Produktdesign-Wettbewerb

60 Jahre Red Dot Award

Der Red Dot Award feiert dieses Jahr sein 60-jähriges Bestehen. Der Preis wird an Unternehmen vergeben, die nach Ansicht der Jury formschöne, leicht zu gebrauchende und funktionale Produkte auf den Markt bringen. Eine Reihe von Glanzpunkten der letzten sechs Jahrezehnte finden Sie in unserer Bildergalerie.

Die Red Dot Gala im Essener Aalto-Theater ist der krönende Abschluss des Wettbewerbs. Allen Preisträgern des Red Dot: Best of the Best wird die besondere Ehre zuteil, ihre Skulptur, die Red Dot Trophy, im Beisein von mehr als 1.200 Gästen aus aller Welt auf der Bühne entgegenzunehmen – darunter Designstars, Medienvertreter, Wirtschaftsexperten und Politiker. Auf der Bühne wird auch das Red Dot: Design Team of the Year gekürt werden und den Wanderpokal „Radius“ entgegen nehmen. Bild: Red Dot Design Award

1955 kam erstmals auf Initiative der Firma Krupp und des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI) eine Expertenrunde zusammen, um produzierte Bestleistungen zu küren und in einer „Ständigen Schau formschöner Industrieerzeugnisse“ in der Villa Hügel, dem Stammsitz der Krupps in Essen, auszustellen. Bis Anfang der 90er Jahre blieb der Schwerpunkt des Design Zentrums NRW überwiegend bei deutschen Produkten. Unter der Leitung von Professor Dr. Peter Zec wurde der Award international ausgeschrieben und erhielt im Jahr 2000 den Namen „Red Dot Design Award“.

Alleine im Produktdesign-Wettbewerb wurden 2014 mehr als 4.800 Teilnahmen verzeichnet – viel zu diskutieren und zu bewerten für die rund 40-köpfige Jury, denn die Produkte werden physisch eingereicht, eine Vorab-Auswahl am Computer findet nicht statt.

Das Red Dot-Logo prangt auch auf modernster Technik. Hunderte von Top-Produkten aus den Bereichen Unterhaltungselektronik, Kameras, Mobilfunk und IT werden jährlich zum Red Dot Award, der bereits seit 18 Jahren auf dem Gelände des Welterbes Zollverein in Essen organisiert wird, eingereicht. Kein Wunder also, dass Red Dot auch IT-Entwickler von Weltrang anzieht; Hideshi Hamaguchi aus Japan gehört ebenfalls zur Red Dot-Jury, ihm verdanken wir den USB-Datenspeicher.

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Martin Darbyshire, Gründer und CEO des Designstudios Tangerine, steht unter anderem für die markanten S-Sitze der Business Class von British Airways. Zu den ehemaligen Mitarbeitern des Red Dot-Jurors zählt Apple-Designchef Jonathan Ive ebenso wie der neue Design-Leiter von Samsung, Don-tae Lee. Für stilechte Geschwindigkeit sorgt auch Jurymitglied Ken Okuyama, einer der großen im Automobildesign; unter seiner Leitung entstanden rasante Gefährte wie der Ferrari 599 oder der Maserati Birdcage 75th.

In diesem Jahr wurde für Jurierung des Red Dot Award: Product Design 2015 eine besonders hochkarätige Jury verpflichtet. Unter ihnen neu gewonnene Fachleute wie der dänische Modedesigner David Andersen, der deutsche Materialexperte Dr. Sascha Peters und Wen-long Chen, CEO des Taiwan Design Centers - gemeinsam diskutierten sie die 4.928 Einreichungen direkt am Objekt. Das Expertenteam vergab in einem mehrtägigen Evaluationsprozess das begehrte Qualitätssiegel für gutes Design „Red Dot“ an 1.240 Produkte. Nur 81 Einreichungen wurden mit der höchsten Auszeichnung „Red Dot: Best of the Best“ geehrt und 122 erhielten die Honourable Mention für einen besonders gelungenen Aspekt gestalterischer Arbeit. Die Preisverleihung des Red Dot Award: Product Design 2015 findet am Montag, den 29. Juni 2015, statt. 

Die Besonderheit bei Red Dot: Um Interessenskonflikte zu verhindern, darf kein Juror bei einem Industrieunternehmen angestellt sein. Die Jury besteht aus freien Designern, Professoren und Fachjournalisten. Schon im Februar kommen sie erneut allesamt ins Ruhrgebiet, um Abertausende von Produktinnovationen direkt am Objekt zu begutachten. kf

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