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Abwasseraufbereitung: Vacudest wird 30

Schwerstarbeit bei SKFKräne hieven Kräne ins Großlager-Prüfzentrum

Tieflader

Das Innenleben des neuen Großlager-Prüfzentrums von SKF nimmt Gestalt an. Jüngst bugsierten mehrere mobile Kräne die einzelnen Bauteile für die Hallenkräne an ihren Bestimmungsort: Schwerstarbeit mit höchster Präzision.

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AbwasseraufbereitungVacudest Vakuumdestillationssysteme werden 30

Mehr als 100 Mitarbeiter fertigen am Hauptsitz der H2O GmbH in Steinen jährlich rund 100 Vacudest Systeme. Die Geburtsstunde der ersten Vacudest war im Jahr 1986, womit das Unternehmen ein Jubiläum feiern darf. Ein Rückblick.

Vacudest Vakuumverdampfer

Steinen in Baden-Württemberg: Das Rolltor öffnet sich, piepsend nähert sich ein großer Lkw für die Verladung der nächsten Vacudest, der Gabelstapler surrt durch die Halle, Mitarbeiter in blauen Overalls verladen, schweißen, schrauben, messen und im Hintergrund summen die Probeläufe weiterer Anlagen. Im Standort der heutigen Produktion der Vacudest Vakuumdestillationssysteme herrscht geschäftiges Treiben. Hand in Hand fertigen hier mehr als 100 Mitarbeiter rund 100 Vacudest Systeme im Jahr. Ein Erfolg, der auf einer 30-jährigen Geschichte und damit auch 30-jähriger Erfahrung basiert. Denn die Vacudest Vakuumdestillationssysteme werden in diesem Jahr 30 Jahre alt.

Die Geburtsstunde der ersten Vacudest war im Jahr 1986, damals als Vakuumverdampfer für die Aufbereitung verbrauchter Lösemittel konzipiert. Als der Einsatz von Lösemitteln in der Industrie aufgrund immer strengerer Umweltrichtlinien zurückging, setzte man die Vacudest Technologie für das Verdampfen von Industrieabwasser ein.

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„Ich begann 1995 bei der Firma Mannesmann Demag Wittig. Schnell erkannte ich, wieviel Potential die Vakuumdestillation für die Industrie hat und arbeitete voller Leidenschaft an dieser Vision einer abwasserfreien Industrie mit“, erinnert sich Matthias Fickenscher, einer der heutigen Geschäftsführer der H2O GmbH. Nach wirtschaftlich schwierigen Jahren wurde die Tochterfirma Wittig mitsamt der Vacudest an einen US-Konzern verkauft, der die Firma splittete. Die Vacudest stand zum Verkauf.

H2O Steinen

„Wir waren noch jung, frisch von der Hochschule, aber wir glaubten an die Vacudest“, erzählt Fickenscher. Und so gründeten die drei damaligen Mitarbeiter Wolfgang Schneider, Frank Schlegel und Matthias Fickenscher im Jahr 1999 die H2O und erwarben die Rechte für die Vacudest. „Voller Energie und junger Ideen entwickelten wir die Anlage stetig weiter. Wir machten sie leistungsfähiger, energiesparender, anpassungsfähiger und bedienfreundlicher“, ergänzt Frank Schlegel, ebenfalls Geschäftsführer der H2O GmbH.

Heute verzeichnen die H2O GmbH und die Vacudest insgesamt 15 Schutzrechte und Patente. 1.300 Anlagen wurden seit 1986 in 46 Ländern der Welt verkauft.

Die Vacudest ist in sechs Anlagengrößen und 18 Leistungsgrößen verfügbar. Jüngstes Mitglied der Vacudest-Familie ist die Vacudest XXL, die 2015 vorgestellt wurde. Mit 30.000 m³/Jahr hat sie die bisher größte Kapazität seit der 30-jährigen Vacudest-Geschichte. „Wer hätte gedacht, dass sich die kleine Vacudest mal so entwickelt und so groß wird," sagt Fickenscher und die beiden Geschäftsführer fügen hinzu: „Das haben wir mutigen Ideen und dem Einsatz unserer Mitarbeiter zu verdanken. Darauf sind wir wirklich stolz.“

Das Unternehmen H2O

Die Experten für abwasserfreie Produktion von der H2O GmbH sind nach eigenen Angaben weltweit technologieführend im Bereich von effizienten und sicheren Verdampfern zur Aufbereitung und Kreislaufführung von Industrieabwasser. Dank modular aufgebauter Technologie werden die Systeme individuell auf Kundenbedürfnisse zugeschnitten. 30 Jahre Erfahrung sorgen für außergewöhnliche Produkte, die technologische Maßstäbe setzen.

Seit der Ausgründung aus dem Mannesmann Demag Konzern im Jahr 1999 konnte die H2O als inhabergeführtes Unternehmen eine wachsende Zahl loyaler Kunden gewinnen, welche das Leistungsangebot der H2O schätzen. Der Umsatz wuchs seit der Gründung um durchschnittlich 15 Prozent auf 16 Millionen Euro im Jahr 2014. H2O beschäftigt heute mehr als 100 Mitarbeiter weltweit, davon 80 am Hauptsitz im badischen Steinen. kf

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