MCAD-Technologie

Vorfreude ist…

Mit der für den Sommer 2011 vorgesehenen Creo Produktfamilie möchte PTC vier Defizite von CAD-Software in den Griff bekommen: schwere Bedienbarkeit, mangelnde Interoperabilität, ungenügend leistungsstarkes Baugruppen-Management und das Festhalten an veralteten Technologien.
Die MCAD-Technologie Creo unterstützt, dass alle digitalen Modellierungsarbeiten auf einem gemeinsamen Datenmodell basieren und jeder Nutzer ein und dieselbe Benutzer- oberfläche erhält.

Wer jemals versucht hat, in die Tiefen seines Textverarbeitungsprogramms einzusteigen, kennt das Dilemma – die Funktionsvielfalt einiger Softwareprogramme erschlägt jeden Anwender. Wie aber sieht es erst mit CAD-Programmen aus, in die sich selbst technikverliebte Ingenieure wochenlang einarbeiten müssen? Dennoch befassen sich tagtäglich zahllose Mitarbeiter, deren Kernaufgabe nicht die Entwicklung ist, die aber eng mit der Produktentwicklung zusammenarbeiten, mit CAD-Daten – und verzweifeln nicht selten an der Bedienung der Software. Dieses Problem möchte jetzt PTC mit seiner neuen Design-Software-Produktfamilie Creo beheben.

Das Besondere an der Design-Software-Familie sind die integrierten Apps, die, nicht anders als die praktischen schlanken Programme auf dem Smartphone, auf die speziellen Bedürfnisse bestimmter Nutzergruppen zugeschnitten sind. Die Logik, die hinter dieser sogenannten Creo Any Role Apps steht: Die Anwender müssen nicht mehr Funktionen erhalten, als sie für ihre Zwecke brauchen. So können sie sich schnell mit den Features des Programms vertraut machen und behalten stets den Überblick. Gleichzeitig können die verschiedenen Apps miteinander interagieren. Die für einen bestimmten Nutzer relevanten Softwarebestandteile lassen sich daher wie bei einem Baukasten schnell und einfach zusammenstellen. Das Neue besteht darin, dass alle digitalen Modellierungsarbeiten auf einem gemeinsamen Datenmodell basieren und jeder Nutzer ein und dieselbe Benutzer-oberfläche erhält. Darauf basierend werden entsprechend die Funktionalitäten des jeweiligen Anwenders freigeschaltet. So dass auch Mitarbeiter, die üblicherweise selten mit den sehr komplexen CAD-Programmen arbeiten und daher weder geschult noch routiniert sind, nun mühelos mit Creo arbeiten können.
So arbeiten die Entwickler etwa an einer App für Industriedesigner, die spezielle Werkzeuge für die Oberflächengestaltung bietet, an einer App für Problemanalytiker mit spezifischen Funktionen für Simulationsexperten oder an einer App für den Servicebereich, mit der sich schnell technische Illustrationen in 2D oder in 3D erstellen lassen. Alle Werkzeuge sind genau auf das Anforderungsprofil und die Kompetenzen der entsprechenden Anwendergruppe zugeschnitten, überflüssige Programmfunktionen entfallen. Auch Partnerfirmen sind eingeladen, Apps für spezielle Funktionen und Anwender zu entwickeln.

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Drei Modellierungstechniken in einem App

Und hier eins von den drei vorgesehenen Apps: Für ihre Entwürfe nutzen Entwickler in der Regel drei verschiedene Modellierungstechniken, die alle, je nach Zweck des Entwurfs und Vorlieben des Nutzers, spezifische Vorteile bieten: 2D, 3D-direkt oder 3D-parametrisch. Hatte sich ein Unternehmen aber einmal für eine bestimmte Modellierungstechnik entschieden, war ein Wechsel kaum noch möglich. Als Novum auf dem Markt können Anwender mit der patentierten Technologie Creo Any Mode Modeling jetzt nicht nur wahlweise in 2D, 3D-direkt oder 3D-parametrisch modellieren, sondern auch schnittstellenlos zwischen den Modi hin- und herwechseln, ohne dass die Intelligenz in den Modellen verloren geht. Unabhängig vom ursprünglichen Ansatz sind die Daten in jedem anderen Modus wieder verwendbar. Das erhöht die Flexibilität, die Entwickler können zum Beispiel einen Entwurf in 2D beginnen und dann später bei Bedarf in den 3D-Modus wechseln. Darüber hinaus erleichtert und beschleunigt es die Zusammenarbeit mit anderen Teams, da sich alle Vorlagen problemlos weiterverarbeiten lassen. Creo Any Mode Modeling erlaubt zwar die beliebige Wiederverwendung von Entwürfen innerhalb eines Unternehmens, aber noch nicht von Daten, die von außerhalb kommen. Die vielen unterschiedlichen CAD-Systeme, mit denen Partner, Zulieferer oder Kunden arbeiten, sind aber ein steter Stolperstein für eine effiziente Zusammenarbeit. Mit Creo Any Data Adoption ist garantiert, dass sich Daten aus jedem beliebigen CAD-System einpflegen lassen.

Das Modell, mit dem PTC seine MCAD-Technologie auf der Hannover Messe vorführt, ist der SCOPE-Lesern bestens bekannte Bionische Handling-Assistent, den Festo in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer IPA entwickelt hat. Der Assistent kann überall eingesetzt werden, wo Menschen maschinelle Unterstützung benötigen – von der Medizintechnik und Rehabilitation über Privathaushalte bis zur Produktion in der Industrie. Für die Vorführung entscheidend ist, dass das von der Natur inspirierte Assistenzsystem sich insbesondere durch seine Beweglichkeit und Präzision auszeichnet und sich zum Beispiel ideal für das Sortieren und Bewegen von empfindlichen Gegenständen eignet. Sensoren erfassen die Wegstrecken und richten den Greifarm exakt aus, die adaptiven Finger nehmen Objekte form- und kraftschlüssig auf. Besucher dürfen sich (vor-)freuen. ee

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