Materialise auf der Rapidtech

Neue Software-Lösungen für den Metall-3D-Druck

Materialise, Anbieter von 3D-Druck-Software und -Lösungen, ist auch in diesem Jahr auf der Rapidtech in Erfurt vertreten. In Halle 2 am Stand 414 stellt das Unternehmen unter anderem neue Software-Produkte für den Metall-3D-Druck vor.

Materialise Philips Lighting Halterung in Aktion

Zu sehen sind außerdem erste Showcases, die das Unternehmen mit seinen HP Multi Jet Fusion-Druckern produziert. Darüber hinaus werden am Stand neue, kosteneffiziente Kundenanwendungen aus Metall gezeigt, die mit der Materialise Magics 3D Print Suite im Metallkompetenz-Zentrum in Bremen entwickelt wurden. Seit kurzem erweitert Edelstahl neben Titan und Aluminium das Materialangebot der Produktionsstätte.

Software-Lösungen für Metalldruck

Zu den Neuheiten im Software-Bereich zählt die seit Kurzem erhältliche Software "Materialise Inspector". Mit dem Kontroll-Tool lassen sich die Bilddaten des Druckprozesses effizient analysieren und so optimale Druckergebnisse sicherstellen. Materialise Inspector kann über 4.000 Bilder pro Minute verarbeiten, was die Big-Data-Analyse im Nachgang zum Produktionsprozess einfacher und effizienter macht.

Eine Software-Neuheit, die auf dem Materialise-Stand vorgestellt wird, ist darüber hinaus die Lösung "Magics Print Metal", die Maschinenherstellern den Zugang zum Metalldruck erleichtert. Die Software kombiniert eine grundlegende, komplette Datenvorbereitung mit einer direkten Job-Datei-Generierung. Metallmaschinen-Hersteller können die Lösung auf ihre Produkte zuschneiden lassen. Das Ergebnis ist ein schlanker, optimierter 3D-Druck-Prozess. Magics Print Metal ergänzt die bewährte, hochentwickelte Materialise 3D Print Suite, die weiterhin die Komplettlösung der Wahl für anspruchsvolle Anwendungen ist.

Weiterhin zeigt das Unternehmen auf der Rapidtech das neue 3D-Nestmodul der Robot 5.1-Software. Es automatisiert die verschachtelte Positionierung mehrerer Bauteile in einem definierten Bereich. Das spart Material, Zeit und Kosten. Für Designer wird zudem die aktuelle Materialise 3-matic 12-Version interessant sein, mit der sie CAD-Designs auf neue Weise beeinflussen und optimieren können. Zudem akzeptiert die Software jetzt eine größere Zahl an FEA-Dateiformaten, um noch bessere Leichtbaustrukturen zu generieren und Nutzern Zeit und Geld zu sparen.

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Unterschiedlichste Demos sind weiteres Highlight

Am Stand präsentiert werden außerdem eine Vielzahl unterschiedlichster Demos, die veranschaulichen, welche Designfreiheiten und Optimierungspotenziale die Additive Fertigung bietet. Als besondere Neuheit sind erste mit der HP Multi Jet Fusion-Technologie gedruckte Teile zu sehen. Seit dieser Woche erweitert die Technologie das Angebot der B2B-Webplattform Materialise OnSite.

Darüber hinaus werden – neben reinen Demoteilen – mehrere Anwendungen von Kunden aus verschiedensten Branchen gezeigt. Die Bandbreite der Anwendungen ist umfangreich: von einem Titaneinsatz für die Raumfahrtindustrie sowie einsatzbereiten Kunststoffteilen für die Luftfahrt über eine Extrusionsdüse aus der Lebensmittelproduktion bis hin zu einer Lösung, die Philips bei der Fertigung von Leuchtmitteln einsetzt und die dem Unternehmen jährlich fast 89.000 Euro spart.

Additive Metallfertigung geht Richtung Massenproduktion

"Unsere verschiedenen Rapidtech-Metall-Demos machen deutlich, dass die Additive Fertigung im Metallbereich vollkommen neue Gestaltungs- und Produktmöglichkeiten bietet", so Marcus Joppe, Geschäftsführer der Materialise Deutschland GmbH mit Sitz in Bremen und München. "Doch entscheidend für die Durchsetzung der Technologie ist die Kosteneffizienz. Damit die Kosten sinken, müssen mehr und mehr Branchen lernen, wie sie den 3D-Druck effektiv einsetzen können, wo Einsparpotentiale realisiert und die Durchlaufzeiten reduziert werden können. Ein Beispiel hierfür ist die Anwendung für die Leuchtmittelproduktion von Philips, die auf unserem Stand zu sehen ist. Sie zeigt, wie eine disruptive Technologie wie die additive Fertigung selbst bei ausgereiften, traditionellen Produktionssystemen noch zu Verbesserungen führen kann."

Joppe weiter: "Die verschiedenen Branchenanwendungen, die wir gemeinsam mit unseren Kunden entwickelt haben, machen klar, dass die Einsatzgebiete und die Märkte für die Additive Fertigung deutlich wachsen und sich teilweise schon in Richtung Massenproduktion bewegen. Darüber hinaus erkennen Anwender zunehmend, welche entscheidende Rolle Software bei der Prozess- und Qualitätskontrolle spielt. Hier werden Software-Lösungen benötigt, die wiederholbare sowie prüfbare Qualitäten sichern und eine effiziente Steuerung der Produktionsprozesse ermöglichen."

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