Product Lifecycle Management

Autos aus dem 3D-Drucker

Eine Kooperation zwischen Siemens PLM Software und Local Motors (www.localmotors.com) soll die Entwicklung und den 3D-Druck von Autos in großem Maßstab voranbringen. Der Prozess nennt sich Direct Digital Manufacturing (DDM).

Schneller auf den Straßen als je zuvor: Autos, deren Entwicklung und Produktion Direct Digital Manufacturing, Digital Twins und neue Fertigungsverfahren vereinigen.

Siemens PLM und Local Motors arbeiten bereits seit 2011 zusammen und haben eine gemeinsame Vision für die Zukunft der Produktentwicklung. Local Motors ist ein Technologieunternehmen, das Fahrzeuge konstruiert, baut und verkauft. Das amerikanische Unternehmen nutzt die Expertise von Siemens beim Erzeugen von „Digital Twins“, um sein innovatives Local Motors (LM) Labs Programm produktiver zu machen. Siemens verspricht sich im Gegenzug von der Zusammenarbeit, seine Software-Suite für das digitale Unternehmen zu erweitern, um die neuesten Entwicklungen in den Bereichen additive Fertigung und 3D-Druck zu unterstützen. „Wir haben das weltweit erste gemeinschaftlich hergestellte und 3D-gedruckte Fahrzeug entwickelt. Jetzt bietet unser LM Labs Programm Co-Creators auf der ganzen Welt eine Möglichkeit, die Zukunft des Transportwesens mitzugestalten – sowohl on- als auch offline“, sagt Jay Rogers, CEO von Local Motors.

Die 3D-CAD-Software Solid Edge von Siemens ist bei Local Motors seit mehreren Jahren im Einsatz und ein Eckpfeiler des Co-Creation-Modells. Die Synchronous Technology von Siemens ermöglicht es Local Motors, unterschiedlichste CAD-Modelle von Mitkonstrukteuren aus der ganzen Welt in Solid Edge zu importieren und diese dort zu bearbeiten. Die neue Partnerschaft erweitert den Einsatz von Solid Edge. Zusätzlich wird die CAD-Software NX zusammen mit dem Fibersim-Portfolio allen Einrichtungen von Local Motors weltweit zur Verfügung gestellt. Fibersim ist ein Software-Portfolio für Konstruktionen mit Verbundwerkstoffen. Beide Lösungen sind weltweit in der produzierenden Industrie im Einsatz, mit besonderem Schwerpunkt in der Automobilindustrie. Die erweiterte Nutzung der Digital Enterprise Software von Siemens macht es für Local Motors und seine Co-Creator-Community möglich, Digital Twins zu verwenden. Dadurch werden Produktkonstruktion und DDM produktiver und die Qualität soll steigen.

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Eine Karosserie aus einem Stück gefertigt.

Direct Digital Manufacturing
DDM und Digital Twins sollen Zeit sparen, Kosten senken und die Qualität steigern, indem die Konstruktions- und Produktionsprozesse zusammengefasst und schlanker gestaltet werden. Der DDM-Prozess nutzt Technologien für additive Fertigung inklusive 3D-Druck; Teile entstehen direkt aus 3D-Modellen. Mit DDM sind keine Werkzeuge mehr erforderlich; Verzögerungen zwischen Konstruktion und Produktion entfallen, und Änderungen an der Konstruktion werden einfacher. Die Softwaretechnologie von Siemens für den Digital Twin verknüpft Konstruktion und Fertigung: Virtuelle Modelle entstehen, die die Form, Funktion und Leistung eines Produktes und seines Produktionssystems präzise nachbilden. Diese Digital Twins mit ihrer hohen Genauigkeit versetzen Ingenieure in die Lage, die Funktionen des Produktes und des Herstellungsprozesses in der virtuellen Welt zu testen. So können sie die Leistung in der realen Welt vorausberechnen und optimieren.

Local Motors plant, im laufenden Jahr drei neue Anlagen zu eröffnen. Dort wird es LM Labs mit Software von Siemens geben. Eine Forschungseinrichtung mit Showroom und Vorführeinrichtung wird im US-Staat Maryland entstehen. Eine weitere soll in Berlin sowie eine voll ausgestattete DDM-Mikrofabrik in Knoxville, Tennessee, entstehen. Die Mikrofabrik in Knoxville soll Local Motors als Hauptsitz für die Entwicklung und Konstruktion von 3D-gedruckten Fahrzeugen dienen.

Stefan Graf

Siemens PLM Software, Köln, Tel. 0221/20802-0, www.siemens.com/plm

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