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Dünnringlager im Robocut

ZahnstangengetriebeSynchronismus ist oberstes Gebot

Zahnstangengetriebe

Was wäre die 5. Sinfonie von Beethoven ohne das Unisono des Orchesters beim Anfangsmotiv? Eine ebenso desaströse Auswirkung hätte eine asynchrone Bewegung von Zahnstangengetrieben auf die Produktion von beispielsweise Windeln, Brötchen und Autos. Für Leantechnik ist daher der Synchronismus oberstes Gebot, wenn sie mit ihren Lifgo- oder Lean-SL-Baukästen präzise Hub-, Führ- und Positionieraufgaben mechanisch lösen.

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Dünnringlager......machen aus Robocut ein wendiges Kerlchen

Dünnringlager von Rodriguez findet man unter anderem in einem Laserroboter von Robot-Technology, der für die Bearbeitung von Kunststoffbauteilen und Dünnblechen konzipiert ist.

Robocut - drehbare Außenglocke

Die Dünnringlager zeichnen sich durch einen kleinen Querschnitt bei sehr großem Bohrungsdurchmesser aus. Damit erlauben sie die kompakte, gewichtsparende Gestaltung von Lagern und gleichzeitig die Durchführung von Kabeln oder Wellen durch die Bohrung. Typische Einsatzgebiete sind die Halbleiterbranche, die Medizintechnik und nicht zuletzt die Robotik. Dort bewähren sich die schmalen Komponenten unter anderem in einem Laserroboter von Robot-Technology, der für die Bearbeitung von Kunststoffbauteilen und Dünnblechen konzipiert ist.

Ein Lichtpunkt tanzt über das stoffhinterspritzte Bauteil. Flink tastet er alle relevanten Koordinaten ab und verschwindet. Ein kleiner Dreh, und eine unscheinbare Düse dirigiert einen Laserstrahl exakt auf der zuvor ermittelten Schnittkante entlang. Das war’s. Schon ist die Säulenverkleidung exakt und sauber zugeschnitten. Damit das immer so einwandfrei funktioniert, hat sich Robot-Technology auf die robotergestützte Automatisierungstechnik im Bereich der Kunststoff- und Metallindustrie konzentriert. Ein Beispiel dafür ist die laut Geschäftsführer Stefan Maier „einzigartige Kombination aus Laser und Roboter“ im Laserschneidroboter der Robocut-Baureihe. „Durch diese Kombination ist ein ideales Werkzeug zur Bearbeitung von Kunststoff- und Metallbauteilen entstanden“, erklärt Maier. Als Basis wird ein ABB-Roboter vom Typ IRB 4400 verwendet, auf den die patentierte Laserachse aufgebaut ist. Der Laserroboter lässt sich mit Laserleistungen von 100 bis 1.000 Watt ausrüsten und ist somit für zahlreiche Aufgabenstellungen geeignet.

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Reali-Slim-Dünnringlager im Robocut
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Der Haupteinsatzbereich des Laserroboters liegt im Beschnitt von Kunststoffverkleidungsteilen von Automobilen, wie Verkleidungen von A-, B- und C-Säulen, Türmodulen, Kofferraumverkleidungen und Außenverkleidungsteilen. Hierbei können fast alle Kunststoffe, darunter PP, PE, ABS-PC, Plexiglas, TPO-Folien sowie jegliche Textilien, schnell mit hoher Qualität beschnitten werden. Im Metallbereich lassen sich Stahlbleche bis drei Millimeter und Edelstahlbauteile bis zwei Millimeter wirtschaftlich bearbeiten.

Während der Entwicklung des Laserroboters standen die Experten vor der Frage, wie die Scannerachse des Robocuts am besten gelagert werden könnte. Die eine Achsenseite soll Platz für das Getriebe bieten, die andere Seite trägt als Abtriebseite den Laser. Für die Lagerung der Antriebswelle und der drehbaren Außenglocke, die sich über die Roboterachse verdrehen und über einen Verrieglungszylinder umschwenken lässt, steht nur wenig Bauraum zur Verfügung. Zudem muss das Lager robust gegenüber Stäuben und Gasen sein und Platz für Versorgungskomponenten lassen. Nur so wird es möglich, den Roboter als Scannerroboter mit einem Bearbeitungsfeld von rund 200 x 200 Millimetern oder als Düsenroboter mit integrierter Luftzuführung zu nutzen.

„Es gab auf dem Markt nicht viele Anbieter, die diese Kombination von Anforderungen erfüllen konnten“, erinnert sich der Geschäftsführer. Im Laufe der Recherche stieß Robot-Technology auf Rodriguez. „Wir waren beeindruckt von den Möglichkeiten, die uns die Dünnringlager eröffneten.“

Heute werden sowohl in der Antriebsachse als auch im Außenring des Robocuts jeweils zwei metrische Reali-Slim-Dünnringlager des Herstellers Kaydon verbaut. Diese werden in Deutschland exklusiv über den Eschweiler Antriebsspezialisten Rodriguez vertrieben. „Wenn jedes Gramm zählt und Miniaturisierung und Kompaktheit bei gleichzeitig großem Bohrungsdurchmesser im Fokus der Anwendung stehen, sind Dünnringlager die richtige Wahl“, erläutert Ulrich Schroth, Niederlassungsleiter Rodriguez Süd.

Jede Serie der Reali-Slim-Dünnringlager basiert auf einem Querschnitt, der auch mit steigendem Bohrungsdurchmesser konstant bleibt. Dank dieses konstruktiven Kniffs können Vollwellen durch Hohlwellen ersetzt und damit Raum für Komponenten wie Luft- oder Hydraulikleitungen, elektrische Verkabelungen oder Schleifringe geschaffen werden.

Robot-Technology hat sich für Dünnringlager in metrischer Ausführung entschieden, da sie den Konstruktionsaufwand senken. Eine Umrechnung in metrische Maße ist nicht mehr erforderlich, was Zeit spart. Alle metrischen Rodriguez-Dünnringlager sind wahlweise als Radial-, Schräg- oder Vierpunktlager lieferbar. „Wir sind sehr zufrieden mit unserer Wahl. Der wesentliche Vorteil liegt für uns natürlich in den kompakten Maßen“, erklärt Maier. „Hervorzuheben ist aber auch, wie leichtgängig die Lager trotz der großen Durchmesser sind. Dadurch verlieren wir kein Drehmoment.“ Überzeugt zeigt sich der Geschäftsführer auch von der Zusammenarbeit mit Rodriguez: „Die technische Beratung war sehr hilfreich für uns. Bei einem ähnlichen Projekt würden wir jederzeit wieder mit Rodriguez zusammenarbeiten.“ cs

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