Multimaterial- und Multifarb-3D-Druck

Sängerin Björk trägt 3D-gedruckte Maske von Stratasys

Die für ihre außergewöhnlichen Performances bekannte isländische Musikerin Björk hat den japanischen Teil ihrer neuen „Virtual Reality“-Reihe in einer 3D-gedruckten Maske von Stratasys eröffnet.

Björk trägt die von Stratasys 3D-gedruckte Maske während der Eröffnungsveranstaltung ihrer Veranstaltungsreihe „BJÖRK DIGITAL“ in Tokio, dem ersten Event, das jemals live durch einen 360-Grad Virtual Reality-Stream übertragen wurde

Entworfen wurde die Maske von der bekannten Designerin und Künstlerin Neri Oxman und ihrem Team The Mediated Matter Group. Björk trug die speziell für sie angefertigte Kreation bei ihrem ersten Auftritt vor einem ausgewählten Publikum im Miraikan Museum in Tokio. Inspiriert wurde das Design von ihrem letzten Album „Vulnicura“. Oxman und ihr Team nutzten dabei 3D-Scans von Björks Gesicht, um so digitale Interpretationen ihrer Knochen- und Gewebestruktur zu erstellen. Produziert wurden die Einzelstücke anschließend mit der einzigartigen Multimaterial- und Multifarb-3D-Drucktechnologie von Stratasys.

Björk und die 3D-gedruckte Maske „ROTTLACE“, entworfen von Neri Oxman und THE MEDIATED MATTER GROUP, produziert mit Multimaterial- und Multifarb-3D-Drucktechnologie von Stratasys

Björk präsentierte die 3D-gedruckte Maske während der Eröffnungsshow ihrer Veranstaltungsreihe „BJORK DIGITAL“ in Tokio, einem neuen Virtual Reality-Projekt der Sängerin, das vom 29. Juni bis 18. Juli 2016 im Miraikan Museum zur Aufführung kommt. Als weltweit erste Events überhaupt werden die Veranstaltungen per 360-Grad Virtual Reality-Stream übertragen und setzen damit einen neuen Standard. Für Björk stehen dabei technologische Innovationen im Fokus: Sie performte die von ihrem letzten Album stammende Single „Quicksand“ vor dem Hintergrund hochauflösender Bilder der Erde, kombiniert mit einer beeindruckenden Sequenz von Lichtprojektionen, die auf die 3D-gedruckte Maske übertragen wurden. „Ich bin absolut begeistert von Neri Oxmans Werken und freue mich sehr, endlich mit ihr zusammenzuarbeiten”, erklärt Björk. „Sie ist eine wirkliche Vorreiterin darin, biologische Elemente mittels 3D-Druck auf raffinierte und zugleich fundierte Art zu erfassen. Es war wundervoll, sie kennenzulernen!”

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Multimaterial-3D-Druck als zentrales Element für Björks individuell angepasste Maske

„Rottlace“, der Name der Maske und eine Variation des isländischen Begriffs für „ohne Haut“, reflektiert den komplexen menschlichen Bewegungsapparat basierend auf Björks eigener Gesichtsstruktur. Durch die Verwendung von Multimaterial-3D-Druck konnten Oxman und Mediated Matter die komplexe Kombination gegensätzlicher Gewebe im Gesicht – Weichteile, Muskeln und harte Knochenstrukturen – in nur einem einzigen Druckvorgang nachahmen. Die besondere Technologie erlaubt es, komplexe Geometrien mit verschiedensten Materialeigenschaften abzubilden. Dies ermöglicht laut Oxman den Erhalt der Flexibilität und Bewegungsfreiheit, die wesentliche Bestandteile von Björks Performances sind.

„Inspiriert durch ihr biologisches Pedant und als ‚muskuläre Textilie’ konzipiert, besitzt die Maske eine vielschichtige, multimaterielle Struktur, die formale und strukturelle Integrität ebenso gewährleistet, wie sie Bewegungen des Gesichts und des Halses erlaubt”, erklärt Oxman. Sie ist außerdem davon überzeugt, dass die Entwicklungen im Bereich des hochauflösenden 3D-Drucks Designer dazu inspirieren, die Kreation und die Produktion von Textilwaren aus Fasern zu überdenken. „Der Multimaterial-3D-Druck ermöglicht die Produktion aufwändiger Kombinationen verschiedenster Materialeigenschaften, deren geometrische, komplexe Strukturen sich in einem einzigen Objekt vereinen. ‚Rottlace‘ haben wir als synthetisches ‚Ganzes ohne Einzelteile’ konzipiert.”

Auftritt in Australien in 3D-gedrucktem Kleid

Björk, bekannt für ihre innovativen Styles und den Einsatz modernster Technologien, unterstrich ihre Rolle als digitale Pionierin im Musikgeschäft auch bei ihrem Auftritt in Sydney am 4. Juni, bei dem sie das von Stratasys 3D-gedruckte Kleid „Pangolin“ trug. Das Kleid, das von den namhaften Designern threeASFOUR entworfen und zum ersten Mal auf der diesjährigen New York Fashion Week präsentiert wurde, ist ebenfalls mit einem Multimaterial-Mehrfarben-3D-Drucker von Stratasys produziert worden. Bei dem Kleid kam dabei erstmals ein neuer Werkstoff von Stratasys zum Einsatz: ein spezielles, aus der Nanotechnologie stammendes Elastomer*, das sich durch seine extreme Flexibilität und Haltbarkeit auszeichnet und einen Quantensprung im 3D-Druck für den Modebereich darstellt und jetzt auch bei „Rottlace“ verwendet wurde.

„Die Maske wurde für Björk entworfen, während wir ebenfalls mit Neri an einer größeren Maskenkollektion für Stratasys gearbeitet haben, die unter dem Namen ‚The New Ancient’ später in diesem Jahr erstmalig gezeigt wird”, sagt Naomi Kaempfer, Creative Director Art Fashion Design bei Stratasys. „Es ist eine Ehre zu sehen, wie Visionäre wie Björk den 3D-Druck als Mittel für den Ausdruck ihrer Kunst adaptieren. Diese Technologie erlaubt es nicht nur, perfekt passende Kostüme für die Film- und Musikindustrie zu produzieren, sondern bietet auch die einzigartige Möglichkeit, seiner Fantasie unglaublich detailreich in 3D Ausdruck zu verleihen.”

*Das Material wird im Laufe des Jahres erhältlich sein.

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