Autodesk MINT-Studie 2014

Zu wenig Technik im Klassenzimmer

Mädchen begeistern sich längst genauso stark wie Jungen für Schulfächer im MINT-Bereich. Das jedenfalls zeigt eine von Autodesk in Auftrag gegebene Umfrage unter 1.000 deutschen Schülern zwischen 11 und 18 Jahren.

Censuswide befragte im Auftrag von Autodesk deutschlandweit 1.001 Schüler zwischen 11 und 18 Jahren im Zeitraum von Juli bis August 2014.

Gebremst wird ihre Begeisterung durch einen mangelnden praktischen Zugang zu den entsprechenden Technologien im Klassenzimmer. Daher bietet Autodesk ab sofort auch Bildungseinrichtungen kostenfreien Zugang zu seinem kompletten 3D-Design-, Konstruktions-, Planungs- und Entertainment-Portfolio.

MINT-Fächer beliebt – MINT-Technologien nur wenig verbreitet

Die Schüler wurden in der europaweiten Studie unter anderem nach ihren Berufswünschen und ihren Lieblingsfächern gefragt. Das Ergebnis zeigt: Das Vorurteil, Mädchen interessierten sich nicht für die sogenannten MINT-Fächer, ist längst überholt. Denn diese Fächergruppe zählt sowohl bei Jungen (35 %) als auch bei Mädchen (33,4 %) zu den Top 3 der genannten Favoriten. Allerdings ist diese Vorliebe noch nicht vollständig bei den Berufswünschen der Schülerinnen angekommen. Während hier bei den Jungen Berufe wie Ingenieur (19,7 %) oder Programmierer (16,0 %) hoch im Kurs stehen, streben die befragten Mädchen eher Karrieren als Künstlerinnen/Designerinnen (16 %), Ärztinnen (15,5 %) oder „irgendwas mit Medien“ (13,40 %) an. Nur die wenigsten wollen dagegen Bundeskanzler (1,7 %) oder Star (8,7 %) werden. Insgesamt möchte knapp die Hälfte (45 %) später in einem einen Beruf im MINT-Umfeld arbeiten. Im europäischen Vergleich liegt Deutschland dabei hinter Frankreich und Großbritannien. Hier liegen die Berufsziele bei über der Hälfte der Schüler (jeweils 54 %) in diesem Bereich.

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Fast drei Viertel der Schüler (71%) gaben an, dass mangelnde Zugangsmöglichkeiten im Klassenzimmer sie daran hinderten, mehr moderne Technologien zu nutzen, wie sie im MINT-Bereich von Bedeutung sind. So würden fast zwei Drittel (62 %) der Schüler gerne 3D-Drucker und über die Hälfte (53 %) gerne 3D-Design-Software einsetzen. Und während zum Beispiel zuhause die Nutzung von Technologien wie dem Laptop mit über 80 % eine Selbstverständlichkeit ist, spielen diese mit unter 20 % im Unterricht eine untergeordnete Rolle.

Autodesk-Initiative erleichtert Zugang zu Software

„Angesichts des in Deutschland herrschenden Fachkräftemangels im MINT-Bereich stimmt uns die Beliebtheit von naturwissenschaftlichen Fächern bei den Schülern hoffnungsvoll“, sagt Chris Douglass, Director Channel Sales EMEA und Country Representative bei Autodesk Deutschland. „Wir müssen jedoch noch viel dafür tun, dass die Schulen mit aktuellen Technologien arbeiten können, um die Ingenieure und Wissenschaftler von Morgen heranzubilden. Jüngere Schüler können durch regelmäßige Praxiserfahrungen mit visuellen, intuitiven und kreativen Werkzeugen und Technologien dazu animiert werden, bei ihrer Ausbildung einen Schwerpunkt im naturwissenschaftlichen Bereich zu setzen. Ältere Schüler und Studenten brauchen die Möglichkeit, ihre Kenntnisse in professionellen Werkzeugen und Techniken zu vertiefen, um später in einem entsprechenden Beruf voll durchstarten zu können. Daher ermöglichen wir ab sofort allen sekundären und postsekundären Bildungseinrichtungen den kostenfreien Zugang zu unserer 3D-Software und unseren Kreativitäts-Apps. Das entspricht einem Investment von über 150 Mio Euro.“

Dieses Engagement stellt den nächsten Schritt beim Umbau des Geschäftsmodells von Autodesk im Bildungsbereich dar. So soll es Schülern, Studenten und Pädagogen möglich sein, sich eine bessere Welt vorzustellen, diese zu gestalten und Wirklichkeit werden zu lassen. Autodesk stellt hierfür deutschen Schulen Software mit einem Gegenwert von über 152,5 Millionen Euro zur Verfügung und macht sie so Pädagogen an über 24.800 sekundären und postsekundären Bildungseinrichtungen zugänglich. Schüler und Studenten selbst haben wie bisher ebenfalls freien Zugang zu Autodesk-Software.

„Es ist wichtig, dass junge Menschen schon in der Schule umfassend technisches und naturwissenschaftliches Wissen vermittelt bekommen und auch praktisch anwenden können“, sagt Dr. Ellen Walter-Klaus, Geschäftsführerin der Initiative „MINT Zukunft schaffen“. „Um technisch-naturwissenschaftliches Grundverständnis und Kompetenzen zu entwickeln, braucht man auch einen möglichst ungehinderten Zugang zu den technischen Möglichkeiten. So lässt sich Wissen vertiefen und in interessanten Projekten einsetzen.“

„Der freie Zugang für Studierende und Lehrende zu Softwareprodukten, die aktuell in der Praxis zum Einsatz kommen, bedeutet, dass die nächste Generation von Architekten und Ingenieuren bereits jetzt einsatzfähig wird“, sagt Peter Russell, Professor an der RWTH Aachen. „Die Möglichkeit die Lehre mit marktführender Software auszugestalten stärkt die Bedeutung und Qualität unserer universitären Ausbildung. In Wirklichkeit bilden wir nicht nur Ingenieure aus, sondern zukünftige Führungspersönlichkeiten mit hoher technischer Kompetenz – und dafür bedarf es gerade auch Erfahrung mit innovativen Werkzeugen und Planungsmethoden.“

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