Von Dampfmaschine bis HyperPodX

Andreas Mühlbauer,

120 Jahre Continental-Antriebsriemen

Continental hat die Geschichte des Antriebsriemens und damit den Fortschritt der Industrie maßgeblich geprägt. Aus dem Jahr 1899 datiert die Anmeldung zur Marke Continental für Antriebsriemen. Mit einem einfachen Keilriemen fing alles an. Seitdem entwickelt und produziert das Unternehmen Riemen, die in nahezu jeder Industrie für den Antrieb sorgen.

Der Synchrochain Carbon treibt den HyperPodX an, der von Studierenden des kooperativen Studiengangs Engineering Physics der Hochschule Emden/Leer und der Universität Oldenburg entwickelt wurde. © Continental

Vor 150 Jahren trieben Dampfmaschinen Webstühle oder Spinnräder an. Die Energie wurde per Riemen aus Leder übertragen. Mit Anfang des 20. Jahrhunderts setzte der Keilriemen mit Verbindungsschloss, der von Continental aus einer Gummimischung produziert wurde, neue Maßstäbe für die Übertragung von Drehbewegungen. Sein Vorgänger, der Flachriemen, konnte bei gleicher Breite nur etwa ein Drittel der Kraft übertragen. Immer mehr Leistung sollten die Riemen übertragen können, möglichst platzsparend, robust und leicht anwendbar sein.

Der Keilriemen mit Verbindungsschloss setzte bereits Anfang des 20. Jahrhunderts technische Maßstäbe für die Übertragung von Drehbewegungen. © Continental

In den 1950er-Jahren produzierte das Unternehmen Zahnriemen aus Polyurethan. Mit einem Zugstrang aus Stahlcord waren sie noch leistungsfähiger und konnten die Riemenspannung konstanter halten. Mit ihren Zähnen waren sie formschlüssig und präzise. Höhere Drehgeschwindigkeiten und kleinere Bauräume waren somit möglich.

Flachriemen von Continental zeigten sich bereits in den 50er Jahren als zuverlässige Antriebslösung in der Landwirtschaft. © Continental

In den 80ern ließen sich Keilriemen ohne Gewebeummantelung herstellen. Das machte sie noch schmaler und gleichzeitig leistungsstärker. Eine Art Verzahnung brachte eine bessere Biegefähigkeit mit sich. Die Zahnriemen nahmen eine ähnliche Entwicklung.

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Der formschlüssige flankenoffene Conti FO/Z V-Riemen aus dem Jahr 1982 konnte deutlich mehr Last übertragen als seine Vorgänger. © Continental

Heute hat man sich auf die Verbesserung von Materialien und deren Kombination konzentriert: faserverstärkte Mischungen, EPDM, Aramidzugstränge und später auch Carbon. Letzteres dehnt sich auch bei hoher Zugbelastung nur minimal. Inzwischen hat das Unternehmen mehr als 18.000 Abmessungen und Ausführungen im Portfolio. Nicht zuletzt liefert Continental mit seinen Riemen der Hyperlooptechnologie, in der Experten einen revolutionären Ansatz für die Mobilität sehen, wertvolle Unterstützung. Studierende der Hochschule Emden/Leer und der Universität Oldenburg nutzten beispielweise einen Synchrochain Carbon von Continental für ein Hyperloop-Projekt. Mit dem Synchroforce Carbon brachte Continental zudem seinen ersten ölbeständigen Gummizahnriemen auf den Markt.

Die jüngste Entwicklung sind Riemen mit integrierter Sensorik für die Zustandsüberwachung.

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