Filamente

„Nachfrage wächst stetig“

Der Kunststoffspezialist Igus ist vor zwei Jahren in den 3D-Markt eingestiegen und erweitert seither sein Angebot ständig. Tom Krause, Product Manager Iglidur Tribo-Filament, erklärt SCOPE-Chefredakteur Hajo Stotz das umfangreiche Portfolio.

Tom Krause ist Product Manager Iglidur Tribo-Filament bei Igus.

SCOPE: Herr Krause, 3D-Printing ist ein wachsender Zukunftsmarkt, Igus ist als Materialanbieter vor zwei Jahren hier eingestiegen. Was kann Ihr Material im 3D-Druck besser als andere Materialien?

Tom Krause: Das Iglidur-Filament ist auf Reibung und Verschleiß optimiert. Es ist im Verschleiß um bis zu Faktor 50 besser als Standardmaterialien wie ABS. Damit ist der Anwender in der Lage, seine eigenen Gleitlager zu drucken oder andere Bauteile, die auf Reibung und Verschleiß beansprucht werden.

SCOPE: Wie viele Filamente bieten Sie an?

Krause: Igus hat nun sechs verschiedene Filamente im Angebot. Das reicht von dem I180, unserem Standard-Filament, bis zum J260 mit hoher Temperatur- und Chemikalienbeständigkeit.

SCOPE: Auf der Hannover Messe haben Sie das Iglidur I150 vorgestellt. Was ist hier das Besondere?

Krause: Der Unterschied zu allen anderen Filamenten ist der, dass es viel einfacher zu drucken ist, da man kein beheizbares Bett mehr benötigt. Deshalb können auch wesentlich größere Teile gedruckt werden.

SCOPE: Auf der Messe habe ich auch das Iglidur C210 gesehen. Das ist ebenfalls neu?

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Krause: Das Material haben wir bereits seit zwei Jahren im Angebot als Injection-Moulding-Material. Aber nun lässt es sich auch im 3D-Druck einsetzen. So kann der Kunde erst mal einen Prototypen oder eine kleine Serie drucken und das Teil testen. Wenn er dann dasselbe Material aus der Spritzgussmaschine verwendet, kann er sich sicher sein, dass die Eigenschaften von Prototyp und Serie übereinstimmen.

SCOPE: Und der Anwender kann für seinen 3D-Druck einfach auf die CAD-Dateien der Igus-Gleitlager zurückgreifen?

Krause: Richtig, er kann online auf die Igus CAD-Bibliothek zugreifen, das Bauteil auswählen und im STL-Dateiformat für seinen 3D-Drucker herunterladen und herstellen oder sein eigenes individuelles Bauteil drucken.

SCOPE: Und wie entwickelt sich die Nachfrage nach den 3D-Materialien?

Krause: Die Nachfrage wächst stetig, so dass die Anzahl und Kapazität der 3D-Drucker stetig zunimmt. Mit einer neuen Lasersinter-Anlage sind wir nun in der Lage, neben unseren Tribo-Filamenten auch Produkte aus unserem Lasersintermaterial Iglidur I3 anbieten zu können.

SCOPE: Ganz neu bietet Igus nun 3D-Druck auch als Dienstleistung an?

Krause: Den Druckservice von Verschleißbauteilen haben wir bereits seit April 2015. Seit Februar diesen Jahres bieten wir auch den Onlineservice, bei dem unsere Kunden im Web innerhalb weniger Minuten selbst den Preis ermitteln können. Ganz neu hinzugekommen ist zudem der Online-Druckservice von Iglidur I3 per Lasersintern.

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