Frequenzumrichter

Leistungssprünge

Die zweite Generation der Umrichterfamilie Active ist jetzt in der Lage auch einen Leistungssprung bis 120 Prozent nach oben zusätzlich abzudecken. Ein 7,5 Kilowatt-Umrichter kann also dauerhaft neun Kilowatt Motorleistung bedienen; und aufgrund eines besonderen Modulationsverfahrens geschieht dies bei einer Frequenz acht Kilohertz sogar überraschend leise.

Der große Vorteil auf der Kostenseite aber ist der um 20 Prozent verringerte Platzbedarf, was sich speziell bei einer hohen Anzahl von Einzelantrieben wie in Textilmaschinen bemerkbar macht. Weitere Einsparmöglichkeiten bietet die Cold-Plate-Ausführung: Ausgerüstet mit einer planen Kühlkörperfläche, können die Umrichter Wärme an einen Kühlkörper abgeben, der entweder aus dem Schaltschrank herausragt, im Systemumfeld flüssigkeitsgekühlt oder mit Luft zwangsgekühlt werden kann. Diese Ausführungen der Umrichter sind wegen der notwendigen Anschraubbohrungen zwar etwas breiter, aber aufgrund der höheren Leistungsreserven ist dies kein Nachteil.

Eine besonders praktische Lösung ist das modulare System von Umgehäusen der Schutzart IP65, in das entweder ein Umrichter mit maximal vier Kilowatt oder bis zu zwei Umrichter mit jeweils maximal 1,5 Kilowatt Motorleistung eingebaut werden können – dies vermeidet die üblichen Sonderlösungen. Die Cold-Plate-Variante ist für den großen Schaltschrank ebenso passend wie für die dezentrale Antriebstechnik. Ein großer Vorteil dieser Geräte zeigt sich auch im Verbund. Ein integrierter Systembus auf der Grundlage der CANbus-Definition ermöglicht es, bei der Kommunikation zwischen den Umrichtern auf teuere Bussystem-Komponenten zu verzichten. In Verbindung mit einer übergeordneten SPS können dadurch Befehle und Ist-Daten in Echtzeit kommuniziert werden.

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Die Umrichter aus dieser Produktlinie sind aber nicht nur auf die Industrieautomatisierung begrenzt, sondern können ihre Vorzüge auch bei Pumpen- oder Ventilatorantrieben in der Prozess- und Gebäudetechnik umsetzen; nicht nur im Vergleich zu ungeregelten Antrieben ist hier ein deutlicher Einsparungseffekt zu erkennen. Die im mittleren Lastbereich benötigte Energie ist aufgrund der optimal aufeinander abgestimmten Hard- und Software der Geräte geringer als erwartet – ein wichtiger Faktor hinsichtlich der Lebensdauer. Dr. Peter Stipp

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