Audi beim Google Lunar XPRIZE

3D-Druck to the Moon

Das deutsche Raumfahrt-Team „Part-Time Scientists“ will die 385.000 km bis zum Mond ab Ende 2017 mit einer Trägerrakete zurückzulegen, die über Spaceflight Inc. gebucht wurde. Mit dabei: Das Mondfahrzeug „Audi lunar quattro".

Das deutsche Raumfahrt-Team „Part-Time Scientists“ kämft um den Google Lunar XPRIZE. Mit dabei: Das Mondfahrzeug „Audi lunar quattro", das unter anderem durch 3D-Aluminium-Druck optimiert wurde.

Audi und die „Part-Time Scientists“ haben ein gemeinsames Ziel: Im Rahmen des Wettbewerbs Google Lunar XPRIZE einen Rover auf dem Mond fahren zu lassen. Eine Gruppe von 16 Audi-Experten unterstützt das Raumfahrt-Team mit Know-how auf vielen Technikfeldern und hat den Rover für die Mondmission optimiert.

„Wir sind stolz, dem Mond-Rover wichtige Gene der Vier Ringe mitgegeben zu haben: Er ist ein quattro, hat eine e-tron Batterie an Bord, fährt pilotiert und bringt einen intelligenten Materialmix mit,“ sagt Michael Schöffmann, Leiter Audi Getriebeentwicklung und Koordinator der Entwicklung des Audi lunar quattro. „Die Zusammenarbeit mit den Part-Time Scientists ist auch für uns sehr bereichernd: Wir betreten mit dem Audi lunar quattro technologisches Neuland und können viel über das Verhalten von Fahrzeugkomponenten unter Extrembedingungen lernen.“

Leichter dank 3D-Druck
In den vergangenen Monaten arbeiteten die Audi-Experten an der intelligenten Allradverteilung des Rover, optimierten seine Hochleistungselektronik und ließen ihr Know-how beim Thema pilotiertes Fahren in die Entwicklung einfließen. Um die Stabilität zu erhöhen und Kontaktfläche zu gewinnen, vergrößerten Ingenieure und Designer den Rover und seine Räder. Gleichzeitig reduzierten sie sein Gewicht durch einen optimalen Materialmix und mit Hilfe von 3D-Aluminium-Druck von 38 auf 30 Kilogramm. In aufwendigen Test, beispielweise in der Audi Sonnensimulationskammer, konnten zudem die extremen des Mondes nachgestellt und die Tauglichkeit der Rover-Komponenten geprüft werden.

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Galaktische 3D-Bilder erwartet
Auf dem Mond wird sich der Audi lunar quattro mithilfe von vier Kameras orientieren. Mit ihnen kann er Gegenstände untersuchen, 3D-Aufnahmen und 360-Grad-Bilder machen. Ein beliebtes Motiv wird dabei der Rover der Apollo 17 Mission sein, der noch immer im Taurus-Littrow Tal steht. In der Nähe der Landestelle von 1972 soll auch ALINA, die Landefähre der Part-Time Scientists, mit zwei Audi lunar quattro ankommen. Die Sonde wird die Strecke bis zum Mond mit einer Trägerrakete wie zum Beispiel einer Falcon 9 zurücklegen und kann insgesamt 100 Kilogramm transportieren. Neben den beiden Rover nehmen die Part-Time Scientists deshalb auch Forschungsequipment von anderen Partnern mit auf den Mond. Im vergangenen Jahr konnten in diesem Rahmen Projektpartner wie die US-Weltraumbehörde NASA, die europäische Weltraumorganisation ESA oder Wikipedia gewonnen werden, die großes wissenschaftliches Interesse an der Mission haben.

Ab Ende 2017 brechen die Part-Time Scientists zum Mond auf. Bis dahin stehen noch umfangreiche Belastungstests für die beiden Audi lunar quattro und die Landesonde an. Dafür simuliert das Team in den kommenden Monaten die gesamte Mission im Mittleren Osten und nimmt letzte Feinjustierungen vor.

Noch fünf Teams im Rennen
Der mit mehr als 30 Millionen Dollar dotierte Google Lunar XPRIZE ist ein Raumfahrt-Wettbewerb, der sich an Ingenieure und Unternehmer aus der ganzen Welt wendet. Um zu gewinnen, muss ein privates Team einen Rover auf den Mond bringen, der dort mindestens 500 Meter zurücklegt und hochaufgelöste Bilder zur Erde zurücksendet. Von anfangs knapp 30 Teilnehmern befinden sich mittlerweile noch fünf führende Teams im Rennen um den Start zum Mond. Die Part-Time Scientists sind dabei das einzige Team aus Deutschland.

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