefert. Zu erwähnen ist in diesem Zusammenhang die ausschwenkbare und in ihrer Länge (auf die Drehmaschine) abgestimmte Vorschubstange. Dadurch lassen sich die Stangenlader sehr dicht am Drehautomaten platzierten. Das reduziert die insgesamt benötigte Anbaulänge und damit auch die benötigte Stellfläche in der Halle oder Werkstatt.

Mit Zusatzausstattungen, wie Rampenverlängerung, Bündelförderer, Lift oder Materialrampe (vorne oder hinten) können die neuen Stangenlademagazine von FMB gut in das bestehende Produktionsumfeld integriert oder an spezielle Kundenwünsche angepasst werden. Das gilt auch für die Wahl der Farbe: Es muss nicht immer gelb sein. Der Hersteller lackiert seine Anlagen auch in anderen Farben der RAL-Skala.Michael Stöcker

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