Rapid Prototyping

Die 3D-Printer Fabrik

Seit mehr als 20 Jahren zählt FKM zu den europäischen Technologieführern auf dem Gebiet des Lasersinterns. Mit der Eröffnung seines neuen Werks in Biedenkopf hat das Unternehmen nun die weltweit erste vollwertige Lasersinter-Fabrik aus der Taufe gehoben. Mit dieser Pioniertat bringt FKM das Additive Manufacturing erstmals auf das Niveau der industriellen Fertigung. Auf 3000 qm produzieren hier 25 Lasersinter-Anlagen einbaufertige Einzel- und Serienteile aus Kunststoff und Metall.

Während mancher Theoretiker noch über die Zukunft von 3D-Printing und Additive Manufacturing orakelte, schaffte FKM 2012 mit einer richtungsweisenden Investitionsentscheidung Fakten. „Wir sahen das Lasersintern schon lange als vollwertiges Produktionsverfahren weit über den Prototypenbau hinaus. Deshalb gab es für uns nur ein sinnvolles Ziel: Die Errichtung einer echten Lasersinter-Fabrik“, sagt Firmenchef Jürgen Blöcher. Nun hat FKM sein neues Werk im hessischen Biedenkopf in Betrieb genommen und damit tatsächlich die erste durchgängig nach industriellen Maßstäben errichtete Fabrik zur Produktion lasergesinterter Bauteile aus Kunststoff und Metall geschaffen. „Unsere neue Lasersinter-Fabrik ist die weltweit Erste ihrer Art! Das haben uns jüngst sogar US-amerikanische Branchenexperten mit staunenden Augen bestätigt“, berichtet Blöcher.

Für ein Investitionsvolumen von über 6,0 Millionen Euro ließ FKM auf einer Fläche von 3000 qm einen modernen und nach ökologischen Prinzipien angelegten Gebäudekomplex entstehen. Dessen Herzstück bildet eine Fertigungshalle mit 25 Lasersinteranlagen, die – ausgehend von mehreren Silos mit einer zentralen Verteilerstation – über einen geschlossen Kreislauf vollautomatisiert mit Pulvermaterial versorgt werden. Außerdem erfolgen sämtliche vor- und nachgeschalteten mechanischen und oberflächentechnischen Be- und Verarbeitungsprozesse in einer prozessoptimierten Infrastruktur nach industriellem Vorbild. Eine flexible Produktionssteuerung managt und überwacht alle Abläufe von der Gütekontrolle des angelieferten Pulvermaterials bis zur Qualitätssicherung der fertigen Sinterteile.

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Lasersintern im Fabrik-Maßstab
Mit hoher Produktivität fertigen lassen sich in der Lasersinter-Fabrik von FKM neben (Funktions-) Prototypen, Einzel- und Musterstücken ab Losgröße 1 vor allem Serien- und Ersatzteile in mittleren und großen Serien sowie Werkzeugeinsätze. Dabei reicht die Kunststoff-Auswahl von verschiedenen, mitunter hochtemperaturbeständigen Polyamiden über faserverstärkte Verbundmaterialen und aluminiumgefülltes Polyamid 12 bis hin zu dem flexiblen Elastomer TPU mit seinen kautschukähnlichen Eigenschaften sowie dem chemikalien- und hitzefesten Peek HP3. Im Bereich der Metalle stehen Aluminium, Edel- und Werkzeugstähle sowie Speziallegierungen zur Verfügung.

Entsprechend der Bauräume der Kunststoff-Lasersinteranlagen kann FKM in seinem neuen Werk sowohl Kleinteile als auch große Komponenten mit hoher Wirtschaftlichkeit in fast jeder beliebigen Stückzahl fertigen. Auch für die hochflexible Produktion variabler Großserien mit eine Vielzahl wechselnder Farb- und Geometrie-Varianten, wie sie beispielsweise bei der Herstellung individualisierter Consumer- und B-t-B-Produkte gefordert ist, ist FKM mit seiner Lasersinter-Fabrik bestens aufgestellt.

Stefan Graf

FKM, Biedenkopf, Tel. 06461/758520, http://www.fkm-sintertechnik.de

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