Rapid Prototyping

Formen mit 3D-Druck

Bosch Rexroth Gießerei fertigt Formen mit 3D-Druck Industrie 4.0-Ziel variantenreicher Fertigung in der Form- und Gießtechnik umgesetzt.

Durch maßgeschneiderte Gusskerne, die mit 3D-Druckern hergestellt werden, reduziert die Bosch Rexroth Gießerei Lieferzeiten und Kosten für individuelle Gussteile und Kleinserien. Bild: Bosch Rexroth

Durch maßgeschneiderte Gusskerne, die mit 3D-Druckern hergestellt werden, reduziert die Bosch Rexroth Gießerei Lieferzeiten und Kosten für individuelle Gussteile und Kleinserien. Ersatzteile für ältere Maschinen oder Autos, Prototypen für neue Produkte oder Kleinserien: Die Gießerei von Bosch Rexroth beschleunigt die Herstellung von Guss-Bauteilen mit dem Einsatz von 3D-Druckern. Sie „drucken“ maßgeschneiderte Gusskerne und Formen. Damit reduziert die Gießerei sowohl Lieferzeiten als auch Kosten individueller Gussteile auf ein Minimum und geht einen wichtigen Schritt in Richtung Industrie 4.0.

Die werkzeuglose Herstellung von Bauteilen mit dem Gussverfahren ist in vielen Fällen die wirtschaftlichste Methode. Der zeitintensivste und teuerste Arbeitsschritt beim Kernschießverfahren war bislang die Herstellung einer Negativ-Form aus Sand. Traditionell fertigt man dazu individuelle Werkzeuge an, die dem Sand in einem aufwändigen Verfahren die Form geben. Damit rechnet sich das Verfahren nur bei höheren Stückzahlen.

Mit zwei 3D-Druckern vereinfacht die Form- und Gießtechnik von Bosch Rexroth in Lohr diesen Arbeitsschritt entscheidend. „Wir konzentrieren uns darauf, unseren Kunden einen messbaren Technologievorsprung verschaffen“, bekräftigt Florian Müller, Kaufmännischer Leiter der Gießerei. Kunden senden lediglich die CAD-Daten des gewünschten Bauteils und die 3-Drucker fertigen daraus nach dem additiven Prinzip den entsprechenden Sandkern oder die Form auch in komplexen Geometrien. Wenn keine Daten vorliegen lassen sich diese auch durch optische Messsysteme generieren. Es entfällt die Entwicklung und Fertigung von individuellen Werkzeugen für die Formenherstellung. Das senkt die Stückkosten für Prototypen und Kleinserien erheblich und verkürzt die Durchlaufzeiten vom Eintreffen des CAD-Datensatzes bis zum fertig gegossenen Produkt. „Viele unserer Kunden sind bereits überzeugt von den Vorteilen dieses innovativen Verfahrens für die schnelle werkzeuglose Herstellung“, betont Müller.

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Bei der Entwicklung von Prototypen können die 3D-Drucker die Geometrie zudem einfach und ohne Werkzeugkosten nachjustieren. Die eingesetzten Drucker decken verschiedene Festigkeiten und Filigranitätsstufen ab. Damit nähert sich die Gießerei den Zielen von Industrie 4.0 an, kleine Losgrößen zu Kosten einer Großserienfertigung herzustellen.

Neben dem Formmaschinenguss umfasst das Spektrum auch Facon-Kokillenguss, Strangguss, Glasformenguss sowie spezielle Gussqualitäten für die Bearbeitung von Kugeln und das Läppen von Wafern. Als eine der modernsten Gießereien Europas verarbeitet Bosch Rexroth Gusseisen mit Lamellen- und Kugelgraphit, Sonderlegierungen und weitere Werkstoffe sowie den Verbundguss.

Hannover Messe, Halle 5, Stand D30

Bosch Rexroth Aktiengesellschaft, Telefon:09352/180, www.boschrexroth.com

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