Technische Bürsten

„Gezielte Flucht nach vorne“

Peter Zimmermann war 24 Jahre jung, als er 1968 in die elterliche Bürstenfabrik einstieg. Da hatte der Betrieb zwölf Mitarbeiter – und ebenso viele Kunden. Zimmermann hatte sich zuvor zum Werkzeugmacher ausbilden lassen und eine kaufmännische Lehre absolviert. Nachdem er das Handwerk der Bürstenfabrikation erlernt und die damaligen Methoden der Betriebswirtschaft durchlebt hatte, übernahm er 1975 die Firmenleitung. In den folgenden Jahrzehnten machte er Mink Bürsten zu dem was es heute ist: Einer der international führenden Hersteller technischer Bürsten mit der wohl modernsten Bürstenproduktion des Erdballs. Das Familienunternehmen (dessen Geschichte bis ins Jahr 1845 zurückreicht) mauserte sich unter seiner Regie „vom Zweibeiner zum Tausendfüßler“. Es beschäftigt heute über 300 Mitarbeiter und beliefert über 16.000 Kunden rund um den Globus.

Danach gefragt, wie diese Entwicklung gelingen konnte, sagt Peter Zimmermann: „Unser Wachstum gleicht einer gezielten Flucht nach vorne. Wir sind mit den Ansprüchen der Kunden gewachsen. Je besser und leistungsfähiger wir wurden, desto größer und internationaler wurde auch der Kreis unserer Abnehmer. Zugleich haben wir gerade von unseren Großkunden, die aus unterschiedlichen Branchen kommen, viel gelernt.“ Bis heute legt Zimmermann dabei großen Wert auf die Unabhängigkeit des Unternehmens. Das kann auch schon Mal bedeuten, dass sich das Haus Mink bewusst von einem Kunden trennt. Als entscheidende Faktoren für den Erfolg sieht der Firmenchef neben einer konsequenten Kundenorientierung vor allem die regelmäßige Entwicklung neuer Lösungen. Ausgehend von der Spezialisierung auf die Bündelbeborstung verstand es der Unternehmer immer wieder, über Neu- und Weiterentwicklungen neue Anwendungsgebiete für technische Bürsten zu erschließen. Beispiele dafür sind unter anderem, großflächige Plattenbürsten (1991), ablängbare Bürsten von der Rolle (1999), einbaufertige Breitstreckwalzen (2004) für die Papierindustrie oder Bürstenplatten für Montagetische (2009).
Peter Zimmermann hat sein Unternehmen gut im Markt positioniert und für die Zukunft eingestellt. Dazu gehört es auch, dass der sportliche 67-Jährige seine Nachfolge längst geregelt hat. „Man muss wissen, wann man den Platz frei macht für die junge Unternehmergeneration“, kommentiert er lächelnd. ms

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