CAD/CAM-Lösung

Stanzwerkzeuge schneller konstruieren

Seit der Einführung der 3D-Werkzeugbaulösung VISI werden hochkomplexe Folgeverbundwerkzeuge im hauseigenen Werkzeugbau der Kleiner Stanztechnik GmbH in noch kürzerer Zeit komplett konstruiert und NC-programmiert. Auch bei extrem schwierigen Teilen kommen die Pforzheimer dank VISI in sehr kurzer Zeit zum gewünschten Ergebnis.

Im Werkzeugbau von Kleiner Stanztechnik werden im Schnitt pro Jahr zwischen 60 und 70 Folgeverbundwerkzeuge konstruiert und gefertigt.

Vor rund drei Jahren wurde die Konstruktion auf die CAD/CAM-Lösung VISI und damit komplett auf 3D umgestellt. "Wir fühlten uns mit VISI sofort wohl, nicht nur weil es extrem leicht und quasi intuitiv bedienbar ist, sondern weil die speziellen Module für den Stanzwerkzeugbau schon lange auf dem Markt waren und einen sehr ausgereiften Eindruck machten", blickt Frank Chojinski, Mitglied der Geschäftsleitung von Kleiner, zurück. "Heute konstruieren wir bei Neuaufträgen ausschließlich in 3D mit VISI, das für unsere Aufgaben quasi wie maßgeschneidert ist." Aktuell gibt es bei den Pforzheimern in der Konstruktion 14 Arbeitsplätze, auf denen VISI Modelling zusammen mit dem Schnitt- und Stanzwerkzeug-Modul VISI Progress (Abwicklung, Streifenlayout, Werkzeugaufbau) installiert ist, ergänzt durch einen VISI Arbeitsplatz zur Kalkulation in der Angebotserstellung. Hinzu kommen noch drei VISI-Installationen in der Fertigung, die derzeit zur NC-Programmierung der Fräsmaschinen dienen.

Aktuell werden in Pforzheim nur die Fräsprogramme mit VISI Machining erzeugt, die Einbindung der neun Drahterodiermaschinen mit VISI Peps Wire (mit 2 und 4 Achsen) ist geplant. Die Programme für die vier CNC-Maschinen werden vom Bereichsleiter im Fräsbereich erstellt, der mit VISI Machining beispielsweise auch festlegt, welche Komponenten sich in einem Arbeitsgang zusammenfassen lassen. Eine Ausnahme bildet das Hartfräsen und das Fräsen der Kupferelektroden, was beides in einem extra Raum auf einer 3-Achs-Maschine stattfindet. Hier steht der dritte VISI Machining-Arbeitsplatz, an dem der Maschinenbediener die NC-Programme schreibt, während die Maschine fräst. Da bei VISI beim Konstruieren und bei der NC-Programmierung mit dem selben CAD-Modell gearbeitet wird, ist sowohl die Durchgängigkeit als auch die Interoperabilität der Daten stets gewährleistet.

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Unterstützung leistet dabei die automatische Featureerkennung, die bei VISI mit dem Modul Compass-Technologie abgedeckt wird und bei Kleiner auf zwei NC-Arbeitsplätzen installiert ist. Bei (Bearbeitungs-) Features handelt es sich um Regelgeometrien wie beispielsweise Kanten, Bohrungen, Rundungen oder Frästaschen, die das Modul Compass auswertet und auf der Basis hinterlegter Fertigungsdaten die dafür erforderlichen NC-Sätze automatisch erzeugt. Bei dem für den Stanz- und Schnittwerkzeugbau typischen 2- und 2,5D-Fräsen hat sich dank Compass der Programmieraufwand zum Teil drastisch verringert, bei bestimmten Bearbeitungsaufgaben benötigt man nur noch ein Drittel der Zeit.

In naher Zukunft sind mit VISI weitere Schritte geplant, beispielsweise die Einbindung in das hauseigene ERP-System. Bei dem Projekt, bei dem der VISI-Distributor Men at Work ebenfalls mit im Boot ist, tauschen VISI und SAP PLM über eine Schnittstellenlösung Stücklisteninformationen aus, was die Abläufe beschleunigt und mögliche Fehler vermeidet.

Mit VISI verfügt Kleiner über eine durchgängige Prozesskette auf Basis von 3D-Daten, die sich aktuell von der Angebotserstellung über die Konstruktion bis hin zur NC-Programmierung im Werkzeugbau erstreckt. Von der Entscheidung, auf VISI zu setzen, ist Frank Chojinski mehr denn je überzeugt. "Dank der leichten Bedienbarkeit und der exakt auf den Werkzeugbau abgestimmten Funktionen können wir jetzt ganz anders an Projekte herangehen. Auch bei extrem schwierigen Teilen kommen wir mit VISI in sehr kurzer Zeit zum gewünschten Ergebnis. Das hätten wir früher kaum so schnell geschafft." kf

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