Lackierkabine

In den Kinderschuhen

steckten Arbeits- und Umweltschutz als Walther Pilot in den 60er und 70 er Jahren noch Farbspritzboxen vertrieb. „Die Absaugewege sind so angeordnet, daß der größte Anteil der nicht am Werkstück haftenden Spritzstäube auf der mit Gitterrosten abgedeckten Wasserfläche niederschlägt, von der diese Farbstäube abgenommen oder laufend fortgeschwemmt werden. Die Spritzer arbeiten ohne Maske. Durch den großen Luftwechsel machen sich die Lösungsmitteldünste nicht bemerkbar. Die von den Behörden empfohlene Luftmenge muss 7 m3/sec. betragen. Diese Anlagen bewähren sich bestens in der Praxis.“ Hieß es in der damaligen Produktbeschreibung. Da kam es hauptsächlich darauf an, dass eine Anlage prozesssicher funktionierte. Aufgrund schlechter Isolierung dürften in der kalten Jahreszeit hohe Mengen an Heizmittel verbraucht worden sein. Die Kabinenbeleuchtung war dürftig und hätte nicht der hohen Qualitätsproduktion von heute genüge getan. Umwelt- und Arbeitsschutz waren als Themen durchaus schon entdeckt, aber nicht wirklich ernst genommen.

Heute heißen sie Lackierkabinen und bieten hohe Sicherheitsstandards: Das Tragen einer Maske ist Pflicht. Die Farb- stäube werden bei derartigen Anlagen nicht mehr mit Wasser fortgeschwemmt, sondern in Spezialfiltern abgeschieden. Die Lackierkabinen arbeiten mit hocheffizienten Brennern zur Frischlufterwärmung, verbrauchen wenig Luft und können mit Systemen zur Wärmerückgewinnung ausgestattet werden. Bedingt durch die Tatsache, dass große Mengen partikelbeladener Abluft durch erwärmte Frischluft ersetzt werden müssen, ist die Lackierkabine nach wie vor häufig genug ein „Energiefresser“ ersten Ranges; jedoch ist gerade darum das Potenzial für Kostensenkungen besonders hoch. Durch geeignete Maßnahmen können bis zu 60 Prozent an thermischer Energie eingespart werden. So werden Luftsinkgeschwindigkeiten, Fluchtwege und elektrische Sicherheitsschaltungen gefordert und von den Kabinen aus Wuppertal erfüllt. ee

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